Excel-Revolution, Microsoft

Excel-Revolution: Microsoft bringt „Edit with Copilot

31.05.2026 - 01:22:54 | boerse-global.de

Microsoft liefert „Edit with Copilot“ aus, OpenAI und Perplexity integrieren sich. Neue Tools verwandeln Excel in eine automatisierte Analyse-Plattform.

Excel-Revolution: Microsoft bringt „Edit with Copilot - Foto: über boerse-global.de
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Das Ziel: Excel von einem statischen Datenfriedhof in eine automatisierte Analyse-Plattform zu verwandeln.

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Microsoft liefert „Edit with Copilot" aus

Am 30. Mai 2026 veröffentlichte Microsoft offiziell die lang erwartete „Edit with Copilot"-Funktion für Excel. Zwei Jahre Forschung unter der Leitung von Mukul Singh stecken hinter dem Durchbruch. Die KI behandelt Excel nun wie eine einfache Programmiersprache – das ermöglicht deutlich komplexere Automatisierungen. Die Technologie wurde zeitgleich auch für Word, PowerPoint und Outlook freigegeben.

Bereits zwei Tage zuvor, am 28. Mai, hatte Microsoft das gesamte Microsoft 365 Copilot-Interface grundlegend überarbeitet. Das System lädt nach eigenen Angaben doppelt so schnell wie die Vorgängerversion. Kernstück ist ein sogenanntes „Progressive Disclosure"-Design: Werkzeuge werden nur dann eingeblendet, wenn der Nutzer sie tatsächlich benötigt. Das reduziert die visuelle Überfrachtung deutlich. Hinzu kommen eine erweiterte Eingabezeile mit Textformatierungsoptionen und die Möglichkeit, störende Schwebebuttons im gesamten Office-Paket auszublenden.

Drittanbieter drängen in den Excel-Kosmos

Auch außerhalb von Microsofts eigener Entwicklung tut sich einiges. Die private KI-Plattform Cassidy kündigte am 30. Mai eine umfassende Erweiterung ihres Excel-Add-ins an, das über den Microsoft Office Store vertrieben wird. Der Clou: Die KI kann jetzt direkt Zellen, Pivot-Tabellen und Diagramme bearbeiten – allerdings nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Nutzers. Gleichzeitig wurde die Kapazität für größere Datensätze erhöht.

Nur einen Tag zuvor integrierte sich Perplexity Computer in das Microsoft-Ökosystem. Über ein spezielles Seitenpanel organisiert das Tool Arbeitsabläufe in Tabellen und unterstützt bei der Modellierung. Damit positioniert sich Perplexity als direkte Konkurrenz zu Microsofts eigenen Copilot-Funktionen.

Für alle, die mit chaotischen Datensätzen kämpfen, hat LlamaIndex sein Tool LlamaParse hervorgehoben. Das System erkennt Layouts in unstrukturierten Tabellen und extrahiert die Daten in sauberes Markdown- oder JSON-Format.

OpenAI: Von 43 auf 87 Prozent Genauigkeit

OpenAI brachte ChatGPT nativ in Excel – ebenfalls am 29. Mai. Die Integration liefert Live-Datenfeeds von großen Anbietern wie MSCI, FactSet, Moody's, S&P Global und LSEG direkt in die Tabellen. Besonders beeindruckend: Die Genauigkeit bei der Finanzmodellierung stieg in einem einzigen Release-Zyklus von 43,7 auf 87,3 Prozent. Die kostenlose Vorschau dieser Funktion endet am 2. Juni 2026.

Ein konkretes Praxisbeispiel liefert Cactus Life Sciences. Das Unternehmen berichtete am 29. Mai, dass es Microsoft 365 und Copilot integriert hat, um einen Ansturm klinischer Daten zu bewältigen. Mit über 30 maßgeschneiderten Automatisierungsagenten für Qualitätskontrolle und Dokumentenzusammenfassung arbeiten strukturierte Datenextraktionen jetzt 35 bis 50 Prozent schneller.

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Microsoft plan KI-„Super-App"

Hinter den Kulissen arbeitet Microsoft an einem Großprojekt. Berichten vom 29. und 30. Mai zufolge entwickelt der Konzern eine „Super-App", die alle KI-Assistenten bündeln soll. Das Projekt trägt den internen Slogan „Delivering one Copilot" und wird von Jacob Andreou geleitet. Geplant ist die Zusammenführung von GitHub Copilot, Copilot Chat und Copilot Cowork mit einer neuen Agenten-Ebene, die vorläufig „Autopilot" heißt.

Die App soll einen Schalter zum Wechsel zwischen privaten und geschäftlichen Konten enthalten. Zudem könnte ein proaktiver Agent namens „Scout" integriert werden. Microsoft peilt einen Launch für Ende Sommer 2026 an. Der Zeitdruck ist verständlich: Aktuell zahlen weniger als 4,5 Prozent der 450 Millionen Microsoft 365-Kunden für Copilot-Dienste.

MegaTrain: KI-Training mit 85 Prozent weniger Strom

Parallel zur Anwendungsentwicklung gibt es Fortschritte in der Infrastruktur. Forscher der University of Notre Dame und der Lehigh University stellten am 29. Mai MegaTrain vor. Das System ermöglicht das Training von Modellen mit über 100 Milliarden Parametern auf einer einzigen GPU – durch schichtweises Streaming und blockweise Neuberechnung. Der Clou: MegaTrain verbraucht 85 Prozent weniger Strom als Standardkonfigurationen mit acht GPUs. Das könnte die Kosten für die nächste Generation von KI-Produktivitätstools drastisch senken.

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