Fettleber: Mariendistel + TCM-Kräuter senken Index deutlich
27.05.2026 - 09:50:53 | boerse-global.deAktuelle Studien belegen: Die Kombination von Schulmedizin und Naturheilkunde eröffnet vielversprechende Behandlungsmöglichkeiten – besonders bei Stoffwechsel- und Nervenerkrankungen.
Mariendistel und TCM: Wirksame Waffe gegen die Fettleber
Forscher der Guangdong Medical University in China haben Mitte Mai bedeutende Ergebnisse zur Behandlung der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung (MASLD) vorgelegt. Die am 19. Mai 2026 im Fachjournal „PharmaNutrition" veröffentlichte Studie untersuchte die Wirkung einer Kombination aus Silymarin – dem Wirkstoff der Mariendistel – mit drei traditionellen chinesischen Heilpflanzen.
An der klinischen Studie nahmen 69 Probanden teil. Über zwölf Wochen erhielten sie eine Mischung aus Silymarin, Kudzu-Wurzel (Pueraria lobata), Salbei (Salvia miltiorrhiza) und der Beere des Spaltkörbchens (Schisandra chinensis). Das Ergebnis: Der Fettleber-Index der Teilnehmer verbesserte sich deutlich. Zudem sanken die Entzündungswerte, insbesondere Interleukin-18, signifikant.
Die Studie zeigt: Standardisierte Pflanzenextrakte können eine messbare Wirkung bei chronischen Stoffwechselerkrankungen entfalten. Ein wichtiger Schritt, denn für viele dieser Leiden gibt es bislang keine ausreichenden pharmazeutischen Lösungen.
Während die Forschung neue Wege in der Behandlung von Stoffwechselerkrankungen findet, bleibt die geistige Fitness eine der wichtigsten Säulen für ein gesundes Altern. In diesem kostenlosen Ratgeber erfahren Sie, wie Sie mit 11 praktischen Alltagsübungen Ihre Konzentration stärken und Demenz gezielt vorbeugen können. Jetzt kostenlosen Ratgeber für geistige Fitness sichern
Leipziger Forscher entdecken neue Immunzellen im Gehirn
In der Neurologie sorgt eine Entdeckung der Universität Leipzig für Aufsehen. Mit modernster Mikroskopie-Technologie identifizierten Wissenschaftler bislang unbekannte Immunzellen im Hirngewebe von Alzheimer-Patienten. Diese speziellen Mikroglia-Zellen stehen offenbar in direktem Zusammenhang mit den typischen Eiweißablagerungen und treten bei Erkrankten häufiger auf. Die Universität will die Bildgebungsmethode nun weiterentwickeln, um die Wechselwirkungen dieser Zellen mit dem Krankheitsverlauf besser zu verstehen.
Doch nicht nur die Labormedizin macht Fortschritte. Der Arzt Dietrich Grönemeyer betont in seinem neuen Buch zur Demenz-Prävention: Rund die Hälfte aller Demenzerkrankungen ließe sich vermeiden. Er beruft sich dabei auf Daten der Lancet-Kommission, die 14 konkrete Risiko- und Schutzfaktoren identifiziert hat.
Zu den größten Risiken zählen Bewegungsmangel, Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch Hör- und Sehverlust, Rauchen und unverarbeitete psychische Traumata erhöhen das Risiko. Schützen hingegen regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und soziale Teilhabe. Dieser ganzheitliche Ansatz entspricht den Prinzipien der Naturheilkunde und Osteopathie, die den Menschen als Ganzes betrachten.
Kneipp im Wetterau-Dreieck: Regionale Gesundheitscluster wachsen
Die praktische Umsetzung integrativer Medizin nimmt konkrete Formen an. Im Wetterau-Kreis haben die Städte Bad Nauheim, Bad Salzhausen und Bad Vilbel das Projekt „Kneipp Bäder3Eck Wetterau" gestartet. Landrat Jan Weckler erläuterte: Das Projekt soll die Region als „Vitalitäts-Destination" profilieren und den Gesundheitstourismus fördern. Geplant sind eine eigene Kneipp-Route und eine interaktive Karte, die die fünf Säulen der Kneipp-Philosophie erlebbar machen.
Auch klinische Einrichtungen erweitern ihr Angebot. Das Ambulante Rehabilitationszentrum (ARZ) Kredenbach in Kreuztal hat seine Naturheilkunde-Abteilung ausgebaut. Unter der Leitung von Alexander Bach, einem Fachmann für Physiotherapie und Osteopathie, werden nun Blutegeltherapie, Schröpfen und osteopathische Techniken angeboten. Der Schwerpunkt liegt auf chronischen Schmerzzuständen wie Rücken- und Nackenbeschwerden, Gelenkproblemen und Craniomandibulärer Dysfunktion (CMD).
