Digitale Sucht: 15 Stunden täglich am Bildschirm – Therapie gefordert
Veröffentlicht: 08.07.2026 um 09:34 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Von Bodyshaming über digitale Abhängigkeit bis hin zu inklusiven Einkaufskonzepten – die Debatten zeigen: Der Wunsch nach Veränderung wächst.
Schluss mit falschen Idealen
Der Kampf gegen starre Schönheitsideale gewinnt an Fahrt. Das Buch „Unshame“ von Louisa Dellert zeigt, wie Menschen Scham überwinden und sich gegen herkömmliche Schönheitsnormen wehren können. Die Rezension vom 7. Juli macht deutlich: Es geht um mehr als Oberflächlichkeit.
Schlagersängerin Pia Malo geht noch einen Schritt weiter. Sie outete sich im Interview als Perückenträgerin – ein bewusstes Statement gegen Bodyshaming. Ihr Ziel: ein offenerer Umgang mit vermeintlichen Makeln.
Die digitale Suchtfalle
Soziale Medien bleiben ein heißes Thema. Der Musiker ARK IDENTITY veröffentlichte am 7. Juli seine Single „Social Dopamine“. Der Titel verrät alles: Es geht um die Sucht nach Likes und digitaler Bestätigung.
Die Doku-Reihe „Y-Kollektiv“ legte am selben Tag nach. Porträtiert wurde Michl aus Berlin – ein junger Mann, der täglich 15 Stunden vor dem Bildschirm hockt. Seine Mission: unbezahlte Rezensionen schreiben. Experten fordern mehr Therapieangebote für Menschen mit diagnostizierter Mediensucht.
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Einkaufen ohne ReizĂĽberflutung
Ein Gegenentwurf kommt aus dem Einzelhandel. Die Initiative „Gemeinsam Zusammen“ koordiniert inzwischen knapp 300 Betriebe in Deutschland, die eine „Stille Stunde“ anbieten. Ikea und andere schalten dann Musik aus, dimmen das Licht. Das Ziel: Menschen mit Reizüberempfindlichkeit ein entspanntes Einkaufen ermöglichen.
Punk gegen Klimakrise
Auch musikalisch wird es politisch. Die Band Kein Garten Verein veröffentlichte die Single „Feuer“ – ein Punkrock-Song, der die Verantwortungslosigkeit im Umgang mit der Klimakrise anprangert.
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Auf wirtschaftlicher Ebene fordert Karsten Junius Reformen. Er kritisiert den deutschen Kündigungsschutz als innovationshemmend. Die Bundesregierung plant bereits: befristete Beschäftigung bis zu 48 Monaten. Parallel warnt ein Gastbeitrag vom 6. Juli vor Mütterfeindlichkeit in gesellschaftlichen Bewegungen – bei einer Geburtenrate von 1,2 Kindern pro Frau ohne Migrationshintergrund ein alarmierendes Signal.
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