5G-Standalone-Netz fĂŒr UniversitĂ€t der Bundeswehr Hamburg
27.11.2023 - 10:00:12 | presseportal.de5G-Forschung fĂŒr die drahtlose Vernetzung von industriellen Prozessen
Mit dem 5G-Campus-Netz erforscht die HSU/UniBw H unter anderem die drahtlose Vernetzung industrieller Produktions- und GeschĂ€ftsprozesse. Untersucht wird dabei das Zusammenspiel der Echtzeit-Vernetzung von Sensoren, Aktoren und cyberphysikalischen Systemen. Dabei kommen auch Cloud Computing und KĂŒnstliche Intelligenz zum Einsatz. Im Fokus stehen Anwendungen aus den Bereichen Automatisierungstechnik & Logistik, autonom agierende Roboter, Drohnenabwehrsysteme sowie 5G-basierte Safety- und Security-Anwendungen.
"5G Standalone wird unserer Forschung zu Digitalisierung und Zukunftstechnologien einen weiteren Schub geben. Mit der Netztechnik von Ericsson und dem Campus-Netz der Deutschen Telekom schaffen wir beste Vorrausetzungen fĂŒr den Innovationstransfer zwischen Forschung und Praxis", sagt Prof. Dr.-Ing. Gerd Scholl, Inhaber des Lehrstuhls fĂŒr Elektrische Messtechnik an der Helmut-Schmidt-UniversitĂ€t/UniversitĂ€t der Bundeswehr Hamburg. "Im Testfeld entwickeln Wissenschaft und Industrie unter realen Bedingungen neue Produkte, Anwendungen sowie GeschĂ€ftsmodelle auf Basis von 5G." Die Plattform hierfĂŒr ist das dtec.bw-Projekt Digitale Sensor-2-Cloud-Campus-Plattform (DS2CCP).
Eigene Netz-Infrastruktur bietet hohe Sicherheit
An der HSU/UniBw H setzt die Telekom die GeschĂ€ftskundenlösung "Campus-Netz Private" ein. HierfĂŒr hat das Unternehmen auf dem UniversitĂ€tsgelĂ€nde sechs Indoor-Antennen installiert. Zwei weitere Micro-Sendestationen wurden im AuĂenbereich aufgebaut. Das 5G-SA-Campus-Netz funktioniert getrennt vom öffentlichen Mobilfunknetz. Die gesamte Infrastruktur, von den Antennen ĂŒber aktive Systemtechnik, Gateways bis hin zum Netzwerkserver, befindet sich auf dem GelĂ€nde der HSU/UniBw H. Dadurch bleibt der gesamte Datenverkehr im lokalen Campus-Netz.
Maximale 5G-Leistung und kurze Wege fĂŒr Daten
Die lokale Anbindung der UniversitĂ€t ermöglicht eine besonders schnelle Verarbeitung der Daten. Die kurzen Wege der eigenstĂ€ndigen 5G-Architektur unterstĂŒtzen datenintensive Anwendungen mit ultrakurzer Reaktionszeit im Millisekunden-Bereich. Das 5G-SA-Netz funkt dabei auf eigens fĂŒr die UniversitĂ€t reservierten Frequenzen im Bereich von 3,7 bis 3,8 Gigahertz. Bis zu 100 Megahertz Bandbreite stehen den Forschenden so exklusiv zur VerfĂŒgung.
"Wir haben gemeinsam mit der HSU eines der modernsten Campus-Netze in Deutschland realisiert, das auf den neuesten verfĂŒgbaren Standards basiert", sagt Klaus Werner, GeschĂ€ftsfĂŒhrer GeschĂ€ftskunden bei der Telekom Deutschland. "Es unterstĂŒtzt fĂŒr die Industrie wichtige Funktionen wie Network-Slicing und Ultra-Low-Latency. Mit diesem Campus-Netz wird die HSU wertvolle Erkenntnisse fĂŒr das 5G-Ăkosystem und damit fĂŒr die gesamte Industrie 4.0 liefern".
Innovation in Echtzeit: Anbindung an 5G-Test-Plattform von Ericsson Eine Besonderheit bei der privaten 5G-Architektur des Campus-Netzes: Erstmals ist ein Teil des 5G-Kernnetzes direkt mit einer 5G Device and Network Testing (DNT) Platform von Ericsson in DĂŒsseldorf verbunden. Damit profitiert das Campus-Netz von den neuesten Updates und Weiterentwicklungen des NetzausrĂŒsters - noch vor der offiziellen MarkteinfĂŒhrung. Forscherinnen und Forscher können so die neuesten Netzfunktionen testen. Wichtig dabei: Trotz der Verbindung mit der externen Ericsson 5G Device and Network Testing-Platform wird der universitĂ€tseigene Datenverkehr ausschlieĂlich im privaten Teil des Campus-Netzes vor Ort verarbeitet.
