Hilfe, Selbstschutz

Erste Hilfe mit Selbstschutz: DRK bietet kostenlose Kurse in Nuthetal an

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 03:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kurse, Schulprojekte und betriebliche Konzepte stÀrken Vorsorge, Krisenkompetenz und psychische StabilitÀt.

Selbstschutz und Erste Hilfe: Kommunen und Schulen bauen Angebote aus
Ein ordentlich eingerichtetes Vorratsregal mit haltbaren Lebensmitteln und WasserbehĂ€ltern in einer hellen KĂŒche. Illustration mit AI erstellt.

Regionale Bildungszentren und kommunale Initiativen setzen verstĂ€rkt auf Schulungsangebote, die klassische Erste-Hilfe-Maßnahmen mit gezielten Selbstschutzinhalten verknĂŒpfen.

Ziel dieser Programme ist es, die Bevölkerung auf Notlagen vorzubereiten und die psychische HandlungsfĂ€higkeit in Belastungsmomenten zu festigen. Die Formate reichen von praktischer Notfallvorsorge im Alltag bis hin zu psychologischen Konzepten fĂŒr Betriebe und Bildungseinrichtungen.

Praktische Selbsthilfe und kommunale Vorsorgeangebote

In Brandenburg hat das DRK-Bildungszentrum Nuthetal ein kostenfreies Kursangebot fĂŒr Erste Hilfe mit Selbstschutzinhalten (EHSH) fĂŒr die Regionen Potsdam, Potsdam-Mittelmark und Havelland gestartet. Das vom Bundesamt fĂŒr Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) geförderte Projekt umfasst sechsstĂŒndige Einheiten in Nuthetal, deren Termine fĂŒr den 18. September 2026 und den 11. Dezember 2026 angesetzt wurden. Das Format richtet sich an Erwachsene, bietet auf Anfrage aber auch Inhalte fĂŒr Kinder ab fĂŒnf Jahren, Firmen und Schulen.

Ähnliche Schwerpunkte setzt das DRK in Mannheim mit zwei kostenlosen Vorsorgekursen im Ortsverein Mannheim-Nord. Die jeweils 90-minĂŒtigen Einheiten am 27. Oktober und 10. November richten sich an Personen ab 14 Jahren und vermitteln Grundlagen des Katastrophenschutzes, konkrete Krisenszenarien sowie materielle Notfallvorsorge auf Spendenbasis.

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Im Rems-Murr-Kreis beteiligen sich alle 31 StĂ€dte und Gemeinden an der gemeinsamen Kampagne „Sei bereit“. Im Fokus steht dabei die Empfehlung des BBK, VorrĂ€te fĂŒr eine zehntĂ€gige Selbstversorgung anzulegen oder schrittweise mit einem Drei-Tage-Vorrat zu beginnen.

Neben der Bevorratung von zwei Litern Trinkwasser pro Kopf und Tag rÀt die Initiative zu haltbaren Lebensmitteln, Notfallmedikamenten, batteriebetriebenen Radios sowie zur Nutzung digitaler WarnkanÀle wie NINA oder Cell Broadcast.

Schutzkonzepte in Schulen und zielgruppenspezifische Trainings

Auch im Bildungsbereich gewinnen Selbstschutzprogramme an Bedeutung. Die Kreisverwaltung und der DRK-Kreisverband Ahrweiler fĂŒhren im Schuljahr 2026/27 ihr modulares Projekt „Kleine HĂ€nde, große Taten“ fort.

Nach 18 Schulen im ersten Durchlauf nehmen nun 20 Schulen mit rund 100 Schulklassen teil. Gefördert durch die Kinderhilfsaktion „Herzenssache“, lernen die Kinder den Umgang mit Notrufen, das richtige Verhalten bei Sirenentönen und die Erstversorgung von Verletzten.

In Österreich setzt das Jugendrotkreuz Niederösterreich im Rahmen der Kampagne „Yellow September“ das landesweit geförderte Schulprojekt „Gemeinsam lösen wir's“ fort. Rotkreuz-PrĂ€sident Hans Ebner unterstrich in diesem Zusammenhang, dass sich jeder Mensch der Verantwortung bewusst sein sollte, im Ernstfall aktiv zu werden.

Zur körperlichen Selbstbehauptung stellt zudem die Initiative „Nicht mit mir“ von SPORTLAND Niederösterreich 270 geförderte PlĂ€tze an neun Standorten fĂŒr Frauen und MĂ€dchen ab 14 Jahren bereit, beginnend unter anderem in Purgstall an der Erlauf am 14. November 2026 und in Wimpassing im Schwarzatale am 4. Dezember 2026.

Betriebliche Resilienz und mentale Ersthilfe

Neben physischen Maßnahmen gewinnt die mentale Stabilisierung an Gewicht. Laut dem Beratungsunternehmen IBG dauern psychisch bedingte ArbeitsausfĂ€lle im Durchschnitt ĂŒber 36 Tage, bei LangzeitkrankenstĂ€nden rund 68 Tage. Das Unternehmen plĂ€diert daher dafĂŒr, psychische Krisen Ă€hnlich wie körperliche NotfĂ€lle mit betrieblichen Strukturen zu begegnen.

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Konzepte wie die Handlungsformel fĂŒr Sicherheit, Orientierung und Stabilisierung (SOS) sowie geschulte betriebliche Ersthelfer sollen eine BrĂŒckenfunktion bilden. Regina Nicham aus dem Bereich Arbeits- und Organisationspsychologie bei IBG hob hervor, dass Aufwendungen fĂŒr die psychische Gesundheit eine direkte Investition in die unternehmerische ZukunftsfĂ€higkeit darstellen.

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