Edge Canary: Microsoft testet Schalter für lokale KI-Modelle im Browser
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 15:08 Uhr | Redaktion boerse-global.deIn der Testversion Microsoft Edge Canary experimentiert der Softwarekonzern mit einer neuen Steuerungsmöglichkeit für browserinterne Berechnungen. Über einen Schalter in den Einstellungen können Nutzer festlegen, ob der Browser direkt auf dem Rechner ausgeführte Modelle für künstliche Intelligenz einsetzen darf. Dies geht aus Medienberichten vom 22. Oktober 2026 hervor.
Die Option findet sich im Konfigurationsbereich für Copilot und künstliche Intelligenz des Browsers. Nach Angaben des Unternehmens dient die Funktion dazu, unterstützte Funktionen über Modelle anzutreiben, die unmittelbar auf dem Endgerät arbeiten.
Sollte der Schalter deaktiviert werden, können entsprechende Anwendungen möglicherweise den Dienst versagen. Welche konkreten Werkzeuge hiervon im Detail betroffen sind, lässt der Konzern in der Beschreibung der Funktion offen.
Verknüpfung mit Entwicklerschnittstellen
Einen Hinweis auf den Einsatzzweck liefert die Verlinkung der neuen Einstellung. Die Schaltfläche verweist auf die Dokumentation der sogenannten Prompt API.
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Diese Schnittstelle erlaubt es Websites und Browser-Erweiterungen, auf das lokale Sprachmodell des Browsers zuzugreifen, um Aufgaben wie das Zusammenfassen von Inhalten, Klassifizierungen oder das Umformulieren von Texten durchzuführen. Microsoft setzt hierfür auf das Vorabmodell Aion-1.0-Instruct, das lokal auf dafür ausgestatteten Computern arbeitet.
Darüber hinaus verfügt Edge über experimentelle Schnittstellen für lokale Schreibhilfen, Spracherkennung sowie automatisierte Übersetzungen. Ob die Deaktivierung des neuen Schalters auch diese Funktionen direkt abschaltet, geht aus den aktuellen Vorabversionen bisher nicht eindeutig hervor.
Berichten zufolge bleiben die cloudbasierten KI-Dienste sowie der Copilot-Assistent von der Einstellung unberührt und werden bei einer Deaktivierung der lokalen Modelle nicht abgeschaltet.
Parallelen zu Konkurrenzbrowsern
Mit dem Testlauf nähert sich Microsoft anderen Marktteilnehmern an. Google bietet im Chrome-Browser eine vergleichbare Einstellung an und führt dort die Erkennung von Betrugsversuchen als konkretes Anwendungsbeispiel an. In Edge fehlt bislang eine vergleichbare Erläuterung für die Nutzerschaft.
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Die Einführung des neuen Schalters markiert eine weitere Anpassung an der Benutzeroberfläche des Browsers. Im Verlauf des Jahres 2026 hatte Microsoft bereits frühere Funktionen wie die Sidebar-App-Liste sowie die Sammlungen aus Edge entfernt. Wann die neue Einstellungsoption die Canary-Phase verlässt und in der regulären Version für alle Nutzer freigeschaltet wird, bleibt vorerst offen.
