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Eurobarometer: 38 Prozent treiben mehrmals pro Woche Sport

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 14:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eurobarometer-Daten zeigen mehr regelmäßigen Sport und aktives Pendeln in der EU. In Österreich erreichen 23,6 Prozent beide WHO-Bewegungsziele.

Europäische Woche des Sports: Mehr Bewegung, doch Hürden bleiben
Ein leerer, sonnendurchfluteter Parkweg in einer Grünanlage, der zum Sporttreiben einlädt. Illustration mit AI erstellt.

Die Förderung der körperlichen Aktivität steht im Zentrum grenzüberschreitender Bemühungen, um die Gesundheit der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern. Ein zentrales Element dieser Strategie ist die Europäische Woche des Sports, die 2015 von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen wurde.

Seit 2016 fungiert der Deutsche Turner-Bund (DTB) als nationaler Koordinator für die Umsetzung in Deutschland. Unter dem Motto „#BeActive Your Way“ zielt die Kampagne darauf ab, Menschen unabhängig von Alter oder Herkunft für Sport zu begeistern.

Eurobarometer-Daten zeigen positive Entwicklung beim Bewegungsverhalten

Begleitend zu den Initiativen liefert die sechste Eurobarometer-Sonderumfrage zu Sport, für die 26.508 Personen befragt wurden, detaillierte Einblicke in das Verhalten der EU-Bürger.

Die Ergebnisse deuten auf einen Aufwärtstrend hin: Demnach treiben 38 % der Befragten mehrmals pro Woche Sport, was einem Anstieg von 6 Prozentpunkten gegenüber dem Jahr 2022 entspricht. Rund 9 % gaben an, fast täglich aktiv zu sein. Der Anteil derer, die nie Sport treiben, sank von 45 % im Jahr 2022 auf 39 %.

Bei den Motiven für sportliche Betätigung rangiert die körperliche Gesundheit mit 44 % an erster Stelle, gefolgt von Entspannung (39 %) und psychischer Gesundheit (26 %). Parks und öffentliche Freiflächen bleiben mit 47 % die bevorzugten Orte für körperliche Aktivität.

Auffällig ist der deutliche Zuwachs beim aktiven Pendeln, das von 24 % im Jahr 2022 auf 37 % stieg. Als größte Hindernisse für mehr Bewegung identifizierten die Befragten Zeitmangel (37 %) und fehlende Motivation (26 %).

Koordinierte Maßnahmen und staatliche Förderung in Deutschland

In Deutschland erfährt die Kampagne im Jahr 2026 zusätzliche Unterstützung durch eine Förderung des Bundeskanzleramts. DTB-Vorständin Dr. Michaela Werkmann betonte in diesem Zusammenhang, dass der Erfolg der Initiative daran zu messen sei, ob Bewegung über den Aktionszeitraum hinaus ein fester Bestandteil des Alltags bleibe.

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Das Programm umfasst bundesweite Angebote in Vereinen, Schulen und Kommunen, die auf einer digitalen Landkarte sowie durch spezielle Formate wie die #BeActive Team Challenge flankiert werden.

Parallel dazu initiiert der Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV) die Aktion „United let's move.“. Zum Auftakt wurde ein parlamentarisches Workout am Berliner Spreeufer unter der Schirmherrschaft von Aydan Özoguz MdB durchgeführt, an dem auch Staatsminister Ronald Rauhe teilnahm.

Mehrere Tausend Fitness- und Gesundheitsanlagen in Deutschland und Österreich ermöglichen in diesem Rahmen Nicht-Mitgliedern einen kostenlosen Zugang zu Trainingsflächen.

Regionale Schwerpunkte und internationale Beteiligung

Auf regionaler Ebene zeigt sich eine hohe Dichte an Aktivitäten, etwa im Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main. Der Sportkreis Frankfurt, der 416 Vereine mit rund 371.000 Mitgliedern vertritt, organisiert im Rahmen der Aktionswoche über 350 Angebote.

Ein zentraler Bestandteil ist das FamilienSportFest in Frankfurt-Nied, das unter anderem Sportarten wie Rugby, Quadball und Street Racket präsentiert. Die Eröffnung erfolgt durch Mathias Beck und Roland Frischkorn.

International wird die Kampagne ebenfalls breit getragen. In Ungarn koordiniert der Nationale Verband für Schüler-, Studenten- und Freizeitsport (NDHSZ) über 1.860 Bewegungsprogramme. Ein grenzüberschreitendes Ereignis stellt zudem die EURORANDO 2026 im deutsch-tschechischen Erzgebirge dar. Rund 1.500 Teilnehmer aus 17 Ländern kamen in Oberwiesenthal zusammen, um die Eröffnung durch Bürgermeister Jens Benedict zu begleiten.

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Herausforderungen und Zielsetzungen in Österreich

Trotz der vielfältigen Initiativen verdeutlichen statistische Daten den weiterhin bestehenden Handlungsbedarf. In Österreich belegen Zahlen von Statistik Austria, dass lediglich 23,6 % der 18- bis 64-Jährigen die kombinierten WHO-Ziele für Ausdauer und Muskelkräftigung erfüllen.

Während 46,6 % die Ausdauerempfehlungen erreichen, liegt der Wert bei der Muskelkräftigung bei 30,7 %. Als Reaktion darauf bündelt die Initiative „50 Tage Bewegung“ verschiedene Angebote, die Ende Oktober mit einer zentralen Veranstaltung in Wien abschließen.

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