Elektrostimulations-GerĂ€te: 53% fallen EU-SicherheitsprĂŒfung durch
18.06.2026 - 01:12:18 | boerse-global.de
Das zeigt eine aktuelle RKI-Analyse vom Juni 2026. Demnach sind ĂŒber 35 Prozent betroffen â ein Anstieg von rund 30 Prozent innerhalb der letzten 15 Jahre.
Kein Wunder also, dass nicht-invasive Verfahren wie Craniale Elektrostimulation (CES) oder TENS-GerÀte boomen. Die GerÀte versprechen Hilfe bei Schlafproblemen und chronischen BelastungszustÀnden. Doch wie sicher sind sie wirklich?
EU-PrĂŒfkampagne deckt erschreckende MĂ€ngel auf
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Eine groĂ angelegte Untersuchung der EU (JACOP 2025) macht jetzt alarmierende Probleme sichtbar. Von 173 getesteten GerĂ€ten fielen 53 Prozent durch â weil sie Grenzwerte ĂŒberschritten.
Besonders kritisch: die Kabel und Lötstellen. Bei 82 Proben fanden die PrĂŒfer erhöhte Blei- oder Cadmiumwerte in den Lötstellen. 51 Proben enthielten gesundheitsgefĂ€hrdende Weichmacher in der Kabelisolierung.
Die Ausfallrate bei Online-KÀufen lag mit 49 FÀllen deutlich höher als bei stationÀr gekauften GerÀten (37 FÀlle). Der Durchschnittspreis der beanstandeten Produkte: rund 10 Euro.
Weniger BĂŒrokratie fĂŒr HĂ€ndler â mehr Verantwortung fĂŒr Nutzer
Die Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV) wurde Ende 2025 geĂ€ndert. FĂŒr Apotheken und FachhĂ€ndler entfielen wichtige Pflichten:
- Kein Medizinproduktebuch mehr nötig
- Keine gesonderte Dokumentation der Einweisung
- Keine messtechnischen Kontrollen fĂŒr bestimmte Eigenanwendungs-GerĂ€te
Die Lockerungen betreffen nur den Vertrieb. Wer GerÀte professionell nutzt oder vermietet, muss weiterhin strenge Instandhaltungs- und Hygienepflichten einhalten.
QualitÀtssicherung bleibt in Eigenverantwortung
Anzeige: Schlafstörungen betreffen ĂŒber 35% der Erwachsenen â und viele greifen zu Elektrostimulations-GerĂ€ten. Doch 53% der getesteten Produkte fallen durch die EU-SicherheitsprĂŒfung. Mit unserer Schritt-fĂŒr-Schritt-Anleitung prĂŒfen Sie Ihr GerĂ€t in wenigen Minuten auf Schadstoffe und MĂ€ngel. GerĂ€teprĂŒfung jetzt starten
Metaanalysen aus den Jahren 2024 und 2025 bestÀtigen die Wirksamkeit von Stimulationsverfahren bei AngstzustÀnden und Schlafstörungen. Auch die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson zeigte gute Ergebnisse.
FĂŒr Anwender von Elektro-StimulationsgerĂ€ten heiĂt das: Nur mit intakten ElektrodenoberflĂ€chen und konstanter ImpulsĂŒbertragung stellt sich der gewĂŒnschte Effekt ein â etwa die Aktivierung des Parasympathikus oder die Senkung der Herzfrequenz.
WĂ€hrend fĂŒr Verbandmittel seit Ende 2025 verschĂ€rfte Erstattungsregeln gelten, bleibt die QualitĂ€tssicherung bei Zubehör fĂŒr StimulationsgerĂ€te weitgehend den Nutzern und Herstellern ĂŒberlassen.
