Erdnussallergie: 84% der Kinder entwickeln Toleranz durch neue Therapie
Veröffentlicht: 21.06.2026 um 15:51 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Die schwedische SMACHO-Studie belegt: 84 Prozent der Probanden entwickelten eine Toleranz gegenüber mehr als 750 Milligramm Erdnussprotein. Im Mittel vertrugen die Kinder sogar 5.000 Milligramm – das entspricht etwa 18 Erdnüssen.
Die im Lancet Regional Health veröffentlichte Studie des Karolinska Instituts liefert beeindruckende Sicherheitsdaten. Schwere Nebenwirkungen traten nur bei 0,7 Prozent der verabreichten Dosen auf. Die meisten Reaktionen blieben leicht.
Fruchtbarkeit erhalten: Neue Verfahren für krebskranke Kinder
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Auch die Reproduktionsmedizin macht Fortschritte. An der Klinik Innsbruck führten Ärzte erstmals in Österreich Verfahren zur Kryokonservierung von Eierstockgewebe bei Kindern unter zehn Jahren durch. Darunter war eine vierjährige Patientin. Eine begleitende Studie untersucht nun die langfristigen Auswirkungen.
Streit um Homöopathie: Regierung plant Kürzungen
Die geplante Streichung der Homöopathie als Kassenleistung sorgt für politischen Zündstoff. Ein Gesetzentwurf des Gesundheitsministeriums sieht das Aus für die Erstattung vor – mangels wissenschaftlicher Evidenz. Die Einsparungen: rund 50 Millionen Euro jährlich. Union und SPD wollen das Verfahren bis zur Sommerpause abschließen, der Bundestag entscheidet voraussichtlich Ende Juni.
Dagegen formiert sich Widerstand. Der Deutsche Zentralverband homöopathischer Ärzte veröffentlichte im Juni einen offenen Brief. Prominente Unterzeichner wie Winfried Kretschmann, Malu Dreyer und Ex-Innenminister Otto Schily fordern den Erhalt der Wahlfreiheit. Eine Petition sammelte bereits über 100.000 Unterschriften.
Der Medizinische Dienst hält dagegen: Von 61 untersuchten individuellen Gesundheitsleistungen zeigten nur drei einen klaren Nutzen.
Orthomolekulare Therapie: Kein Anspruch auf Kassenleistung
Das Landessozialgericht Stuttgart stellte bereits im August 2024 klar: Ambulante orthomolekulare Therapien mit Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln gehören nicht zum GKV-Leistungskatalog. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) erkennt diese Mittel nicht an – also kein Anspruch auf Kostenübernahme (Az. L 4 KR 3734/21).
Warnung vor unseriösen Methoden
Mediziner schlagen Alarm: Eine Klinik in Hanoi führt manipulative Eingriffe an Kopf und Hals bei Kindern mit Sprachverzögerungen durch – ohne wissenschaftliche Grundlage. Das Gesundheitsamt prüft die Zulassung.
Auch bei Ernährung ist Vorsicht geboten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor geschroteten Leinsamen für Kleinkinder. Grund: natürliche Blausäure-Vorstufen. Für ältere Kinder gilt eine Höchstmenge von vier Gramm pro Tag.
Musik gegen Schmerzen: Kurze Einheiten helfen
Neben Medikamenten gewinnen unterstützende Therapien an Bedeutung. Musiktherapeuten empfehlen bei Schmerzen die Kombination aus visuellen Reizen und Lieblingsmusik. Bereits ein bis zwei Minuten können die Schmerzreduktion fördern – besonders in Verbindung mit synchronen Bewegungen wie Fußtippen.
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Teddykrankenhaus: 570 Kinder verlieren die Angst
Projekte wie das Teddykrankenhaus in Darmstadt bauen Ängste vor Arztbesuchen ab. Im Juni besuchten über 570 Kinder die Aktion. Solche Konzepte ergänzen die Versorgung bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes. Bei Hitze raten Experten zu verstärkten Kontrollen und besonderen Vorsichtsmaßnahmen bei der Ernährung.
Für seltene Leiden wie das Sanfilippo-Syndrom oder die Leukodystrophie Typ H-ABC gibt es keine Heilung. Initiativen konzentrieren sich auf die Finanzierung weiterer Forschung – durch Spendenläufe und Stiftungen.
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