US-Behörde vertieft PrĂŒfung von Teslas Selbstfahr-Technik
20.03.2026 - 03:19:52 | dpa.de
Die US-Verkehrssicherheitsbehörde vertieft ihre Untersuchung von Teslas Computersystem, das Elektroautos des Konzerns durch den Verkehr steuern soll. Die Auswertung von Unfalldaten lasse die Sorge aufkommen, dass die Technik Probleme bei schlechten Sichtbedingungen haben kann, erklĂ€rte die NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) zur BegrĂŒndung.
Tesla-Chef Elon Musk will, dass Teslas nur mit Kameras als Sensoren autonom fahren können. Konkurrenten und viele Experten warnen hingegen schon lange, Kameras allein seien nicht verlÀsslich genug, weil sie bei schwierigen Sichtbedingungen Probleme haben könnten. Musk beharrt jedoch auf seinem Plan.
Mehr Technik bei RivalenÂ
Andere Entwickler selbstfahrender Autos wie die bei Robotaxis fĂŒhrende Google-Schwesterfirma Waymo setzten dagegen zusĂ€tzlich teurere Technik wie Laser-Radare ein, die die Umgebung von Fahrzeugen abtasten. Ginge Musks Rechnung auf, hĂ€tte Tesla einen erheblichen Kostenvorteil. WĂ€hrend die VerkĂ€ufe von Tesla-Fahrzeugen sinken, schwört er Anleger darauf ein, dass die Zukunft der Firma in Robotaxis und Robotern liege.
Die NHTSA untersucht zwei Versionen von Teslas System mit dem Namen FSD (Full Self-Driving - etwa: komplett selbstfahrend). Entgegen dem Namen ist es bisher nur ein Fahrassistenzsystem, bei dem die Fahrer stets die Kontrolle ĂŒber die Verkehrssituation behalten mĂŒssen. Tesla spricht zum einen von einem «beaufsichtigten» FSD, das von den Nutzern ĂŒberwacht werden soll. Die nĂ€chste Ausbaustufe, bei der sich die Fahrzeuge tatsĂ€chlich selbst steuern sollen, ist bisher in den USA nur in einer Beta-Testversion verfĂŒgbar.
Behörde: Kameras erkannten ihre Grenzen nicht
Der Behörde zufolge soll das FSD-System nach Teslas Angaben erkennen, wenn die Kameras Sichtprobleme haben und die Fahrer warnen. In untersuchten UnfĂ€llen habe es aber nicht festgestellt, dass die Kameras etwa geblendet oder durch in der Luft schwebende Partikel behindert worden seien und auch keine Warnung ausgegeben. Die Fahrer hĂ€tten damit nicht genĂŒgend Zeit bekommen, um zu reagieren. Von der Untersuchung sind der NHTSA zufolge Tesla-Modelle ab dem Jahr 2016 betroffen.
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