Emotionsregulation: Sechs Termine in Bern helfen, Gefühle besser zu steuern
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 05:18 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie bewusste Auseinandersetzung mit eigenen Gefühlszuständen gewinnt im Kontext von Prävention und psychosozialer Unterstützung an Bedeutung. Strukturierte Gruppenangebote bieten Betroffenen einen geschützten Rahmen, um Strategien für den Umgang mit emotionalen Herausforderungen zu erlernen.
Ein konkretes Anwendungsbeispiel stellt die Fachstelle Bern des Blauen Kreuzes bereit, die ein vertiefendes Gruppenangebot zur gezielten Emotionsregulation organisiert hat.
Strukturierter Rahmen im Gruppenkontext
Das Gruppenangebot der Fachstelle Bern des Blauen Kreuzes findet an der Effingerstrasse 33 in 3008 Bern statt. Der Vertiefungskurs ist auf eine Gruppengröße von maximal 10 Personen ausgelegt und erstreckt sich über sechs Einheiten.
Als Termine sind der 04.11., 11.11., 18.11., 25.11., 02.12. und 09.12.2026 angesetzt. Die Sitzungen finden jeweils mittwochs von 17.00 bis 18.30 Uhr statt und dauern 90 Minuten.
Geleitet wird das Angebot gemeinsam von der Fachpsychologin Anja Müller und der Suchtberaterin Corine Gasser; als telefonische Anlaufstellen dienen die Rufnummern 031 828 80 00 sowie 031 311 11 56. Bei den Kosten wird differenziert: Für Patienten der Klinik Südhang erfolgt die Abrechnung über die Grundversicherung, während das Angebot über das Blaue Kreuz mit 10 CHF pro Sitzung beziehungsweise 60 CHF für die gesamte Kursdauer veranschlagt ist.
Werkzeuge zur Reflexion und Wahrnehmung
Über lokale Gruppenprogramme hinaus existieren vielfältige Ansätze, um emotionale Kompetenzen und Selbstwahrnehmung zu schulen. Die Plattform lebedeinleben.org betont in diesem Zusammenhang, dass Selbsterfahrung und Selbstreflexion die innere Heilung sowie emotionale Freiheit unterstützen.
Persönliches Wachstum entstehe durch das bewusste Erleben und Reflektieren von Alltagserfahrungen. Als konkrete Praktiken werden unter anderem das tägliche Schreiben einer DIN-A4-Seite sowie achtsame Pausen mit gezielter Körper- und Gefühlswahrnehmung genannt.
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Auch Bildungseinrichtungen entwickeln Instrumente zur Stärkung psychologischer Ressourcen. Die Hochschule Ruhr West zog nach zweijähriger Projektarbeit eine positive Bilanz zum sogenannten „Happy Kit“, das unter der Projektverantwortung von Prof.in Dr. Carolin Straßmann realisiert wurde.
Der digitale Werkzeugkoffer mit positiv-psychologischen Hilfsmitteln für Lehrende wurde in 16 Lehrveranstaltungen eingesetzt und erreichte potenziell über 1.000 Studierende; die Materialien bleiben als freie Bildungsmaterialien (Open Educational Resources) verfügbar.
Auf Ebene der Jugendhilfe stellt das Jugendamt Dortmund ein Gefühlskarten-Set bereit, das 39 Standardkarten und 80 ergänzende Emotionskarten umfasst. Diese sollen Kindern helfen, Emotionen im Morgenkreis, in Einzelgesprächen oder bei Gruppenaktivitäten zu erkennen und zu benennen.
Innerer Dialog und persönliche Grenzen
Ein weiterer Aspekt der Emotionsregulation betrifft die kognitiven Muster und den Umgang mit Belastungen. Die Techniker Krankenkasse verweist darauf, dass Selbstfürsorge auch die Gestaltung des inneren Dialogs beinhaltet.
Da Selbstkritik meist erlernt und somit veränderbar sei, trage ein wohlwollender Umgang mit sich selbst zur Stabilität bei; laut Studien erhöhe Selbstmitgefühl die Belastbarkeit sowie die Entscheidungsfähigkeit. Als Handlungsempfehlungen gelten das Einordnen von Fehlern, das tägliche Festhalten eines Erfolgs sowie ein kurzer körperlicher check bei aufkommender Selbstkritik.
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