Fitnessbranche, Wandel

Fitnessbranche im Wandel: Krafttraining und Longevity boomen

02.05.2026 - 09:34:49 | boerse-global.de

Der Les Mills Report 2026 zeigt: Krafttraining dominiert, doch viele trainieren unsicher. Longevity wird zum Milliardengeschäft.

Fitnessbranche im Wandel: Krafttraining und Longevity boomen - Foto: ĂĽber boerse-global.de
Fitnessbranche im Wandel: Krafttraining und Longevity boomen - Foto: ĂĽber boerse-global.de

Krafttraining ist endgültig im Mainstream angekommen, und Langlebigkeit wird zum Milliardengeschäft. Das zeigt der Ende April veröffentlichte Les Mills Global Fitness Report 2026.

Krafttraining dominiert – aber viele trainieren unsicher

Der Report basiert auf einer Befragung von 10.000 Fitness-Konsumenten weltweit. Krafttraining ist der dominierende Trend. Doch die Studie offenbart ein Problem: Viele Trainierende sind unsicher bei der korrekten AusfĂĽhrung und der Steigerung ihrer Belastung.

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Die Lösung? Klare Trainingsstrukturen, professionelles Coaching und Gruppenformate. Das bindet Kunden langfristig – durch Sicherheit und Erfolgserlebnisse.

Auch die Briten werden aktiver. Der Active Lives Survey 2024-25 von Ukactive zeigt einen Zuwachs der Fitnessaktivität um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders ältere Menschen entdecken das Krafttraining: Die Beteiligung stieg in fünf Jahren um 2,7 Prozent.

Bleibt die soziale Schere: 73 Prozent der höheren sozialen Gruppen erreichen die offiziellen Bewegungsrichtlinien. In unteren Schichten sind es nur 54 Prozent. Ukactive-CEO Cameron Saunders fordert mehr Anstrengungen für bessere Zugänglichkeit.

Longevity wird zum Wirtschaftsfaktor

Der Markt fĂĽr Langlebigkeit entwickelt sich rasant. 2024 lag sein Volumen bei 21,3 Milliarden US-Dollar. Bis 2035 prognostizieren Experten ein Wachstum auf 63 Milliarden US-Dollar.

Eng verwoben damit ist der Markt für Frauengesundheit. Er soll bis 2030 auf 68,5 Milliarden US-Dollar steigen. Der FemTech-Sektor könnte im gleichen Zeitraum sogar 97,3 Milliarden US-Dollar erreichen.

Wissenschaft liefert klare Belege

Die Forschung untermauert den Trend. Eine Studie der Universität Sydney, veröffentlicht im April 2026 in PLOS Medicine, zeigt: Frauen im mittleren Alter, die die WHO-Empfehlungen einhalten, halbieren ihr Sterberisiko. Die Empfehlung: mindestens 150 Minuten moderate Aktivität pro Woche plus zwei Krafttrainingseinheiten.

Die Harvard T.H. Chan School of Public Health untersuchte über 100.000 Teilnehmende. Ergebnis: Entscheidend ist nicht nur die Quantität, sondern die Vielfalt der Bewegung. Die Kombination aus Gehen, Krafttraining und Sportarten wie Tennis senkt das Sterberisiko um 19 Prozent – im Vergleich zu monotonem Training.

Ein Cochrane-Review vom März 2026 bestätigt die Wirksamkeit von HIIT. 58 randomisierte kontrollierte Studien mit 2.075 Teilnehmern zeigen: HIIT verbessert die kardiorespiratorische Fitness um durchschnittlich 5,98 ml/min/kg und reduziert den Taillenumfang um 3,56 Zentimeter. Im Vergleich zu moderatem Ausdauertraining ist der Vorteil jedoch gering.

Spotify und Peloton: Neue Allianzen

Die Branche reagiert auf die veränderten Bedürfnisse. Seit dem 1. Mai bietet Spotify einen dedizierten Fitness-Bereich. Premium-Kunden erhalten Zugriff auf über 1.400 Peloton-Kurse – von Yoga über Krafttraining bis Cardio.