Ähnliche Spezialpraxen in Hannover verfeinerun ihre Ansätze bei chronischen Schmerzen – definiert als Schmerzen, die länger als drei Monate anhalten. Sie setzen auf ein biopsychosoziales Modell, das evidenzbasierte Bewegungstherapie mit manuellen und Atemtechniken kombiniert. Ziel ist es, die Selbstwirksamkeit der Patienten zu stärken und langfristige Schmerzreduktion zu erreichen.
Neben der klassischen Physiotherapie ist gezieltes Muskeltraining ab 50 entscheidend, um Gelenkschmerzen zu lindern und die Selbstständigkeit langfristig zu bewahren. Dieser kostenlose Leitfaden stellt Ihnen 6 einfache Übungen für zuhause vor, mit denen Sie Muskelschwund effektiv entgegenwirken und Ihr Wohlbefinden steigern können. Kostenlosen Krafttraining-Ratgeber als PDF anfordern
Cannabis und Osteopathie: Neue Hoffnung bei Parkinson?
Die Rolle unkonventioneller Therapien bei komplexen neurologischen Erkrankungen wie Parkinson bleibt ein Diskussionsthema. Boris Wakounig verwies kürzlich auf eine israelische Studie aus dem Jahr 2011. Damals beobachteten Forscher an 22 Patienten, dass medizinisches Cannabis mit THC-Gehalt die Beweglichkeit, Motorik und Zittern deutlich verbesserte – gemessen am UPDRS-Score.
Experten vermuten, dass die Kombination mit Osteopathie die neurologischen und motorischen Fähigkeiten weiter verbessern könnte. CBD-Öl mit 15 Prozent Konzentration wird in diesen integrativen Settings häufig als unterstützende Maßnahme diskutiert.
Solche Ansätze finden sich auch im Wellness-Sektor. Die Ensana Hotels in Marienbad (Tschechien) – seit 2023 offiziell anerkannter Kurort – bieten Programme, die traditionelle Mineralbäder und Kohlendioxid-Inhalationen mit modernem Golfsport verbinden. Die Angebote starten bei mehreren hundert Euro für mehrtägige Aufenthalte und repräsentieren die kommerzielle Seite des integrativen Gesundheitstrends.
Analyse: Vom Alternativverfahren zur etablierten Medizin
Der Trend ist klar: Naturheilkunde und Osteopathie wandern von der „alternativen" Nische ins klinische Mainstream. Die Studie aus Guangdong ist ein Paradebeispiel dieser Professionalisierung. Indem sie strenge klinische Prüfstandards auf traditionelle Pflanzenkombinationen anwendet, liefert sie eine biologische Grundlage für die Wirksamkeit von Mariendistel und TCM-Kräutern.
Die regionale Clusterbildung im Wetterau-Kreis folgt zudem einer wirtschaftlichen Strategie. Indem traditionelle Kurorte als moderne „Vitalitäts-Zentren" neu positioniert werden, versuchen Kommunen, das klassische Kur-System zu modernisieren. Sie setzen auf die historische Reputation der Orte – etwa Bad Nauheim oder Marienbad – und kombinieren sie mit zeitgemäßen Elementen wie interaktiven digitalen Tools.
Die Integration von CBD und THC in die Parkinson-Behandlung oder der Einsatz von Blutegeln und Schröpfen in Reha-Zentren zeigt: Die Branche blickt zurück auf traditionelle Methoden, um Lücken der Schulmedizin zu schließen. Besonders bei chronischen Schmerzen und neurologischen Erkrankungen stoßen konventionelle Pharmazeutika oft an ihre Grenzen oder haben erhebliche Nebenwirkungen.
Ausblick: Wohin steuert die integrative Medizin?
Die Branche wird weiter wachsen – getrieben durch die alternde Bevölkerung und das steigende Interesse an Prävention. Die Entdeckung neuer Immunzellen in Leipzig und der Fokus auf die 14 Risikofaktoren für Demenz deuten darauf hin: Die Zukunft der Neurologie wird zunehmend multidisziplinär sein. Hightech-Diagnostik trifft auf einfache Lebensstil-Änderungen.
Die Nachfrage nach doppelt qualifizierten Fachkräften – etwa mit Ausbildung in Physiotherapie und alternativer Medizin – wird steigen. Der Erfolg regionaler Projekte wie der Kneipp-Initiative im Wetterau-Kreis könnte als Blaupause für andere Bezirke dienen, die ihren Tourismus und Gesundheitssektor neu beleben wollen. In den kommenden Monaten werden weitere klinische Studien zur Pflanzenheilkunde und Fortschritte in der Bildgebung voraussichtlich noch mehr Daten liefern, die den Wandel hin zu einem ganzheitlichen, evidenzbasierten Ansatz in der Patientenversorgung untermauern.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂĽr. Immer. Kostenlos.
