Frankreich, International

Einst weltgrößter Eisberg zerfällt – Satellit zeigt Details

Veröffentlicht: 16.01.2026 um 13:36 Uhr, dpa.de

Einst war es der größte Eisberg der Welt, nun zerfällt A23a rapide. Eine seltene Aufnahme hat Anzeichen für den baldigen Verlust des Riesen festgehalten.

Mittlerweile hat der einst größte Eisberg einiges von seiner Masse eingebüßt. - Bild: -/contains modified Copernicus Sentinel data (2025), processed by ESA/dpa
Mittlerweile hat der einst größte Eisberg einiges von seiner Masse eingebüßt. - Bild: -/contains modified Copernicus Sentinel data (2025), processed by ESA/dpa

Der drohende Zerfall des einst größten Eisberges der Welt A23a ist auf einer neuen Satelliten-Aufnahme festgehalten worden. Das Bild zeige die ersten Anzeichen dafür, dass der Eisberg sich bald vollständig auflösen werde, teilte die europäische Raumfahrtbehörde Esa mit. Dass das Bild einen klaren, wolkenfreien Blick ermögliche, sei ungewöhnlich.

«Die hellblauen Bereiche, die auf seiner Oberfläche und auf den Eisbergen südlich von ihm sichtbar sind, sind Becken von Schmelzwasser, welche deutliche Zeichen des schnellen Verschwinden des Eisberges sind.» Aufgenommen hat die Ansicht der Satellit Sentinel-2 des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus.

Nach langer Zeit am Meeresboden hinein in wärmere Gewässer

Der Eisberg A23a war mit einst der größte Eisberg der Welt. Mit rund 4.000 Quadratkilometern war er ursprünglich rund viereinhalbmal so groß wie Berlin. 1986 vom antarktischen Festland – dem Filchner-Ronne-Schelfeis – abgebrochen, hing er jahrzehntelang am Meeresboden fest. Nachdem er sich im Jahr 2000 löste, blieb er lange in zirkulierenden Meeresströmungen gefangen und driftete im November 2023 rasch von den antarktischen Gewässern davon.

Mittlerweile befindet sich der Eisriese im Südatlantik. Am 20. Dezember fing der Satellit ihn etwa 150 Kilometer nordwestlich der Insel Südgeorgien ein, umgeben von mehreren kleinen Eisbergen. Der Esa zufolge misst der frühere Gigant mittlerweile nur noch etwa 1.000 Quadratkilometer. Er hat also bereits rund drei Viertel seiner einstigen Größe verloren.

Dass Eisberge, die so weit in den Norden gelangen, zerfallen, ist nicht ungewöhnlich und liegt an den wärmeren Meerestemperaturen und Wetterbedingungen. Laut der Esa ist A23a auf Kurs zu noch wärmeren Gefilden. Bald werde es das Schicksal anderer Eisberge teilen, die in diesen Gewässern zerfallen sind.

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