Emmerweizen, Halbes

Emmerweizen: Halbes Gluten, doppelt so viele Ballaststoffe

Veröffentlicht: 03.06.2026 um 15:09 Uhr, Redaktion boerse-global.de

MikrobÀckereien und alte Getreidesorten boomen. Studien belegen positive Effekte von Sauerteig und Ballaststoffen auf die Darmgesundheit.

Emmerweizen: Halbes Gluten, doppelt so viele Ballaststoffe Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de
Emmerweizen: Halbes Gluten, doppelt so viele Ballaststoffe Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Der Trend zu MikrobĂ€ckereien und traditionellen Herstellungsverfahren ist kein Zufall: SauerteigfĂŒhrung und alte Getreidesorten haben messbare Effekte auf die Verdauung.

Sauerteig erlebt ein Comeback

In ZĂŒrich schießen MikrobĂ€ckereien aus dem Boden. Betriebe wie die Collective Bakery oder die WIM Bakery positionieren sich bewusst als Gegenmodell zur Industrie. Sie setzen auf hochwertige, handwerkliche Produkte.

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Anfang Juni eröffnete in Kiel mit „The Grand Dough“ sogar ein Hotel fĂŒr Sauerteig-Starter. BĂ€ckermeister David Schöne bietet dort die professionelle Betreuung von Teigkulturen an. Die kontinuierliche Pflege dieser mikrobiologisch aktiven Kulturen ist entscheidend fĂŒr die QualitĂ€t des Brotes.

Auch international spielt Sauerteig eine zentrale Rolle. Die maltesische Insel Gozo wurde zur europÀischen Gastro-Destination 2026 ernannt. Besonders hervorgehoben wird das Sauerteig-Ringbrot Ftira, das zum UNESCO-Kulturerbe zÀhlt. Die lange Fermentation macht Getreideprodukte bekömmlicher.

Ballaststoffe schĂŒtzen den Darm

Das sogenannte „Fibremaxxing“ – also die Maximierung der Ballaststoffzufuhr – ist in aller Munde. Experten empfehlen 30 Gramm Ballaststoffe tĂ€glich. Das senkt das Risiko fĂŒr Herzerkrankungen, Diabetes und Darmkrebs.

In der Schweiz erreichen viele Menschen weniger als 20 Gramm pro Tag. Dabei zeigen Studien, wie wichtig Ballaststoffe sind. Forscher der UNLV fanden heraus, dass PhytinsĂ€ure (InsP6) aus Vollkorn, Bohnen und NĂŒssen ein spezifisches Protein aktiviert: HDAC3. Dieses Protein schĂŒtzt die Darmbarriere und kann einen durchlĂ€ssigen Darm reparieren. Die Ergebnisse wurden in Nature Communications veröffentlicht.

Alte Getreidesorten als Alternative

FĂŒr Menschen mit empfindlicher Verdauung werden alte Getreidesorten interessant. Khapli Atta (Emmerweizen) wird als Alternative zu modernem Weizen vermarktet. Die Unterschiede sind deutlich: Emmerweizen hat einen Glutengehalt von etwa 5,78 Prozent, moderner Weizen liegt bei rund 13 Prozent.

Gleichzeitig enthĂ€lt Emmer mehr Ballaststoffe: 7,8 Prozent gegenĂŒber 3,1 Prozent bei herkömmlichem Weizen. Diese Kombination kann Verdauungsbeschwerden lindern.

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Fermentation und Mikroflora

Die biochemischen Prozesse wĂ€hrend der Verdauung werden auch durch den pH-Wert beeinflusst. Forscher der MLU Halle-Wittenberg beobachteten, dass Proteine in saurem Milieu Wasser verlieren. Bei einem pH-Wert von 3,5 sind nur noch etwa 40 Prozent der ursprĂŒnglichen WasserhĂŒlle vorhanden. Die Ergebnisse wurden in PNAS veröffentlicht.

Experten empfehlen ergÀnzend probiotische Lebensmittel. Unpasteurisiertes Sauerkraut enthÀlt lebende MilchsÀurebakterien, die das Immunsystem stÀrken und den Cholesterinspiegel senken können. Ein Esslöffel tÀglich reicht aus, um die Darmgesundheit zu fördern.

Auch prĂ€biotische Stoffe wie Beta-Glucan dienen als Nahrung fĂŒr nĂŒtzliche Darmbakterien. Sie wirken modulierend auf das Immunsystem.

Die Kombination macht den Unterschied: SauerteigfĂŒhrung, ballaststoffreiche Urgetreidesorten und fermentierte Lebensmittel bilden eine zentrale SĂ€ule fĂŒr eine darmfreundliche ErnĂ€hrung.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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