Fettzellen: Epigenetisches Gedächtnis hält bis zu zehn Jahre
10.06.2026 - 01:18:28 | boerse-global.de
Wissenschaftliche Erkenntnisse treffen auf praktische Workshops – und auf umstrittene Diäten.
Fettzellen haben ein Gedächtnis
Eine Studie der ETH Zürich, veröffentlicht im Fachmagazin Nature, liefert eine Erklärung für den gefürchteten Jo-Jo-Effekt. Fettzellen speichern offenbar ein epigenetisches Gedächtnis für Übergewicht. Dieses kann bis zu zehn Jahre bestehen bleiben. Die Entdeckung könnte langfristig neue medikamentöse Ansätze ermöglichen, um das Gewicht nach einer Diät zu stabilisieren.
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Parallel dazu haben Forscher des Leibniz-Instituts an der TU München den Wirkmechanismus von Bitterstoffen entschlüsselt. Kräuter wie Meisterwurz, Wacholder, Salbei und Schafgarbe steigern die Magensäureproduktion. Besonders effektiv war eine Kombination aus neun verschiedenen Pflanzen. Enzian und Löwenzahn zeigten dagegen schwächere Effekte.
Vom Workshop zur Kochschule
Theoretisches Wissen allein reicht nicht. Immer mehr spezialisierte Formate bringen Ernährungswissen in die Praxis. In Emsdetten gab es im Frühjahr 2026 einen DIY-Workshop zur Herstellung von glutenfreiem Sauerteig und laktosearmem Milchkefir. Die Nachfrage nach Lösungen für spezifische Ernährungsbedürfnisse ist groß.
Auch die gehobene Gastronomie reagiert. Die Köchin Cornelia Poletto verlegt ihre Kochschule von Hamburg nach Düsseldorf. Die Eröffnung am Euref-Campus ist für den 26. September 2026 geplant. In Hamburg bleiben die Räume als Showroom erhalten. In Düsseldorf soll es zudem Gastauftritte prominenter Köche wie Nelson Müller geben.
Soziale Aspekte spielen ebenfalls eine Rolle. In Lüneburg gibt es eine Kochgruppe speziell für Witwer. Unter der Leitung eines Profikochs treffen sich Kleingruppen mit maximal zehn Teilnehmern monatlich in einer Großküche. Neben dem Kochen steht der Austausch zur Trauerbewältigung im Vordergrund.
Hafertage und Eier-Diät
Im Bereich der Selbstoptimierung setzen sich neue Trends durch. Sogenannte Hafertage sollen den Blutzuckerspiegel optimieren. Über ein bis drei Tage wird dreimal täglich Haferflocken in Wasser oder Brühe gegessen. Das enthaltene Beta-Glucan kann den Blutzucker senken und die Darmflora fördern. Das ist besonders für Patienten mit Typ-2-Diabetes oder Fettleber interessant.
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International gibt es alternative Ansätze. In Südkorea hat sich der Verzehr von gekochten Eiern mit Olivenöl als günstige Alternative zu medikamentösen Abnehmspritzen verbreitet. Fachleute warnen jedoch: Die Wirksamkeit ist deutlich geringer. Zudem besteht das Risiko eines Kalorienüberschusses.
Pestizide im Kreuzkümmel
Die Relevanz einer kritischen Auseinandersetzung mit Lebensmitteln zeigt ein aktueller Fall. Die Organisation foodwatch wies in Labortests verbotene Pestizide in Kreuzkümmel-Produkten eines Discounters nach. Die Belastung mit dem Wirkstoff Flamprop lag mehr als 200-fach über dem zulässigen Grenzwert. Die Produkte wurden aus dem Verkauf genommen. Verbraucherschützer fordern eine Null-Toleranz-Politik für verbotene Substanzen bei Importwaren.
Die Industrie reagiert unterdessen auf den Trend zu zuckerreduzierter Ernährung. Die TH Group brachte Anfang Juni 2026 neue zuckerfreie Tee-Varianten auf den Markt. Sie kommen ohne Kalorien und Konservierungsstoffe aus. Die Produktion nutzt moderne deutsche Technik und mineralisiertes Wasser aus vulkanischen Quellen.
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