Fibromyalgie: TENS plus Physiotherapie senkt Schmerzen um 41 Prozent
Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 20:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Temperaturen bis 38 Grad setzen Deutschland zu. Der Deutsche Wetterdienst warnte am heutigen Mittwoch für weite Teile des Landes. Doch die Hitze bringt nicht nur Kreislaufprobleme – sie hat auch gefährliche Auswirkungen auf Venen und Lymphsystem.
Warum die Hitze in die Beine geht
Hohe Temperaturen erweitern die Blutgefäße. Die Folge: Flüssigkeit tritt ins umliegende Gewebe aus und verursacht schmerzhafte Schwellungen. Dr. Horst Peter Steffen, Chefarzt der Remigius Klinik Hilden, warnt vor den Risiken: Besonders bei einseitigen, schmerzhaften Schwellungen oder Rötungen droht eine Thrombose. Dann ist sofortige ärztliche Abklärung nötig.
Mediziner empfehlen eine Kombination aus Bewegung, Kühlung und Kompression. Kompressionsstrümpfe gelten als Mittel der Wahl – allerdings müssen Ärzte vorher eine Herzinsuffizienz oder bestehende Thrombose ausschließen. Adipositas gilt als erheblicher Risikofaktor für geschädigte Lymphgefäße.
Schwimmen gegen Rückenschmerzen
Parallel zu den Hitzewarnungen liefert die Forschung neue Ansätze gegen chronische Schmerzen. Das British Journal of Sports Medicine veröffentlichte gestern eine Studie: Ein achtwöchiges Schwimmprogramm kann Schmerzen im unteren Rücken signifikant reduzieren. Die Effekte blieben auch nach dem Programm stabil.
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Auch Fibromyalgie-Patienten haben neue Hoffnung. Eine gestern in JAMA Network Open publizierte Studie zeigt: Die Kombination von transkutaner elektrischer Nervenstimulation (TENS) und Physiotherapie senkt die Schmerzen um durchschnittlich 1,2 Punkte auf einer zehnstufigen Skala. Rund 41 Prozent der Teilnehmer erreichten eine Linderung von mindestens 30 Prozent – ohne schwere Nebenwirkungen.
Hitzeschutz: Krankenhäuser hinken hinterher
Die extreme Hitze stellt das Gesundheitswesen vor strukturelle Probleme. Ein Bericht von gestern zeigt erhebliche Defizite beim Hitzeschutz in deutschen Kliniken und Pflegeheimen. 2024 verfügten rund 60 Prozent der Krankenhäuser über keine ausreichenden Maßnahmen. Nur 34 Prozent der neueren Einrichtungen haben Kühlanlagen – deutlich weniger als Bürogebäude.
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Über 150 Organisationen fordern deshalb, Hitzeschutz im Katastrophenschutz zu verankern. Ärzte raten zu einfachen Maßnahmen: 1,5 bis 2 Liter Wasser täglich, leichte Kost und Beine hochlegen unterstützen die Lymphtätigkeit. Bei Kindern ist verstärkt auf UV-Schutz und regelmäßiges Trinken zu achten, sonst drohen Apathie oder Pseudofieber.
Langzeitdaten zeigen zudem die Effektivität moderner Venentherapie. Mitte Juli wurde über Venenkleber-Systeme berichtet: In 14 Jahren wurden mehr als 5.000 Stammkrampfadern erfolgreich behandelt. Solche Eingriffe können die Anfälligkeit für hitzebedingte Gefäßkomplikationen langfristig senken.
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