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Fitbit Air: Googles neuer Fitness-Tracker wiegt nur 12 Gramm

01.06.2026 - 03:18:43 | boerse-global.de

Google integriert Fitbit-Software in die neue Health App mit KI-Coach und bringt den schlichten Tracker Fitbit Air für 99 Euro.

Fitbit Air: Googles neuer Fitness-Tracker wiegt nur 12 Gramm - Foto: über boerse-global.de
Fitbit Air: Googles neuer Fitness-Tracker wiegt nur 12 Gramm - Foto: über boerse-global.de

Seit Mai 2026 ersetzt die Google Health App die bisherige Fitbit-Anwendung. Gleichzeitig bringt der Konzern mit dem Fitbit Air einen ungewöhnlichen Fitness-Tracker ohne Display auf den Markt.

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Die Übernahme von Fitbit für rund 2,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021 war der Startschuss. Jetzt zieht Google die strategischen Konsequenzen: Die Marke Fitbit bleibt zwar für die Hardware erhalten, die Software läuft aber komplett unter Google Health.

KI-Coach im Abo-Modell

Herzstück der neuen App ist der KI-Health-Coach auf Basis von Googles Gemini-Technologie. Er erstellt personalisierte Trainingspläne und wertet Gesundheitsdaten in natürlicher Sprache aus. Die Funktionen sind allerdings kostenpflichtig.

Das Google Health Premium-Abonnement kostet 9,99 Euro pro Monat oder rund 100 Euro im Jahr. Wer bereits den Google AI Pro-Dienst abonniert hat, bekommt die Gesundheitsfunktionen ohne Aufpreis.

Die KI passt Tagesziele dynamisch an. Grundlage ist ein „Readiness Score“, der Schlafqualität und Herzfrequenzvariabilität berücksichtigt. Nutzer können Trainingseinheiten per Sprache protokollieren und Mahlzeiten per Foto analysieren lassen.

Fitbit Air: Weniger ist mehr

Der neue Fitbit Air wiegt gerade einmal 12 Gramm und kostet rund 99 Euro. Bewusst verzichtet Google auf ein Display und positioniert das Gerät damit klar unterhalb von Smartwatches.

Der Tracker erfasst kontinuierlich Herzfrequenz, Hauttemperatur und Sauerstoffsättigung (SpO2). Ein GPS-Modul fehlt, dafür gibt es eine „Smart Wake“-Funktion, die Nutzer in der Leichtschlafphase weckt. Die Akkulaufzeit liegt zwischen sieben und 15 Tagen.

Die Strategie zielt auf ein bekanntes Problem: Ein Großteil der Smartwatch-Nutzer verwendet nur einen Bruchteil der verfügbaren Funktionen.

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Gemischte Resonanz bei Nutzern

Die Umstellung verlief nicht reibungslos. Eine Umfrage des Portals Android Authority unter mehr als 1.500 Nutzern zeigt: Rund die Hälfte findet das neue Design zwar ästhetisch ansprechend, kritisiert aber die Bedienbarkeit.

51 Prozent der Befragten gaben an, die App sei schwerer zu navigieren als die alte Fitbit-Umgebung. Besonders bemängelt wurden der erschwerte Zugriff auf historische Daten, fehlende stündliche Schrittdiagramme und Synchronisationsprobleme. Der KI-Coach wirkte auf viele Nutzer zudem zu aufdringlich.

Immerhin: Bei der Genauigkeit der Herzfrequenzmessung kann der Fitbit Air mit Konkurrenzprodukten wie dem Whoop-Band mithalten. Die Software bleibt der Knackpunkt.

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