Eney von MacPaw: Neuer KI-Assistent für Mac und iPhone arbeitet lokal
Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 01:12 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer Softwareentwickler MacPaw hat mit Eney einen proaktiven KI-Assistenten für macOS und iOS vorgestellt. Die Ursprünge der Anwendung reichen bis in das Jahr 2019 zurück, als das Projekt als Erweiterung mit natürlicher Sprachverarbeitung für die Wartungssoftware CleanMyMac begann.
Berichten mehrerer Branchenmedien vom 15. Oktober 2026 zufolge zielt die nun eigenständige Software darauf ab, tägliche Arbeitsabläufe auf Apple-Geräten direkt im Systemkontext zu unterstützen.
Lokale Architektur und anpassbare Autonomie
Eney stellt das erste Produkt dar, das auf MacPaws eigenem KI-Stack aufbaut. Ein zentraler Bestandteil ist die sogenannte Mnemos-Speicherebene, die standardmäßig lokal auf den Geräten arbeitet. Externe Cloud-Abfragen erfolgen ausschließlich nach ausdrücklicher Zustimmung durch die Nutzer.
Zudem bietet das System einen geschützten Datenspeicher mit optionaler Absicherung über Touch ID sowie eine automatische Schwärzung sensibler Informationen vor der Weitergabe an Sprachmodelle. Die Mnemos-Ebene verwaltet dabei lediglich das Gedächtnis des Assistenten und greift nicht eigenständig auf Dateien oder fremde Programme zu.
Die Mnemos-Architektur setzt auf Liquid Foundation Models auf, die MacPaw in Kooperation mit Liquid AI speziell für Apple-Silicon-Prozessoren entwickelte.
In internen Referenzläufen im September 2026 erzielte das Speichersystem laut Herstellerangaben eine Genauigkeit von 89,0 Prozent im Benchmark LongMemEval-S mit 500 Testfragen sowie eine Trefferquote von 100 Prozent beim Abruf innerhalb einzelner Sitzungen im Vergleich zu Systemen wie mem0, Zep Graphiti und MemOS. Die Auswertung der Antworten erfolgte dabei durch GPT-5 und einen Gemini-Prüfmechanismus.
Um Fehlhandlungen zu vermeiden, holt der Assistent standardmäßig vor dem Versenden, Ändern oder Verschieben von Elementen eine Bestätigung ein. Der Grad der Autonomie lässt sich den individuellen Anforderungen anpassen.
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Funktionsumfang von Schreibhilfen bis zur Systemwartung
Der Assistent vereint Textwerkzeuge, Workflow-Automatisierungen und Diagnosefunktionen. Über die Funktion Eney Wand können Nutzer Textbefehle direkt ansteuern, indem der Mauszeiger über einem markierten Text geschüttelt oder ein Tastenkürzel wie Option+W beziehungsweise ein doppelter Anschlag der Option-Taste betätigt wird.
Mit Eney Spell steht eine Grammatik- und Rechtschreibprüfung für Apple Mail, Slack, Notizen sowie Webbrowser bereit. Darüber hinaus fertigt das Werkzeug Transkriptionen von Besprechungen an und bietet vorgefertigte Arbeitsabläufe für Morgenübersichten, Tagesplanungen und Wochenrückblicke.
Aus der Historie von MacPaw stammt zudem die Integration von Systemwarnungen bei drohender Speicherknappheit, hoher Systemlast oder Anwendungsabstürzen.
Eney bindet Dienste wie Apple Mail, Kalender und Erinnerungen ebenso ein wie Gmail, Google Calendar, Google Drive, Slack, Notion, Jira und Linear. Die Anwendung unterstützt acht Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, brasilianisches Portugiesisch, Spanisch und Ukrainisch.
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Systemvoraussetzungen und Preisstruktur
Für den Betrieb auf dem Mac setzt Eney einen Apple-Silicon-Chip sowie macOS 15 oder neuer voraus. Die iPhone-Variante steht im App Store bereit. Ein Login über die Plattform Setapp ist auch ohne bestehende Mitgliedschaft möglich.
MacPaw bietet eine 14-tägige Testphase mit 10.000 Einheiten an KI-Guthaben an. Die reguläre Nutzung ist in drei monatliche Abonnementstufen unterteilt: Das Starter-Paket umfasst 10.000 Einheiten für 14,99 US-Dollar im Monat, der Boost-Tarif bietet 20.000 Einheiten für 29,99 US-Dollar und die Stufe Power beinhaltet 30.000 Einheiten für 49,99 US-Dollar monatlich. Nicht verbrauchte Einheiten verfallen am Monatsende.
Der Vorstoß adressiert eine Diskrepanz bei der tatsächlichen Arbeitsplatzintegration: Einer von MacPaw im Zeitraum Juli und August 2026 durchgeführten Umfrage unter US-amerikanischen Mac-Nutzern zufolge gaben zwar 81 Prozent an, in den vorangegangenen drei Monaten ein KI-Werkzeug genutzt zu haben, doch lediglich 39 Prozent bezeichneten KI als fest in ihre tägliche Arbeitsweise eingebunden.
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