Elster-Betrug, Polizei

Elster-Betrug: Polizei warnt vor gefÀlschten Steuernachrichten

Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 19:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de

GefÀlschte Elster-Nachrichten locken mit Steuererstattungen und Fristen. Behörden raten, Links zu meiden und verdÀchtige Mails zu löschen.

Phishing im Namen von Elster: Behörden warnen vor Datenklau
Ein dunkler Laptop auf einem Schreibtisch in einem BĂŒro, der vor betrĂŒgerischen E-Mails und Phishing-Versuchen warnt. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Polizeibehörden und Finanzverwaltungen warnen aktuell vor einer massiven Welle betrĂŒgerischer E-Mails. Die Kriminellen geben sich in diesen Schreiben als offizielle Justizbehörden aus, um sensible Nutzerdaten abzugreifen.

In den vergangenen Tagen wurden vermehrt FÀlle gemeldet, in denen durch die Vorspiegelung behördlicher AutoritÀt versucht wird, das Vertrauen der EmpfÀnger zu gewinnen und sie zur Preisgabe persönlicher Informationen zu verleiten.

Betrugsversuche unter dem Deckmantel der Finanzverwaltung

Besonders im Fokus der Angreifer steht das Image der offiziellen Steuerplattform Elster. Das Bayerische Landesamt fĂŒr Steuern wies in einer aktuellen Mitteilung darauf hin, dass Phishing-Mails im Umlauf sind, die unautorisiert das offizielle Elster-Logo verwenden. Diese Nachrichten tragen hĂ€ufig Betreffzeilen wie „Neue Nachricht in Ihrem Elster-Postfach“.

Die Strategie der TĂ€ter beruhe dabei auf der Erzeugung von kĂŒnstlichem zeitlichem Druck. Die EmpfĂ€nger werden dazu angehalten, zeitnah auf Links zu klicken, die auf manipulierte Webseiten fĂŒhren. Diese Internetseiten sind so gestaltet, dass sie dem offiziellen Portal tĂ€uschend Ă€hnlich sehen.

Das Landesamt stellte dazu klar, dass die Steuerverwaltung grundsĂ€tzlich niemals sensible Daten ĂŒber den Weg der E-Mail abfragt und solche Aufforderungen daher stets als betrĂŒgerisch einzustufen seien.

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Warnung der VerbraucherschĂŒtzer vor gefĂ€lschten Erstattungen

Flankierend zu den Warnungen der Steuerbehörden meldete auch die Verbraucherzentrale eine spezifische Betrugsmasche. Hierbei werden E-Mails mit dem Betreff „Ihr Steuerbescheid 2025 – Erstattung bestĂ€tigt“ versendet. Den Betroffenen wird in diesen Schreiben suggeriert, dass ihnen eine SteuerrĂŒckzahlung zustehe, die jedoch nur innerhalb einer kurzen Frist bis zum 31.08.2026 geltend gemacht werden könne.

Ziel dieser Kampagne sei es, die Bankdaten der Nutzer zu stehlen. Die in der E-Mail enthaltenen VerknĂŒpfungen fĂŒhren ebenfalls auf gefĂ€lschte ELSTER-Portale. Dort werden die Opfer aufgefordert, ihre Finanzinformationen einzugeben, um die vermeintliche Erstattung zu erhalten.

Die VerbraucherschĂŒtzer mahnen hier zur besonderen Vorsicht, da die Kombination aus dem Versprechen einer Geldzahlung und einer engen Fristsetzung klassische Merkmale von CyberkriminalitĂ€t seien.

Handlungsempfehlungen der Sicherheitsbehörden

Die Polizei hat eine Reihe von Empfehlungen veröffentlicht, wie sich BĂŒrger vor diesen Angriffen schĂŒtzen können. Ein wesentliches Merkmal vieler Phishing-Versuche sei eine unpersönliche Anrede oder eine fehlerhafte Sprache. Zudem sollten Nutzer die Absenderadressen der eingegangenen Nachrichten kritisch prĂŒfen, da diese oft keine Verbindung zu offiziellen staatlichen Stellen aufweisen.

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Die Experten raten dringend dazu, verdĂ€chtige E-Mails unmittelbar zu löschen. Unter keinen UmstĂ€nden sollten Links in diesen Nachrichten angeklickt oder DateianhĂ€nge geöffnet werden, da hierĂŒber Schadsoftware installiert oder der Zugriff auf persönliche Konten ermöglicht werden könne.

Wer unsicher ĂŒber den Wahrheitsgehalt eines Schreibens ist, sollte den direkten Kontakt zum zustĂ€ndigen Finanzamt suchen. Dabei sei es wichtig, nicht auf die Kontaktdaten aus der fraglichen E-Mail zurĂŒckzugreifen, sondern die offiziellen Kommunikationswege der Behörden zu nutzen, um die Angelegenheit rechtssicher zu klĂ€ren.

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