EmpCo-Richtlinie: Grünes Marketing wird ab September streng reguliert
Veröffentlicht: 13.07.2026 um 23:29 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Ab September 2026 wird grünes Marketing streng reguliert.
EmpCo-Richtlinie setzt Unternehmen unter Zugzwang
Die EU-Richtlinie „Empowering Consumers for the Green Transition“ (EmpCo) tritt am 27. September 2026 in Kraft. Sie stellt neue Anforderungen an sogenannte Green Claims, Klimaaussagen und Nachhaltigkeitslabels. Unternehmen müssen ökologische Werbeversprechen künftig nachvollziehbar und belastbar belegen.
Die Vorbereitung auf diese Änderungen erfordert die Identifikation von Risikobereichen und die Implementierung strukturierter Prozesse. Dienstleister wie LRQA haben bereits Leitfäden veröffentlicht, die Firmen bei der Umsetzung unterstützen sollen.
ISO-Zertifikate boomen – vom Stromkonzern bis zur Eventagentur
Immer mehr Betriebe setzen auf internationale Normen, um den neuen Transparenzanforderungen gerecht zu werden. Die mobilezone holding AG erhielt heute die ISO 14001:2015-Zertifizierung für ihr Umweltmanagementsystem. CFO Bernhard Mächler bezeichnete den Schritt als Signal für die nachhaltige Ausrichtung der Gruppe. Der Nachhaltigkeitsbericht für 2025 basiert erstmals auf der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD).
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Auch im Energiesektor zeigt sich der Trend. Die Meralco PowerGen Corporation sicherte sich gleich drei ISO-Zertifikate für ihre Standorte im Bereich erneuerbare und thermische Energieerzeugung. CEO Emmanuel V. Rubio sprach von einer Stärkung der Unternehmensführung.
Im Eventmanagement vergab der TÜV SÜD das erste ISO 20121-Zertifikat in Deutschland an die Agentur marbet. Geschäftsführer Tobias Rieger erklärte, das System integriere Nachhaltigkeit wirksam in den operativen Projektalltag. Auch hier wird der direkte Bezug zur EmpCo-Richtlinie hergestellt, die ab Herbst die rechtlichen Rahmenbedingungen verschärft.
Soziale Verantwortung rückt in den Fokus
IsoEnergy Ltd. veröffentlichte heute seinen Nachhaltigkeitsbericht für 2025 mit spezifischen Kennzahlen zur sozialen Verantwortung. Demnach gingen 46 Prozent der kanadischen Explorationsausgaben an indigene Unternehmen. Die indigene Beschäftigungsquote in Québec liegt bei 78 Prozent. CEO Philip Williams bekräftigte das Ziel eines verantwortungsvollen Wachstums.
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Die Kräuter Mix GmbH setzt weiterhin auf das europäische EMAS-System. Das Unternehmen veröffentlichte gestern seinen aktuellen Nachhaltigkeitsbericht und bestätigte damit die erfolgreiche Rezertifizierung.
Neues Zertifikat für Bestandsquartiere
Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) veröffentlichte heute ein neues Zertifizierungssystem für Bestandsquartiere. Der Kriterienkatalog umfasst 15 Punkte und bewertet neben dem Ist-Zustand vor allem die Ableitung von Transformationsstrategien. Der Fokus liegt auf Klima, Energie, Klimaanpassung und sozialen Aspekten.
Für den 16. Juli ist eine digitale Informationsveranstaltung geplant. Dort werden Details des neuen Bewertungssystems sowie Fördermöglichkeiten etwa durch die KfW erläutert.
Nachhaltigkeit entwickelt sich damit vom freiwilligen Engagement zur harten geschäftlichen Notwendigkeit. Standardisierte Systeme und regulatorische Fristen geben den Takt vor.
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