Zugvögel, SĂŒden

Erste Zugvögel sind schon wieder gen SĂŒden aufgebrochen

23.08.2024 - 04:00:41 | dpa.de

Es mehren sich die Anzeichen, dass der Sommer bald endet. Eine Vogelart hat es besonders eilig, Deutschland wieder zu verlassen.

Mauersegler kommen jedes Jahr nur fĂŒr wenige Monate nach Hessen - sie ĂŒberwintern sĂŒdlich der Sahara. (Archivbild) - Foto: -/ukrin/dpa

Der Sommer endet kalendarisch erst am 22. September, doch die ersten Zugvögel sind von Deutschland aus schon wieder gen SĂŒden gestartet. Hierzu zĂ€hlen vor allem die Mauersegler: «Sie werden wohl keine mehr sehen», sagt Thomas Norgall vom Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Hessen. 

Die Zugvögel kommen jedes Jahr nur fĂŒr wenige Monate nach Deutschland zum BrĂŒten, bevor sie wieder in ihre Winterquartiere sĂŒdlich der Sahara aufbrechen. Wegen des Klimawandels tauchen sie allerdings inzwischen ein, zwei Wochen frĂŒher in Deutschland auf und fliegen entsprechend etwas spĂ€ter zurĂŒck nach Afrika.

«Mauersegler sind absolute Luftvögel», sagt BUND-Naturschutzreferent Norgall . «Sie schlafen, fressen und paaren sich sogar in der Luft. Die einzige Nahrung der schwarz-braun gefiederten FlugkĂŒnstler sind Fluginsekten.»

Schnell wie ein Sportwagen

Auch wenn die bis zu 200 Kilometer pro Stunde schnellen, wendigen Mauersegler den Schwalben bei Flugsilhouette und Jagdverhalten her Ă€hneln, sind sie nicht miteinander verwandt. Schwalben sind Singvögel, wĂ€hrend Mauersegler der Ordnung Seglervögel angehören. «Auch die ersten Schwalben machen sich schon auf den Weg in den SĂŒden», ergĂ€nzt Norgall. 

Ebenso sammeln sich bereits Störche fĂŒr den gemeinsamen Aufbruch zu ihren sĂŒdlichen Winterquartieren. «Man sieht jetzt mehr von ihnen, weil nun auch die Jungen dabei sind», erklĂ€rt der BUND-Experte. Manche Störche blieben jedoch im Zuge des Klimawandels auch im Winter in Deutschland. Sie bauen ihre Nester hĂ€ufig auf Schornsteinen, DĂ€chern, Masten und KirchtĂŒrmen und ernĂ€hren sich hauptsĂ€chlich von MĂ€usen, RegenwĂŒrmern und Insekten.

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