DIN, Fertigungsbetriebe

DIN 66399: Wie Fertigungsbetriebe ausgemusterte IT sicher vernichten

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 14:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de

RegelmĂ€ĂŸige Hardwarewechsel erhöhen den Bedarf an nachvollziehbarer DatentrĂ€gervernichtung und auditfĂ€higen Entsorgungsnachweisen.

IT-Entsorgung in der Industrie: Zertifizierte Vernichtung schĂŒtzt Daten
Leere SicherheitsbehÀlter in einer sauberen Industriehalle zur Vorbereitung der fachgerechten IT-Entsorgung. Illustration mit AI erstellt.

Produzierende Unternehmen erneuern zunehmend ihre IT-Ausstattung und stehen dabei vor der Frage, wie sensible Daten auf ausgemusterten GerĂ€ten sicher vernichtet werden können. Wie Beobachter der Branche feststellen, wĂ€chst mit dem Austausch ganzer Hardware-Flotten auch der Bedarf an zertifizierten Prozessen fĂŒr die Entsorgung von IT-Vermögenswerten, die den Anforderungen an Datenschutz und Auditierbarkeit genĂŒgen.

Zertifizierung nach DIN 66399 als Referenzpunkt

Ein Beispiel dafĂŒr liefert der Anbieter ProCoReX Europe, der in Braunschweig die Vernichtung von Festplatten und anderen DatentrĂ€gern nach der Norm DIN 66399 bewirbt.

Der Ablauf sieht laut Unternehmensangaben eine Abholung in verschlossenen SicherheitsbehÀltern vor, verbunden mit einer dokumentierten Transportkette und einem Vernichtungszertifikat, das Unternehmen bei internen oder externen Audits vorlegen können. Materialien, die als nicht sensibel eingestuft werden, sollen laut ProCoReX Europe recycelt werden.

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FĂŒr Hersteller, die im Zuge von Hardware-Refresh-Zyklen Server, Arbeitsplatzrechner oder Netzwerkkomponenten austauschen, ist ein solcher lĂŒckenloser Nachweis relevant: Ohne dokumentierte Vernichtung besteht das Risiko, dass Firmen- oder Kundendaten auf ausgesonderten GerĂ€ten nicht rĂŒckstandsfrei gelöscht werden, bevor die Hardware das Unternehmen verlĂ€sst.

Datenschutz als Treiber der Hardware-Entsorgung

Der Fall verdeutlicht ein branchenĂŒbergreifendes Muster: Je mehr Fertigungsbetriebe ihre IT-Infrastruktur digitalisieren und regelmĂ€ĂŸig erneuern, desto grĂ¶ĂŸer wird die Menge an ausgemusterten DatentrĂ€gern, die potenziell sensible Informationen enthalten – von Konstruktionsdaten ĂŒber Zugangsdaten bis zu Kundendaten aus ERP- und MES-Systemen.

Zertifizierte Entsorgungsprozesse mit dokumentierter Kette vom Abholort bis zur Vernichtung sollen hier Rechtssicherheit schaffen und im Falle einer PrĂŒfung durch Datenschutzbehörden oder interne Revisionen als Nachweis dienen.

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FĂŒr Unternehmen, die ihre Hardware-Flotten im laufenden Betrieb erneuern, bedeutet das in der Praxis: Die Entsorgung wird zunehmend als eigenstĂ€ndiger, auditierbarer Prozessschritt behandelt und nicht mehr nebenbei erledigt. Angebote wie das von ProCoReX Europe mit gesicherter Logistik, Zertifikaten und getrennter Behandlung sensibler und nicht sensibler Materialien positionieren sich als Antwort auf diesen Bedarf.

Wie sich dieser Trend in der Breite der Fertigungsindustrie weiterentwickelt, dĂŒrfte auch davon abhĂ€ngen, wie stark Datenschutzbehörden und Kunden kĂŒnftig entsprechende Nachweise bei IT-Beschaffung und -Entsorgung einfordern.

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