Bereits 70 Prozent der Spotify-Abonnenten nutzen die Plattform während des Trainings. Die Integration verbindet Audio-Inhalte nahtlos mit angeleiteten Workouts.

Vitafoods und Longevity-Travel

Die Fachmesse Vitafoods Europe findet vom 5. bis 7. Mai in Barcelona statt. Schwerpunkte: GLP-1-Wirkstoffe, Nutrikosmetik und gesundes Altern. Über 1.600 Aussteller zeigen ihre Produkte. KI-Integration gewinnt an Bedeutung – etwa durch Partnerschaften mit Anbietern wie MeNow.

Im Luxussegment etabliert sich „Longevity Travel“. Der Markt für gesundheitsorientierten Tourismus wird auf 18 Milliarden US-Dollar geschätzt. Bis 2033 soll er auf über 48 Milliarden US-Dollar steigen. Hotels integrieren medizinische Dienstleistungen: Blutanalysen mit über 160 Biomarkern oder spezialisierte Regenerationsrituale.

Kampagnen fĂĽr mehr Bewegung

Anfang Mai starteten mehrere Initiativen. Die Kampagne „Kleine Bewegung. Große Wirkung“ von VIACTIV Krankenkasse und Apotheken Umschau will mehr Aktivität im Alltag fördern. Ein Aktionstag ist für den 18. Mai in Düsseldorf geplant.

In Heidelberg begann am 1. Mai die sechste Saison von „Sport im Park“ mit Yoga. Bis Ende September gibt es 38 kostenfreie Kurse in 15 Stadtteilen. Ähnlich macht es „Active City“ in Volketswil: Ab dem 4. Mai kostenlose Kurse wie Bootcamp und Pilates für acht Wochen.

Prominente Beispiele und Expertenwissen

Skirennfahrerin Lindsey Vonn zeigt, was konsequente Rehabilitation bedeutet. Nach einem schweren Unterschenkelbruch Anfang des Jahres absolvierte sie erste Trainingseinheiten ohne Gehhilfen.

Berliner Coach Sebastian Grüner betont die Bedeutung von Kleingeräten wie dem Gymnastikball zur Rumpfstabilisierung. Dr. Michèl Gleich empfiehlt gelenkschonende Intervalle und Krafttraining als Basis für die metabolische Gesundheit ab 50.

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Branche im Wandel: Von Ästhetik zu Gesundheit

Die Fitnessindustrie durchläuft eine Transformation. Weg von der reinen Ästhetikbranche, hin zum integralen Bestandteil der Gesundheitsvorsorge. Die hohe Investitionsbereitschaft im Longevity-Sektor und die steigenden Nutzerzahlen bei älteren Zielgruppen zeigen: Der Markt professionalisiert sich.

Unternehmen, die Coaching-Defizite durch KI-gestĂĽtzte Personalisierung oder qualifizierte Gruppenformate ausgleichen, haben Wettbewerbsvorteile.

Die wissenschaftliche Bestätigung, dass moderate Lebensstiländerungen das Sterberisiko massiv senken, liefert die Grundlage für stärkere Kooperationen zwischen Krankenkassen, Kommunen und privaten Fitnessanbietern.

Ausblick: Was bringt der Rest des Jahres?

FĂĽr die kommenden Monate ist mit weiteren Angeboten im funktionellen Training zu rechnen. Nach der Vitafoods Europe im Mai folgen sportliche GroĂźereignisse wie das World Fitness Project 2026 mit Stationen in London, Indiana und Kopenhagen.

Politisch wird die Bdette um Bewegungsförderung im Herbst durch Fachgespräche in Berlin weitergeführt. Ein Fokus liegt auf Programmen wie dem „Rezept für Bewegung“. In einigen Bundesländern können Ärzte damit körperliche Aktivität gezielt für Kinder und Jugendliche verschreiben.

Die Branche bereitet sich auf weitere technologische Innovationen vor. Besonders das „Intervallgehen“ nach japanischem Vorbild gilt als neuer Trend für das zweite Halbjahr.

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