Excel, Copilot

Excel Copilot: Microsoft bringt Echtzeit-Finanzdaten im Juli

30.06.2026 - 00:34:49 | boerse-global.de

Microsoft stattet Excel mit KI-Funktionen und Echtzeit-Finanzdaten aus. Neue Copilot-Features zielen auf Profis und Analysten.

Microsoft Excel: KI-Update mit Copilot und neuen Finanz-Features
Excel - Hand zeigt auf einen Computerbildschirm mit Excel-Tabelle, Formeln, Daten, Binärcode und KI-Symbolen. 30.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Neue KI-Funktionen und clevere Methoden zur Datenverarbeitung verändern die Arbeit mit Excel grundlegend – besonders für Finanzexperten und Datenanalysten.

Dummy-Variablen: Kategorien clever codieren

Wer mit statistischen Modellen arbeitet, kennt das Problem: Qualitative Daten wie „Branche“ oder „Region“ lassen sich nicht direkt verarbeiten. Die Lösung sind sogenannte Dummy-Variablen – binäre Platzhalter, die Werte mit 1 oder 0 codieren. Coursera hat am Montag aktualisierte Anleitungen veröffentlicht, wie Anwender diese in Excel erstellen.

Der Standardweg führt über die WENN-Funktion: Die Formel =WENN([Zelle]="[Text]"; 1; 0) weist einer Kategorie den Wert 1 zu, allen anderen 0. Für Testzwecke eignet sich die =ZUFALLSMATRIX-Funktion. Noch komfortabler wird es mit Microsoft Copilot: Das KI-Tool automatisiert die Kategorisierung auf Knopfdruck.

Drei neue Features für Finanzprofis

Am Samstag stellte Microsoft drei bedeutende Erweiterungen für Excel Copilot vor. Sie richten sich gezielt an Finanzfachleute und umfassen „Skills“, „Pläne“ sowie die Anbindung externer Datenquellen.

Skills erlauben die Definition komplexer, vordefinierter Prozesse – etwa Discounted-Cashflow-Modelle (DCF). Pläne zeigen eine Vorschau der Aufgabenliste, bevor die KI loslegt. Das schafft Transparenz, bevor der Befehl ausgeführt wird.

Die externe Datenintegration ist der vielleicht spannendste Punkt: Microsoft hat Partnerschaften mit Moody's, CB Insights, Morningstar und PitchBook geschlossen. Realtime-Finanzdaten fließen direkt ins Tabellenblatt – ein Quantensprung für Analysten.

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Custom Skills sind zunächst nur im Insider-Kanal verfügbar. Der öffentliche Release ist für Juli vorgesehen. Die Preise: 30 Euro pro Nutzer und Monat für Großunternehmen, 21 Euro für kleine und mittlere Betriebe.

KI-Assistenten erobern die Tabellen

Ein wachsender Trend: Immer mehr Anwender verbinden externe Sprachmodelle wie ChatGPT oder Claude mit Excel und Google Sheets. Über APIs, Browser-Erweiterungen oder Automatisierungsplattformen entstehen Workflows für Formelgenerierung, Datenbereinigung und automatisierte Berichte. Insider berichten, dass Claude besonders bei langen Zusammenfassungen und der Analyse großer Dokumente glänzt.

Cleverer Trick für saubere Tabellen

Für bessere Übersichtlichkeit in komplexen Arbeitsmappen empfehlen Experten einen einfachen Kniff: Ersetzen Sie traditionelle Excel-Kommentare durch Datenüberprüfungs-Eingabemeldungen. Der Weg führt über das Menü „Datenüberprüfung“. Dort erstellte Pop-up-Meldungen erscheinen nur bei Auswahl einer Zelle – Schluss mit überlappenden Textfeldern und roten Indikatoren.

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Bildungsoffensive und technische Umstellung

JetBrains hat gemeinsam mit Coursera ein „Course Creators Program“ gestartet. Ziel ist die Verzahnung von Online-Lernen und professioneller Entwicklung. Dozenten können Programmierübungen direkt in professionelle Tools einbetten – praktische Erfahrung für KI-Zertifizierungen inklusive.

Eine wichtige technische Änderung betrifft Nutzer von Cloud-Datenlagern wie Amazon Redshift: Die Unterstützung für Python-basierte User-Defined Functions (UDFs) endet heute. Betreiber großer Systeme mit bis zu 1.600 Spalten müssen ihre Tabellenstrukturen und Sortierschlüssel überprüfen.

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