"5G schafft als leistungsfĂ€hige und sichere Vernetzungs-Technologie eine Grundlage fĂŒr Innovationen ", sagt Daniel Leimbach, Westeuropachef bei Ericsson. "Genau dieser Fokus auf Innovationen eint die Partner Helmut-Schmidt-UniversitĂ€t, Deutsche Telekom und Ericsson. Gemeinsam treiben wir die Forschung und Entwicklung rund um 5G-Anwendungen fĂŒr unterschiedlichste Branchen voran."
Volle Kontrolle & FlexibilitÀt
Die HSU/UniBw H kann das private Netz flexibel anpassen und unterschiedliche Funktionen on-demand verwalten. So wird beispielsweise der Datenverkehr innerhalb des Campus-Netzes bedarfsgerecht fĂŒr bestimmte Anwendungen priorisiert. Das geschlossene System zeichnet sich dabei durch seine hohe Daten- und Ausfallsicherheit aus: Durch eine redundante Architektur des lokalen Kernnetzes funktioniert das Netz auch bei einer Unterbrechung zum cloudbasierten Management-Portal zuverlĂ€ssig weiter. DarĂŒber hinaus profitiert die UniversitĂ€t von einer garantierten und durchgĂ€ngigen VerfĂŒgbarkeit.
Test von 5G-mmWave-Technologie geplant
Die Partner wollen zunĂ€chst drei Jahre zusammenarbeiten und in Zukunft auch die innovative 5G-Millimeterwellen-Technologie (5G mmWaves) erproben. Hierbei kommt das Frequenzspektrum im Bereich 26 Gigahertz zum Einsatz. Es wird von der Bundesnetzagentur direkt den Interessenten zugeteilt und ermöglicht hohe Datenraten. Die Nutzung ist derzeit nur fĂŒr lokale Anwendungen erlaubt. Das Frequenzspektrum eignet sich deshalb besonders fĂŒr 5G-Campus-Netze mit datenintensiven Anwendungen.
Ăber Ericsson
Ericsson ist WeltmarktfĂŒhrer auf dem Gebiet der Kommunikationstechnologie und -dienstleistungen mit Firmenzentrale in Stockholm, Schweden. KerngeschĂ€ft ist das AusrĂŒsten von Mobilfunknetzen. Das Portfolio des Unternehmens umfasst unter anderem die GeschĂ€ftsbereiche Networks; Cloud Software and Services sowie Enterprise Wireless Solutions and Technologies & New Businesses. Die Innovationsinvestitionen von Ericsson haben den Nutzen des Mobilfunks fĂŒr Milliarden Menschen weltweit nutzbar gemacht. Das Unternehmen hilft seinen Kunden dabei, die Digitalisierung voranzutreiben, die Effizienz zu steigern und neue Einnahmequellen zu erschlieĂen.
Das 1876 gegrĂŒndete Unternehmen beschĂ€ftigt weltweit rund 101.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und arbeitet mit Kunden in 180 LĂ€ndern zusammen. 2022 erwirtschaftete Ericsson einen Umsatz von 271,5 Milliarden SEK. Ericsson ist an der NASDAQ in Stockholm und New York gelistet.
Ericsson hat ĂŒber mehrere Jahrzehnte einen fĂŒhrenden Beitrag zum 3rd Generation Partnership Project (3GPP) und zur Entwicklung globaler Mobilfunkstandards geleistet, von denen sowohl die Verbraucher:innen als auch die Unternehmen weltweit profitieren. Ericssons Patentportfolio umfasst mehr als 60.000 erteilte Patente und wird durch unsere fĂŒhrende Position als 5G-AusrĂŒster sowie jĂ€hrliche Investitionen von mehr als 4 Milliarden US-Dollar in Forschung und Entwicklung gestĂ€rkt.
Ericsson ist an einem GroĂteil aller kommerziell eingefĂŒhrten 5G-Livenetze beteiligt. Zu den 155 durch Ericsson unterstĂŒtzten 5G-Livenetzen weltweit zĂ€hlen unter anderem auch Netze in Deutschland und der Schweiz. www.ericsson.com/5g
In Deutschland beschĂ€ftigt Ericsson rund 2.400 Mitarbeitende an 12 Standorten - darunter rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E). Der Hauptsitz ist DĂŒsseldorf.
Pressekontakt:
Ericsson GmbH
Martin Ostermeier /// Leiter Unternehmenskommunikation Westeuropa ///
Prinzenallee 21, 40549 DĂŒsseldorf /// Tel: +49 (0)
1624385676 /// eMail: ericsson.presse@ericsson.com
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