DJI, ROMO

Drohnen-Sensorik kommt in den Haushaltsroboter

Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 22:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

DJI bringt den ROMO 2 mit präziser Sensorik, hoher Saugkraft und lokalen Datenoptionen auf den Markt; US-Vertrieb bleibt ausgeschlossen.

DJI stellt ROMO 2 mit Drohnen-Sensorik und 36.000 Pa vor
Ein moderner, minimalistischer Wohnraumboden mit hellem Parkett und einem neutralen Teppich bei natürlichem Lichteinfall. Illustration mit AI erstellt.

Der Technologiekonzern DJI hat auf der IFA 2026 in Berlin die Einführung des ROMO 2 bekannt gegeben. Der neue KI-gestützte Saug- und Wischroboter, der in den Modellvarianten P2 und A2 erscheint, nutzt ein technologisch hochentwickeltes Wahrnehmungssystem, das ursprünglich aus der Drohnenentwicklung des Unternehmens stammt. Damit setzt DJI auf eine Strategie, hochpräzise Sensorik aus der Luftfahrt in den Bereich der Haushaltsrobotik zu übertragen.

Präzisionssensorik und technische Leistungsdaten

Das Herzstück des ROMO 2 ist ein sogenannter Wahrnehmungs-Stack, der auf binokularen Fisheye-Sensoren und Lasersensoren basiert. Diese Kombination ermöglicht es dem Gerät, Hindernisse und Objekte mit einer Dicke von bis zu 2 mm zu erkennen und zu umfahren. Für die Reinigung ist der Roboter mit einem 123°-Schwenkarm ausgestattet, der eine flexible Anpassung an Raumgegebenheiten erlauben soll.

In puncto Reinigungsleistung gibt DJI eine Saugkraft von 36.000 Pa an. Trotz dieser hohen Leistung wurde ein Fokus auf die Geräuschreduzierung gelegt: Der Betriebsschall soll um bis zu 85 % gesenkt worden sein, was einem Pegel von 38 dBA entspricht.

Ein weiteres Merkmal ist die begleitende Basisstation, die laut Herstellerangaben bis zu 365 Tage wartungsfrei betrieben werden kann. Für eine schnelle Einsatzbereitschaft sorgt eine 55-W-Schnellladefunktion, die das Gerät in 2,5 Stunden vollständig auflädt.

Branchenweiter Trend zu fortschrittlicher Objekterkennung

Die Vorstellung des ROMO 2 fügt sich in eine Reihe technologischer Entwicklungen ein, die derzeit die Wahrnehmungsfähigkeit autonomer Systeme verbessern. Während DJI auf Hardware-Integration setzt, zeigen aktuelle Forschungsergebnisse, wie etwa die der JAIST-Forscher zur BPDA-GMM-Methode, deutliche Fortschritte bei der räumlichen Orientierung (SLAM). In Simulationen konnte damit ein medianer Positionsfehler von 29,57 m auf 8,15 m gesenkt werden.

Parallel dazu entwickeln Unternehmen wie World Labs unter der Leitung von Fei-Fei Li mit „Atlas“ multimodale Weltmodelle, die 3D-Umgebungen aus Einzelbildern generieren können.

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Auch die Veröffentlichung des Open-Weight-Vision-Modells Isaac 0.5 durch Perceptron unterstreicht den Trend zu Systemen, die auf umfangreichen Videodaten trainiert wurden, um in komplexen Umgebungen wie der Logistik oder Fertigung präziser zu agieren. Diese Entwicklungen bilden das technologische Umfeld, in dem DJI seine neuen Konsumentenprodukte positioniert.

Markteinführung, Preise und Datenschutz

DJI plant die Markteinführung des ROMO 2 für den Zeitraum zwischen September und Oktober 2026. Das Modell A2 wird zu einem Preis von 1.199 Euro angeboten, während das Modell P2 für 1.299 Euro gelistet ist.

Eine Besonderheit ergibt sich für den US-amerikanischen Markt: Aufgrund der Einstufung auf der sogenannten „FCC Covered List“ wird der ROMO 2 dort nicht erhältlich sein.

Hinsichtlich der Datensicherheit kündigte DJI für das vierte Quartal 2026 die Einführung eines lokalen Datenmodus („Local Data Mode“) an. Dieser soll Nutzern mehr Kontrolle über die vom Roboter erfassten Informationen geben.

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Zusätzlich zur Konsumentenelektronik zeigt sich eine Dynamik im Bereich spezialisierter Robotik-Hardware. So sicherte sich Lyte AI kürzlich eine Serie-C-Finanzierung über 165 Millionen US-Dollar, um die Produktion ihrer Wahrnehmungsplattform zu skalieren, während X Square Robot mit TwinDEX neue tragbare Datenerfassungshände für die Robotersteuerung vorstellte. Diese breite Investitionstätigkeit und Innovationskraft verdeutlicht die zunehmende Reife von Systemen, die wie der ROMO 2 eine immer präzisere Interaktion mit ihrer physischen Umwelt anstreben.

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