DocSpace 3.7: ONLYOFFICE rüstet PDF-Editor mit KI-Chat auf
15.06.2026 - 16:47:04 | boerse-global.de
Künstliche Intelligenz und Post-Quanten-Verschlüsselung treiben die Entwicklung rasant voran.
Neue KI-Funktionen für Dokumenten-Workflows
Am heutigen Montag haben gleich mehrere Anbieter ihre Plattformen mit KI-Funktionen aufgerüstet. ONLYOFFICE brachte DocSpace 3.7 auf den Markt – eine Version, die per Chat-Interface Dokumente in Formaten wie PDF, DOCX und PPTX generiert. Neu an Bord sind die KI-Anbieter DeepSeek, Google AI und xAI.
Anzeige: ONLYOFFICE DocSpace 3.7 bringt KI-Chat für PDF, DOCX und PPTX – mit DeepSeek, Google AI und xAI. So generieren Sie Dokumente per Chat und signieren sie eIDAS-konform. Praxis-Report: KI-PDF-Editor in 3 Schritten
Ebenfalls heute startete FDM AI mit seinem AI Writer. Das browserbasierte Tool arbeitet ohne Abonnement und erstellt Rechnungen, Lebensläufe und andere Dokumente. Besonders datenschutzfreundlich: Die Verarbeitung erfolgt clientseitig, ein Benutzerkonto ist nicht nötig.
Die großen Player setzen derweil auf umfassende Vertragsmanagementsysteme. DocuSign treibt seine Intelligent Agreement Management (IAM)-Plattform voran, die KI für Vertragsanalyse und Workflow-Automatisierung nutzt. Das Unternehmen zählt eine Milliarde Nutzer und rund 1,8 Millionen Kunden – darunter die meisten Fortune-500-Unternehmen. Bei Konzernen wie Unilever verkürzten sich die Vertragsdurchlaufzeiten durch die Automatisierung um 50 Prozent.
Elektronische Signaturen für jedermann
Der Zugang zu rechtsverbindlichen elektronischen Signaturen wird einfacher. QuickSigner bietet ab heute einen kostenlosen Dienst für rechtsverbindliche PDF-Signaturen an – ohne Kreditkarten-Registrierung. Die Plattform erfüllt die PAdES- und AATL-Zertifikatsstandards und ist damit konform mit dem US-ESIGN Act sowie der eIDAS-Verordnung in EU und Großbritannien. Für Unternehmen gibt es eine REST-API ab 0,30 Euro pro Dokument.
Andere etablierte Plattformen melden hohe Nutzerzahlen. pdfFiller, das HIPAA, GDPR und CCPA erfüllt, verzeichnet 64 Millionen Nutzer. Der Dienst erstellt Prüfpfade mit Zeitstempeln und IP-Adressen. Im Entwicklerbereich aktualisierte IronPDF am 13. Juni seine .NET-Bibliothek für Multi-Party-Workflows und kryptografische Signaturen mit X.509-Zertifikaten.
Sicherheit: Quantenfeste Dokumente und Betrugsbekämpfung
Mit der wachsenden Zahl digitaler Dokumente steigen die Anforderungen an Sicherheit und Fälschungssicherheit. Am 14. Juni wurde ein Open-Source-Tool zur Post-Quanten-Dokumentenverankerung auf der Algorand-Blockchain vorgestellt. Das „PQ Verifiable Archive" nutzt NIST-standardisierte Algorithmen wie ML-DSA-65, um Signaturen zu erzeugen, die selbst Quantencomputern standhalten. Der SHA-256-Hash eines PDFs wird für eine Netzwerkgebühr von rund 0,0002 Euro in eine Blockchain-Transaktion eingebettet.
Wie dringend verlässliche Dokumentenprüfung ist, zeigt ein aktueller Fall: Gestern nahmen Ermittler in Orange County einen Finanzier fest, der mutmaßlich einen 100-Millionen-Euro-Bankbetrug begangen haben soll. Zwischen Ende 2024 und Anfang 2025 soll er gefälschte Eigentumstitel verwendet haben – ein Paradebeispiel für die Risiken nicht verifizierbarer digitaler Dokumente.
Anzeige: Post-Quanten-Sicherheit wird Pflicht: Mit der neuen Blockchain-Verankerung auf Algorand schützen Sie Ihre PDFs vor Quantencomputern. Der Report zeigt, wie Sie SHA-256-Hashes für unter 0,0002 Euro pro Dokument einbetten. Sicherheits-Checkliste jetzt anfordern
Spezialisierte Tools für Datenschutz und Integration
Nischenanbieter passen ihre Lösungen an spezifische Betriebsumgebungen an. DocHub integrierte am 13. Juni Ubuntu und Google Workspace – Nutzer können Dokumente in der Cloud signieren und speichern, ohne Software lokal zu installieren. Xodo Sign (ehemals eversign) richtet sich mit seiner neuen API für CRM-Integration und KI-generierte Zusammenfassungen an technische Teams.
Für alle, die Wert auf lokale Verarbeitung legen, gibt es eine neue clientseitige PDF-Toolbox. Entwickelt mit Next.js und WebAssembly, erledigt sie Aufgaben wie Zusammenführen, Teilen und Passwortschutz komplett im Browser des Nutzers – Dateien verlassen nie den eigenen Rechner. Ein wichtiger Punkt in Zeiten, in denen manche große Anbieter hochgeladene Dokumente zur Verbesserung ihrer KI-Modelle nutzen.
