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Fashion Workers Act: Neue Regeln für digitale Model-Repliken ab Juni

31.05.2026 - 23:22:38 | boerse-global.de

Der Illustrator KC Green und die KI-Firma Artisan beilegen ihren Rechtsstreit außergerichtlich. Der Fall zeigt wachsende Konflikte zwischen Kreativen und KI-Unternehmen.

Fashion Workers Act: Neue Regeln für digitale Model-Repliken ab Juni - Foto: über boerse-global.de
Fashion Workers Act: Neue Regeln für digitale Model-Repliken ab Juni - Foto: über boerse-global.de

Der Illustrator KC Green und das Startup Artisan einigten sich am 31. Mai 2026 außergerichtlich – nachdem das Unternehmen Greens berühmte Zeichnung unerlaubt für Werbezwecke genutzt hatte.

Streit um unautorisierte Nutzung

Der Konflikt eskalierte, als Artisan die ikonische Graphic des Hundes im brennenden Raum für Werbekampagnen seines KI-Assistenten Ava einsetzte. Green warf dem Unternehmen scharf „Diebstahl geistigen Eigentums“ vor und machte seine Vorwürfe öffentlich. Nun wurde der Streit beigelegt: Artisan zog seine Anzeigen in New York und San Francisco zurück. Im Gegenzug löschte Green seinen ursprünglichen Social-Media-Beitrag mit den detaillierten Vorwürfen.

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Die finanziellen Details der Einigung blieben unter Verschluss. Der Fall reiht sich jedoch ein in eine wachsende Zahl privater Vergleiche zwischen Kreativschaffenden und KI-Unternehmen – statt langwieriger öffentlicher Gerichtsverfahren.

Weitere Klagen gegen KI-Firmen

Nur einen Tag zuvor, am 30. Mai, ließ Model Francheska Pujols ihre Klage gegen Rainbow USA fallen. Sie hatte dem Unternehmen vorgeworfen, nach Vertragsende am 15. März eine digitale Kopie ihrer selbst für Werbung genutzt zu haben. Auch hier zeichnet sich ein privater Vergleich ab.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall: In New York tritt am 19. Juni der Fashion Workers Act in Kraft. Das Gesetz schreibt künftig die ausdrückliche schriftliche Zustimmung von Models für die Erstellung digitaler Repliken vor.

Milliardenschwere Finanzierungsrunden trotz Rechtsrisiken

Die rechtlichen Auseinandersetzungen halten die Investoren nicht ab. Am 31. Mai schloss Anthropic eine Finanzierungsrunde über 65 Milliarden US-Dollar ab. Zuvor hatte ein US-Gericht Klagen von Musikverlegern gegen das Unternehmen abgewiesen – zumindest was die indirekte Haftung betrifft. Direkte Urheberrechtsklagen bleiben zwar bestehen, doch Branchenbeobachter sehen einen Trend: weg von Prozessen, hin zu kommerziellen Lizenzverhandlungen für KI-Trainingsdaten.

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Auch Cognition gab am selben Tag bekannt, über eine Milliarde Dollar eingesammelt zu haben – bei einer Bewertung von 26 Milliarden. Die Unternehmensnachfrage nach seinem KI-Entwickler Devin habe sich seit Jahresbeginn verzehnfacht.

CNN verklagt Perplexity AI

Nicht alle setzen auf Vergleiche: Am 28. Mai reichte CNN Klage gegen die KI-Suchfirma Perplexity AI ein. Der Nachrichtensender wirft dem Unternehmen die unerlaubte Nutzung von 17.000 Artikeln, Fotos und Videos vor. Es ist einer von neun aktiven Rechtsstreitigkeiten, die derzeit gegen die Firma laufen.

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