EU-Kommission, Smartwatches

EU-Kommission lenkt ein: Smartwatches bleiben ohne Akku-Pflicht

Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 18:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die EU-Kommission nimmt Wearables wie Smartwatches von der Akku-Pflicht aus. Grund sind technische HĂĽrden bei der Wasserdichtigkeit.

EU-Kommission: Keine wechselbaren Akkus fĂĽr Smartwatches und Co.
Nahaufnahme eines Apple Watch-Zifferblatts mit einem Wassertropfen auf dem Bildschirm, das die Wasserbeständigkeit des Geräts zeigt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Smartwatches und Fitness-Tracker müssen keine wechselbaren Akkus bekommen – die EU-Kommission lenkt ein.

Brüssel, 18. Juli 2026 – Die Europäische Kommission hat am Dienstag eine überraschende Kehrtwende vollzogen: Wearables wie Smartwatches, Fitnesstracker und Smart Glasses bleiben von der geplanten Pflicht zu austauschbaren Akkus verschont. Auch elektrische Zahnbürsten fallen unter die Ausnahmeregelung. Der Grund: Die technischen Hürden sind schlicht zu hoch.

Miniaturisierte Geräte müssen wasserdicht bleiben – und das verträgt sich kaum mit herausnehmbaren Batterien. Für die Apple Watch bedeutet das: Die aktuelle Bauweise mit ihrem speziellen Water Lock-Feature bleibt vorerst unangetastet.

So funktioniert der Wasserschutz der Apple Watch

Das Water Lock-Feature ist seit der Apple Watch Series 2 fester Bestandteil jedes Modells. Es erfüllt zwei Aufgaben gleichzeitig: Es verhindert Fehleingaben und sorgt dafür, dass das Gerät nach dem Kontakt mit Wasser wieder trocken wird.

Aktiviert wird die Funktion über das Kontrollzentrum. Sobald sie läuft, wird der Touchscreen deaktiviert. So wird verhindert, dass Wasserdruck als Fingertipp fehlinterpretiert wird – egal ob beim Schwimmen, Duschen oder im Regen. Bei den Modellen Apple Watch Ultra und Ultra 2 reicht der Schutz sogar bis zum Tauchsport.

Nach der Wasseraktivität dreht der Nutzer die Digital Crown, um das Gerät zu entsperren. Dabei erzeugt die Uhr eine spezielle akustische Frequenz: Die Lautsprechermembran vibriert rasant und schleudert Wasser aus den Öffnungen. Die Tonqualität ist danach wieder einwandfrei.

Anzeige

Die technologische Entwicklung von Wearables und KI-Anwendungen unterliegt immer strengeren europäischen Regeln. Welche rechtlichen Pflichten und neuen Bedrohungen Unternehmer durch aktuelle KI-Gesetze jetzt kennen müssen, klärt dieser kostenlose Report auf. Neue KI-Gesetze und Cyberrisiken: Was jetzt wichtig wird

Reparatur: Apple setzt weiter auf Profis

So clever die Technik auch ist – Wasserresistenz ist kein Dauerzustand. Mit der Zeit lassen die inneren Dichtungen nach. Anders als das Google Pixel Watch 4, das von iFixit mit 9 von 10 Punkten für seine Reparierbarkeit ausgezeichnet wurde (Schrauben statt Kleben, austauschbare Dichtungen), setzt Apple weiter auf den Service durch Fachpersonal.

Die EU-Entscheidung vom 14. Juli untermauert dieses Modell: Zwar müssen die Akkus nicht vom Nutzer selbst gewechselt werden können, aber ein professioneller Austausch bleibt Pflicht. So soll die Abdichtung der Geräte erhalten bleiben.

watchOS 27: KI-Fortschritt mit Nebenwirkungen

Parallel zu den regulatorischen Entwicklungen treibt Apple die Software seiner Uhren voran. Seit Juli 2026 läuft die öffentliche Beta von watchOS 27. Der Fokus liegt auf Stabilität und einer verbesserten Herzfrequenzmessung – die Daten sollen schneller und zuverlässiger sein.

Doch die neue Version hat auch Schattenseiten. Die integrierte Siri-KI stellt hohe Anforderungen an die Hardware. Deshalb fliegen die erste Apple Watch Ultra und die SE 2 (beide von 2022) aus dem Unterstützungsprogramm. Zudem verschwinden die eigenständige Walkie-Talkie-App und mehrere „Wo ist?"-Unterapps – sie werden in einer einzigen, kartenbasierten Anwendung zusammengefasst.

Anzeige

Da KI-Systeme in immer mehr Alltagsgeräte einziehen, verschärft die EU die Anforderungen an deren Dokumentation und Sicherheit. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden zum EU AI Act verschafft Ihrer IT-Abteilung den nötigen Überblick über alle neuen Risikoklassen und Pflichten. EU AI Act in 5 Schritten verstehen – jetzt Leitfaden sichern

Die finale Version von watchOS 27 wird für September 2026 erwartet. Zeitgleich verschärft sich der Druck auf die App-Ökosysteme: Erst am Donnerstag forderte die Staatsanwaltschaft von San Francisco per Unterlassungsverfügung die Entfernung bestimmter KI-gestützter Anwendungen aus den Stores der großen Plattformbetreiber.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69797507 |