Flavanole, Herz-Todesfälle

Flavanole: 27 Prozent weniger Herz-Todesfälle durch richtige Ernährung

Veröffentlicht: 03.07.2026 um 07:24 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Nur 19 Prozent der Erwachsenen erreichen die empfohlene Flavanol-Dosis. Studien zeigen eine deutliche Senkung der Herz-Sterblichkeit.

Flavanole fĂĽrs Herz: Die besten Quellen und ihre Wirkung
Nahaufnahme von frischen Pflaumen, Preiselbeeren und Brombeeren, arrangiert mit grünen Teeblättern, die natürliche Herzgesundheit symbolisieren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Aktuelle Daten zeigen: Nur 18 bis 19 Prozent der Erwachsenen erreichen die empfohlene Tagesdosis von 500 Milligramm. Selbst wer fĂĽnf Portionen Obst und GemĂĽse isst, liegt oft daneben.

Die Qualität der Auswahl entscheidet

Professor Gunter Kuhnle betont: Die Devise „Fünf am Tag“ stimmt zwar, reicht aber nicht aus. Entscheidend ist, was genau auf dem Teller landet. Wer gezielt flavanolreiche Lebensmittel wählt, kann die schützende Wirkung erst richtig nutzen. Die reine Menge an Obst und Gemüse sagt wenig über die tatsächliche Versorgung mit diesen sekundären Pflanzenstoffen.

GrĂĽn gegen Rot: Die besten Flavanol-Quellen

Eine Analyse im Fachmagazin „Food and Function“ hat die Lebensmittel mit der höchsten Flavanol-Konzentration ermittelt. Die Spitzenreiter:

  • Pflaumen: rund 450 mg
  • Preiselbeeren: rund 300 mg
  • Brombeeren: rund 250 mg

Grüner Tee landet mit etwa 200 Milligramm pro Tasse auf Platz vier – und schlägt damit viele Obstsorten. Dahinter folgen dicke Bohnen (140 mg pro Portion), Äpfel mit Schale (110 mg) und Heidelbeeren (80 mg pro 150 Gramm). Experten warnen aber: Getränke wie Tee sollten Obst und Gemüse ergänzen, nicht ersetzen.

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Die COSMOS-Studie zeigt: 500 mg Flavanole täglich senken die Herz-Sterblichkeit um 27 Prozent. Doch die meisten Menschen erreichen diese Dosis nicht. Erfahren Sie in unserem kostenlosen Guide, welche 7 Lebensmittel die besten Flavanol-Quellen sind und wie Sie mit einem 5-Minuten-Plan Ihren Schutz optimieren. Jetzt Flavanol-Guide anfordern

27 Prozent weniger Todesfälle: Was die Studien zeigen

Die COSMOS-Studie aus dem Jahr 2022 liefert beeindruckende Zahlen: Über 21.000 Erwachsene nahmen täglich 500 Milligramm Kakao-Flavanole ein. Bei der Gesamtzahl der Herz-Kreislauf-Ereignisse gab es zwar keinen signifikanten Unterschied zur Placebogruppe. Aber die kardiovaskuläre Sterblichkeit sank um 27 Prozent. Bei regelmäßiger Einnahme sogar um 39 Prozent.

Eine weitere Studie in „BMC Medicine“ untersuchte über elf Jahre mehr als 3.100 Erwachsene. Ergebnis: Eine höhere Aufnahme von Polyphenolen senkt das kardiovaskuläre Risiko und hebt das gute HDL-Cholesterin. Der neu entwickelte „Polyphenol Dietary Score“ (PPS) – er berücksichtigt 20 Lebensmittel wie Tee, Beeren, Nüsse und Olivenöl – erwies sich als präziserer Indikator für den Herzschutz als die reine Polyphenol-Menge.

Medikamente helfen – Lebensstil bleibt entscheidend

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Selbst wer fünf Portionen Obst und Gemüse isst, liegt bei Flavanolen oft daneben. Entscheidend ist die Qualität der Auswahl. Unser Guide zeigt Ihnen, wie Sie mit Pflaumen, Beeren und grünem Tee die empfohlenen 500 mg erreichen – und Ihr Herzrisiko senken. Flavanol-Ernährungsplan jetzt sichern

Neben der Ernährung gibt es weitere Stellschrauben. Eine Langzeitstudie (1990–2024) aus sieben Industrieländern zeigt: Die Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist in allen Gewichtsklassen gesunken. Der Grund: der verstärkte Einsatz von Blutdrucksenkern und Statinen. Besonders bei älteren Patienten mit Adipositas gleichen diese Medikamente die Risikowerte fast denen von Normalgewichtigen an.

Trotzdem bleibt der Lebensstil zentral. Forscher der University of Edinburgh fanden heraus: Eine unterdurchschnittliche Muskelqualität erhöht das Herzinfarktrisiko um 58 Prozent. Medizinerverbände wie die DIVI fordern daher mehr Gesundheitskompetenz – am besten schon ab der Grundschule. Wer Risikofaktoren wie Rauchen und Bluthochdruck kontrolliert, senkt das Risiko für schwere kardiovaskuläre Ereignisse um 30 bis 40 Prozent.

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