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Digitale Kompetenz: Millionen starten Schulungswelle gegen Betrug

Veröffentlicht: 04.07.2026 um 19:42 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Neue Programme in Europa und Übersee schulen Senioren, Berufseinsteiger und Verbraucher im Erkennen von Internetbetrug und digitalen Kompetenzen.

Digitale Bildungswelle: Schutz vor Online-Betrug für alle Generationen
Eine diverse Gruppe von Senioren und jungen Berufstätigen lernt digitale Fähigkeiten in einem modernen Klassenzimmer. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Initiativen richten sich an Senioren, Berufseinsteiger und Verbraucher – und zielen auf den Schutz vor immer raffinierteren Online-Betrugsmaschen.

Medienkompetenz für den Berufsnachwuchs

In Wien veranstaltete ein großer Handelskonzern am 3. Juli 2026 einen eigenen Medientag für 130 Auszubildende. Die Schulung in der unternehmenseigenen Akademie führten Redakteure einer überregionalen Tageszeitung durch. Schwerpunkte: Erkennen von Desinformation, Verstehen von Algorithmen sowie Identifizieren von Kryptowährungsbetrug und Cybermobbing. Weitere Termine sind für den Herbst 2026 geplant.

Parallel dazu fand in Weinheim die Fachkonferenz „Fakt statt Fake" statt. Rund 90 Teilnehmer aus Schulen, Volkshochschulen und Integrationsdiensten diskutierten am 2. Juli über Strategien zur Medienkompetenz-Vermittlung. Die Organisatoren berichteten, dass die Outreach-Aktionen rund 200 Schüler erreichten.

Auf nationaler Ebene kündigte Malaysias Premierminister am 3. Juli eine Digitalisierungsinitiative für religiöse Schulen an. In Kooperation zwischen der Malaysia Digital Economy Corporation und lokalen Religionsbehörden sollen ab Jahresmitte 300.000 bis 400.000 Schüler IT-Grundkenntnisse vermittelt bekommen.

Digitale Teilhabe für Senioren

Mehrere Länder haben spezielle Trainings für ältere Menschen aufgelegt. In Polen startete am 3. Juli das Projekt „eFajfy" mit dreistündigen Workshops im ganzen Land. Ziel ist es, 8.000 Senioren im Erkennen von Internetbetrug, im Umgang mit digitalen Ausweisen und bei der Verwaltung sicherer Passwörter zu schulen.

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In Brasilien kündigte die Stiftung Fundação Florestan einen IT-Kurs für Über-50-Jährige in Diadema an. Der 60-stündige Kurs beginnt am 27. Juli und behandelt Smartphone-Nutzung, Banking-Apps und Betrugserkennung. Eine technische Schule in Rio do Sul bietet zudem ab dem 3. August kostenlose KI-Kurse zu ChatGPT an – mit Vorrang für Industriearbeiter und Menschen mit Behinderung.

Europäische Städte setzen auf langfristige Angebote: In Dresden läuft das „Digitalcafé" für Über-60-Jährige mit wöchentlichen Terminen bis Ende 2026 weiter – ein niedrigschwelliger Einstieg für digitale Neulinge. In Rom endete am 30. Juni ein Workshop zur digitalen Bürgerschaft. Die Auswertung zeigte: 75 Prozent der Teilnehmer fühlten sich nach dem Training sicherer im Umgang mit elektronischen Identifikationssystemen und Verwaltungs-Apps.

Neue Plattformen für Bildung und Integration

Die Schweizer Bildungslandschaft wächst: Am 1. Juli startete der Swiss Online Campus. Das Netzwerk aus sechs Kantonen der Deutschschweiz bietet synchronen Online-Unterricht in Management, Marketing und Künstlicher Intelligenz.

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In Österreich präsentierte Kärnten am 3. Juli ein neues digitales Sprachtool für Asylsuchende. Die Plattform umfasst elf Module mit rund 5.000 Übungen – entwickelt zur Integration von Menschen in Grundversorgung, darunter auch Vertriebene.

Verbraucherschutz vor saisonalen Betrugsmaschen

Neben Bildungsprogrammen warnen Verbraucherschützer vor digitalen Gefahren, die an saisonale Bedürfnisse anknüpfen. Nach der Hitzewelle Ende Juni 2026 beobachteten Experten eine Welle gefälschter Online-Shops, die Klimaanlagen zu verdächtig niedrigen Preisen anboten.

Die betrügerischen Seiten locken mit irreführenden technischen Angaben. Kunden erhalten statt der beworbenen Kühlgeräte oft minderwertige Ventilatoren. Verbraucherschützer empfehlen, bei Zahlungen auf Kreditkarten-Rückbuchungsmöglichkeiten oder Käuferschutz zu setzen und vor dem Kauf etablierte Fake-Shop-Prüfwerkzeuge zu nutzen.

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