ErnÀhrung, Medikamente

ErnÀhrung schlÀgt Medikamente: 81% Erfolg bei Reflux

Veröffentlicht: 08.07.2026 um 23:31 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Neue Forschung zeigt: Bei Reflux wirkt ErnÀhrungsumstellung besser als Pillen. Zudem liefern Studien Erkenntnisse zu Statin-Nebenwirkungen und PrÀvention.

Studien: ErnĂ€hrung schlĂ€gt Medikamente bei Reflux und schĂŒtzt das Gehirn
Eine Nahaufnahme eines gesunden Essens mit frischem Obst, GemĂŒse und magerem Eiweiß auf einem modernen Teller. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Gleichzeitig liefern Forscher neue Erkenntnisse, warum Statine Nebenwirkungen verursachen.

Bessere Werte bei Übergewichtigen – dank Medikamenten

Eine große Analyse des NCD-RisC-Netzwerks in The Lancet zeigt einen ĂŒberraschenden Trend: Bei ĂŒber 40-JĂ€hrigen mit Adipositas nĂ€hern sich Blutdruck- und Cholesterinwerte zunehmend denen Normalgewichtiger an. Die Forscher werteten Daten aus sieben LĂ€ndern von 1990 bis 2024 aus.

Der Grund: der verstĂ€rkte Einsatz von PrĂ€ventivmedikamenten. In den USA und England nehmen demnach 70 bis 72 Prozent der MĂ€nner mit einem BMI ĂŒber 35 Statine ein. Bei jĂŒngeren Erwachsenen unter 40 Jahren blieb eine vergleichbare Verbesserung dagegen aus.

Parallel dazu prĂ€sentierte ein Team der UniversitĂ€t Duisburg-Essen und des Uniklinikums DĂŒsseldorf ein neues Screening-Verfahren. Das NIRS-CO2-Verfahren nutzt ein CO2-angereichertes Wasserbad, um die GefĂ€ĂŸweitung zu stimulieren. Der gemessene Wert „Time to Intersection“ (TTI) erkennt endotheliale Fehlfunktionen frĂŒher als bisherige Standardmethoden – etwa bei Diabetes, Bluthochdruck oder peripherer arterieller Verschlusskrankheit.

ErnĂ€hrung schlĂ€gt Medikamente – zumindest beim Reflux

Eine aktuelle Kohortenstudie in JAMA liefert bemerkenswerte Ergebnisse: Bei laryngopharyngealem Reflux (LPR) erwies sich eine ErnĂ€hrungsumstellung als wirksamer als die klassische Medikamententherapie. Nach drei Monaten mit eiweißreicher, fett- und zuckerarmer Kost sowie Stressreduktion sprachen 81 Prozent der Teilnehmer positiv an. Bei der Behandlung mit Protonenpumpenhemmern (PPI) waren es nur 56,3 Prozent.

Gleichzeitig warnen Experten vor hochverarbeiteten Lebensmitteln (Ultra-Processed Foods, UPFs). Eine Untersuchung im British Medical Journal bringt deren Konsum mit 32 verschiedenen Erkrankungen in Verbindung – darunter Herzinfarkt und Adipositas. Fachleute der CharitĂ© betonen, dass diese Produkte oft kritische Mengen an Salz, Zucker und gesĂ€ttigten FettsĂ€uren enthalten.

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Die aktuelle JAMA-Studie zeigt: Mit der richtigen ErnĂ€hrung können 81 % der Reflux-Patienten ihre Beschwerden deutlich lindern – oft ohne Medikamente. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, welche Lebensmittel helfen und welche Sie meiden sollten. Jetzt kostenlosen ErnĂ€hrungsplan anfordern

Auch SĂŒĂŸstoffe stehen im Fokus: Ein Review der Tufts University analysierte 21 randomisierte kontrollierte Studien. Das Ergebnis: Aspartam, Sucralose und Co. können das NĂŒchterninsulin und den HbA1c-Wert erhöhen sowie die Insulinempfindlichkeit verschlechtern. Als mögliche Ursache vermuten die Forscher VerĂ€nderungen des Darmmikrobioms.

Neue Erkenntnisse zu Statin-Nebenwirkungen

In der Grundlagenforschung liefert die LMU MĂŒnchen neue Einblicke in die Entstehung von Atherosklerose. Eine Studie identifizierte eine duale Rolle von Makrophagen in GefĂ€ĂŸplaques: Fettfreie Makrophagen beseitigen zwar ZelltrĂŒmmer, können aber gleichzeitig das Endothel schĂ€digen. Das MolekĂŒl miR-147 könnte hier einen neuen therapeutischen Ansatz bieten – es begrenzt die Bildung von Cholesterinkristallen und Plaques.

Eine Studie der McMaster University in Science Advances erklĂ€rt zudem, warum Statine so hĂ€ufig Muskelbeschwerden verursachen. Demnach stören die Medikamente die Isoprenylierung in Muskelzellen und aktivieren entzĂŒndliche Prozesse ĂŒber das NLRP3-Inflammasom. Diese Erkenntnis könnte die Entwicklung vertrĂ€glicherer Lipidsenker ermöglichen.

Vielfalt auf dem Teller schĂŒtzt das Gehirn

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Daten des American Gut Project mit ĂŒber 10.000 Teilnehmern zeigen: Wer mehr als 30 verschiedene pflanzliche Lebensmittel pro Woche isst, hat eine vielfĂ€ltigere Darmflora. Das wiederum wirkt sich positiv auf die gesamte Stoffwechselgesundheit aus.

Eine prospektive Studie in JAMA Network Open deutet zudem darauf hin, dass eine antientzĂŒndliche ErnĂ€hrung das Demenzrisiko senken kann. Senioren, die konsequent auf entzĂŒndungsfördernde Nahrungsmittel verzichteten, erkrankten seltener an Alzheimer – selbst wenn spezifische Biomarker bereits erhöht waren. Fachleute raten auch zur moderaten Integration bestimmter SĂ€fte wie Tomatensaft (Lycopin), betonen aber: Ganze FrĂŒchte sind aufgrund ihres Ballaststoffgehalts grundsĂ€tzlich zu bevorzugen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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