Feuerwehr-Towerrun: Vier Einsatzkräfte bezwingen 1.390 Stufen in Montur
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 11:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Sportliche Leistungsfähigkeit, Ausdauer und Koordination bilden das Fundament für die Einsatzbereitschaft von Hilfsorganisationen. Bei verschiedenen Prüfungen und Wettkämpfen stellen Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks (THW) ihre körperliche Fitness regelmäßig auf die Probe.
Die Bandbreite reicht dabei von genormten Fitnessabzeichen über Treppenläufe unter Atemschutz bis hin zu traditionsreichen Leistungsvergleichen im Jugendbereich.
Vielseitigkeitstests und extreme Belastungen
In Mühlhausen in der Gemeinde Affing fand 2026 zum dritten Mal in Folge die Abnahme des Deutschen Feuerwehr-Fitness-Abzeichens statt, wie die Augsburger Allgemeine am 24. September 2026 berichtete. An der Veranstaltung beteiligten sich Einsatzkräfte des THW Friedberg sowie der Feuerwehren aus Mühlhausen, Schmiechen, Handzell und Bubesheim, ergänzt durch drei Jugendliche aus Gundelsdorf.
Das Programm forderte die Teilnehmenden in Disziplinen wie Laufen, Radfahren und Schwimmen sowie beim Beugehang, Bankdrücken und in einem Parcours. Am Ende wurden die Leistungen in den Wertungsstufen Bronze, Silber und Gold honoriert.
Eine spezifische Herausforderung meisterten vier Einsatzkräfte der Feuerwehr Donaueschingen: Markus Hilscher, Thomas Williard, Julian Olschok und Denis Reich traten beim sogenannten Towerrun im Rottweiler Testturm an. Die Strecke führte über 1.390 Stufen und 232 Höhenmeter, die die Feuerwehrleute in voller Montur und mit angeschlossenem Atemschutzgerät absolvierten, wie der Südkurier am 23. September 2026 meldete.
Prüfungen und Wettbewerbe beim Nachwuchs
Auch in den Jugendabteilungen spielen sportliche Disziplinen eine zentrale Rolle. Im Landkreis Stade absolvierten Mitte September alle 39 Jugendlichen aus sieben Jugendfeuerwehren erfolgreich die Leistungsspangenprüfung in Loxstedt im Landkreis Cuxhaven. Das Prüfungsprogramm umfasste neben einem Löschangriff und Schlauchkuppeln auch Kugelstoßen, einen Staffellauf sowie Fragen zu Feuerwehr- und Allgemeinwissen.
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Ähnliche Anforderungen wurden in Vohburg gestellt: Laut einem Bericht des Donaukuriers vom 23. September 2026 traten dort 16 Gruppen mit jeweils neun Jugendlichen zur Abnahme der Deutschen Jugendfeuerwehrspange an, bei der unter anderem Schläuche innerhalb von 75 Sekunden gekuppelt werden mussten.
Wie pfaffenhofen-today.de am 22. September 2026 ergänzend berichtete, legten am entsprechenden Prüfungswochenende insgesamt 14 Gruppen mit rund 130 Jugendlichen aus 20 Feuerwehren der Region 10 – darunter die Landkreise Pfaffenhofen, Neuburg-Schrobenhausen, Eichstätt und die Stadt Ingolstadt – die Prüfung erfolgreich ab.
Gefordert waren fünf Teilbereiche: das Kuppeln von acht Schläuchen in höchstens 75 Sekunden, Kugelstoßen mit einer Gesamtweite von 55 Metern je Gruppe, ein 1.500-Meter-Staffellauf in maximal 4:15 Minuten, ein Löschaufbau sowie rund 20 Fragen aus dem Allgemein- und Feuerwehrwissen.
Wettkampfgeist und regionale Initiativen
In Nachterstedt sicherte sich die Wettkampftruppe der dortigen Jugendfeuerwehr, die sogenannten Turboschnecken, den Pokaltitel in der Disziplin Löschangriff nass. Die Gruppe trainiert für den anstehenden Flutlichtpokal; für die Übungen stellte die Salzlandsparkasse eine moderne Zieleinrichtung zur Verfügung.
Internationale Nachwuchsarbeit zeigte sich zudem in der Schweiz: Ende August nahm die Jugendfeuerwehr von Schutz & Rettung Zürich am Zürcher Jugend-Feuerwehr-Wettkampf in Bülach teil. Dort standen Teamarbeit, Schnelligkeit und Geschicklichkeit im Fokus des Austauschs mit anderen Einheiten.
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Dass sportliche Aktivitäten der Einsatzorganisationen auch in den Breitensport hineinwirken, zeigte sich zudem beim ersten Inklusionsfest des Geisaer Landes. Im Rahmen der Veranstaltung mit dem traditionellen Geisaer Stundenlauf zählten die Veranstalter fast 1.000 Besucher.
Rund 250 Läufer beteiligten sich am Stundenlauf, etwa 50 legten das Sportabzeichen ab, während Angebote wie ein Rollstuhlparcours und ein Partnerlauf das Programm ergänzten. Der mitorganisierende Sportverein Geisaer Land erhielt dafür eine Förderung des Landkreises in Höhe von 2.100 Euro.
