Florida ermittelt gegen OpenAI nach Waffen-Attacke an Uni
21.04.2026 - 21:19:42 | dpa.de
Behörden in Florida ermitteln gegen den ChatGPT-Entwickler OpenAI im Zusammenhang mit dem Schusswaffen-Angriff an einer Hochschule. Nach ersten Erkenntnissen habe sich der SchĂŒtze vor der Tat erheblich von dem KI-Chatbot beraten lassen, sagte Floridas Generalstaatsanwalt James Uthmeier bei einer Pressekonferenz. Dazu habe gehört, welche Waffe er verwenden solle, welche Munition zu welchen Waffen passe, sowie wo und zu welcher Zeit die meisten Menschen anzutreffen sein wĂŒrden.
Von OpenAI gab es zunĂ€chst keine Reaktion auf die VorwĂŒrfe. Bei dem Angriff auf dem GelĂ€nde der Florida State University im April 2025 hatte der SchĂŒtze zwei Menschen getötet. Sechs weitere Personen wurden verletzt.
Behörde will mehr Informationen
Beteiligten StaatsanwĂ€lten zufolge hĂ€tte man bereits eine Mordanklage verfasst, wenn die RatschlĂ€ge von einem anderen Menschen gekommen wĂ€ren, sagte Uthmeier. «NatĂŒrlich ist ChatGPT keine Person», rĂ€umte er ein. Man mĂŒsse trotzdem der Frage nachgehen, ob ein Unternehmen in diesem Fall haftbar gemacht werden könne. Uthmeiers Behörde forderte bei OpenAI Informationen unter anderem zu Vorkehrungen fĂŒr den Fall von Bedrohungs-Situationen ein.
Chatbots wie ChatGPT sind eigentlich so programmiert, dass sie keine Fragen beantworten, wenn sie dahinter die Absicht eines Nutzers erkennen, sich oder anderen Schaden zuzufĂŒgen. In einigen Situationen sollen sie auch ZustĂ€ndige im Unternehmen alarmieren, die wiederum Sicherheitsbehörden einschalten können. Zugleich war es manchmal möglich, die Vorkehrungen auszuhebeln.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
