Excel-Revolution: Claude, Gemini und ArcGIS rüsten 750 Mio. Nutzer auf
10.06.2026 - 00:15:31 | boerse-global.de
Claude von Anthropic zieht in Excel ein
Auf der Microsoft Build 2026 kündigte der Softwarekonzern die Integration von Anthropics Claude in den neuen „Agent Mode“ für Excel an. Das KI-Modell hilft nun beim Schreiben komplexer Formeln, beim Bereinigen von Datensätzen und bei der Automatisierung von Arbeitsabläufen – direkt in der Tabellenkalkulation.
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Die Abrechnung erfolgt token-basiert. Die Integration ist Teil der Microsoft Foundry-Plattform, die mittlerweile über 11.000 verschiedene KI-Modelle für Unternehmen und Entwickler bereithält. Für die rund 750 Millionen Excel-Nutzer weltweit eröffnet sich damit eine neue Dimension der Datenverarbeitung.
Google NotebookLM: Forschung direkt ins Tabellenformat
Einen Tag später, am 8. Juni 2026, zog Google nach. Der Konzern veröffentlichte ein umfangreiches Update für NotebookLM, sein KI-gestütztes Recherche- und Notiztool. Die Plattform setzt nun auf die Modelle Gemini 3.5 und Antigravity.
Der Clou: NotebookLM exportiert Forschungsergebnisse jetzt direkt als Excel-Dateien (.xlsx) und CSV – zusätzlich zu PowerPoint und PDF. Jedes Notebook erhält eine eigene, gesicherte Cloud-Umgebung für Code-Ausführungen. So kann die KI während der Recherche Daten analysieren und Code schreiben.
Eine weitere Neuerung: Nutzer können Projekte mit losen Ideen starten, die KI sucht dann über Google Search passende Quellen. Verfügbar ist das Update für Kunden von Google AI Ultra und Workspace Business.
Karten und Zeitreisen im Spreadsheet
Auch der Geodatenspezialist Esri mischt mit. Das Juni-Update von ArcGIS for Microsoft 365 bringt neue Funktionen speziell für ArcGIS for Excel. Nutzer können Karten nun farblich nach Attributen gestalten und eine dynamische Zeit-Animation abspielen.
Technisch neu sind manuelles Speichern, Undo-Funktion und Layer-Sperren. Dazu kommen ArcGIS-Geometriefunktionen, mit denen sich Punkte projizieren und Koordinaten direkt in Excel umwandeln lassen.
Datenfallen vermeiden: Experten warnen vor Power-Query-Falle
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Doch nicht alles ist eitel Sonnenschein. Branchenexperten weisen auf ein bekanntes Problem in Excels Power Query hin: Die Funktion „Duplikate entfernen“ kann bei großen Datensätzen den falschen Eintrag behalten. Grund ist die sogenannte „lazy evaluation“ – die Software garantiert keine bestimmte Sortierreihenfolge.
Die Lösung: Table.Buffer() oder die Funktion „Group By“ mit Table.Max() verwenden. So bleibt der gewünschte Datensatz erhalten.
Für Nutzer externer Datenbanken gibt es ebenfalls Neues: Seit dem 8. Juni 2026 liegen detaillierte Anleitungen vor, wie sich CSV-Dateien effizient in ClickHouse importieren lassen. Spezifische Kommandozeilen-Befehle kümmern sich um Header und Trennzeichen – ein weiterer Schritt zur nahtlosen Datenbewegung zwischen Excel und Hochleistungs-Datenbanken.
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