Digitale, Gesundheit

Digitale Gesundheit ab 50: 66,2 Prozent nutzen das Smartphone regelmäßig

Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 15:55 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Smartphones und Computer prägen die digitale Gesundheitsnutzung ab 50; knapp die Hälfte kann sich künftig Wearables vorstellen.
Ein helles, modern eingerichtetes Wohnzimmer mit einem Sessel und einem Beistelltisch bei Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

In Deutschland setzen ältere Erwachsene digitale Geräte in beachtlichem Umfang für gesundheitliche Belange ein, wobei etablierte Technologien wie Mobiltelefone und Computer dominieren. Dies zeigt eine wissenschaftliche Online-Querschnittstudie des Autorenteams Theobald, Herold, Gronwald und Müller, die in der Fachzeitschrift Prävention und Gesundheitsförderung veröffentlicht wurde und über die das Fachportal bioeg.de in einem Bericht vom 07.11.2026 informierte.

Für die Erhebung wurden 206 Personen im Alter von 50 bis 82 Jahren in Deutschland detailliert zu ihren Nutzungsgewohnheiten und Präferenzen bei digitalen Gesundheitsanwendungen befragt.

Smartphones und Computer führen vor tragbaren Technologien

Die Auswertung der Studiendaten verdeutlicht deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Gerätetypen. Als zentrales Instrument erweist sich das Smartphone: 66,2 % der befragten Personen gaben an, Mobiltelefone regelmäßig für gesundheitliche Zwecke zu verwenden.

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Auch stationäre und mobile Computer spielen eine gewichtige Rolle im Alltag der Zielgruppe; sie werden von 52,5 % der Studienteilnehmer regelmäßig für entsprechende Zwecke eingesetzt.

Tragbare Technologien, sogenannte Wearables, weisen in der Altersgruppe ab 50 Jahren eine differenzierte Verbreitung auf. Während Smartwatches von 23,5 % der Teilnehmenden genutzt werden, liegt der Anteil bei dedizierten Fitnesstrackern bei 12,7 %. Andere moderne Technologien finden in diesem Kontext hingegen nahezu keine Anwendung: Systeme der virtuellen Realität (VR) sowie Spielekonsolen werden von den befragten Erwachsenen kaum genutzt.

Offenheit für Selbstmonitoring und künftigen Einsatz

Ein wesentlicher Aspekt des digitalen Gesundheitsverhaltens ist die eigenständige Kontrolle relevanter Gesundheitsparameter. Der Untersuchung zufolge setzen 35 % der Befragten digitale Technologien gezielt zum Selbstmonitoring ein. Dieses Nutzungsverhalten deutet auf ein wachsendes Bedürfnis hin, persönliche Vital- und Aktivitätsdaten eigenverantwortlich zu erfassen und zu überwachen.

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Zudem deuten die Ergebnisse auf weiteres Wachstumspotenzial bei tragbaren Sensoren hin. Knapp die Hälfte der Befragten erklärte, sich eine künftige Nutzung von Wearables vorstellen zu können. Damit besteht in der Gruppe der über 50-Jährigen eine merkliche Aufgeschlossenheit gegenüber am Körper getragenen Messgeräten, selbst wenn diese bislang noch nicht im täglichen Gebrauch etabliert sind.

Die zugrunde liegende wissenschaftliche Publikation von Theobald, Herold, Gronwald und Müller aus dem Jahr 2025 ist unter der Kennung doi:10.1007/s11553-025-01228-1 registriert. Die Ergebnisse bieten konkrete Anhaltspunkte dafür, wie Angebote der digitalen Gesundheitsförderung und Prävention auf die Bedürfnisse älterer Zielgruppen zugeschnitten werden können.

Insbesondere die Kombination aus bereits weit verbreiteten Standardgeräten wie Smartphones und einer prinzipiellen Bereitschaft zur Wearable-Nutzung markiert den Rahmen, in dem digitale Gesundheitslösungen von Erwachsenen ab 50 Jahren im Alltag tatsächlich angenommen werden.

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