Fleet Week in San Francisco: SFMTA sperrt Robotaxis tÀglich acht Stunden
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 09:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Verkehrsbehörde von San Francisco greift bei GroĂveranstaltungen im Stadtgebiet regulierend in den Betrieb fahrerloser Fahrdienste ein. WĂ€hrend der anstehenden Fleet Week beschrĂ€nkt die San Francisco Municipal Transportation Agency (SFMTA) den Einsatz autonomer Fahrzeuge von Freitag bis Sonntag jeweils im Zeitraum von 10 bis 18 Uhr.
Die MaĂnahme betrifft Abholungen und Ausstiege entlang des nördlichen Uferbereichs ĂŒber digitale Sperrzonen, sogenanntes Geofencing. Im Stadtteil Presidio sind Fahrten mit autonomen Fahrzeugen wĂ€hrenddessen vollstĂ€ndig untersagt.
Die BeschrĂ€nkungen gelten fĂŒr viel frequentierte StraĂen und Zonen, darunter den Marina Boulevard, Fort Mason, Aquatic Park, Fisherman's Wharf sowie Teile von Lyon, Lombard, North Point, Embarcadero, Van Ness und Bay. Konventionelle Beförderungsdienste mit menschlichen Fahrern wie Uber und Lyft sowie regulĂ€re Taxis dĂŒrfen wĂ€hrend der Veranstaltung weiterhin uneingeschrĂ€nkt verkehren.
Bedenken hinsichtlich Staus und FuĂgĂ€ngersicherheit
Die SFMTA begrĂŒndete die EinschrĂ€nkungen mit dem Ziel, das Stauaufkommen wĂ€hrend der publikumsstarken Veranstaltung zu verringern und die Sicherheit von FuĂgĂ€ngern zu erhöhen. Anlass fĂŒr die strengere Handhabe sind frĂŒhere VorfĂ€lle im Stadtverkehr, an denen Fahrzeuge des Anbieters Waymo beteiligt waren.
Insbesondere wĂ€hrend der Feierlichkeiten zum US-UnabhĂ€ngigkeitstag am 4. Juli 2026 kam es in San Francisco zu spĂŒrbaren Behinderungen: Mehrere Robotaxis blieben damals in regulĂ€ren Fahrspuren stehen, wodurch unter anderem Shuttle-Busse der Verkehrsbetriebe Muni blockiert wurden.
San Francisco sperrt Robotaxis wĂ€hrend der Fleet Week tĂ€glich von 10 bis 18 Uhr per Geofencing â im Presidio sogar vollstĂ€ndig. Wer Flotten betreibt, muss Abhol- und Ausstiegspunkte neu planen, bevor die nĂ€chste Sperrzone greift. Unser kostenloser Report zeigt Ihnen, wie Sie Geofencing-Sperren umgehen und regulatorische Auflagen erfĂŒllen. Jetzt kostenlosen Compliance-Report anfordern
Nach Angaben der Stadtverwaltung sollen einzelne Fahrzeuge damals ohne Batterieladung liegengeblieben sein, wĂ€hrend herbeigerufene Abschleppwagen mehrere Stunden benötigten, um die StraĂen wieder freizumachen. Zudem hatte bereits im Jahr 2025 ein stadtweiter Stromausfall fĂŒr BeeintrĂ€chtigungen gesorgt.
Rechtlicher Rahmen und behördliche Vorgaben
Die Entscheidung in San Francisco fĂ€llt in eine Phase zunehmender regulatorischer Kontrollen fĂŒr automatisierte Fahrzeugflotten im Bundesstaat. In Kalifornien trat im Jahr 2026 die Regelung AB 1777 in Kraft, die es den Polizeibehörden ermöglicht, Herstellern bei VerkehrsverstöĂen autonomer Fahrzeuge formelle Mitteilungen zuzustellen. Zudem verlangt der Bundesstaat einen Versicherungsschutz von mehreren Millionen US-Dollar je Fahrzeug.
Bei VerstöĂen drohen Zivilstrafen von bis zu 10.000 US-Dollar je Fahrzeug, wenn dieses nach behördlicher Anforderung RettungskrĂ€fte lĂ€nger als 30 Minuten behindert. Mit SB 1246 verschĂ€rft Kalifornien ab Juli 2028 die Anforderungen an Remote-Fahrer und lokale Einsatztechniker. Unser kostenloser Report liefert Ihnen den Notfallplan fĂŒr blockierte Robotaxis. Notfallplan jetzt sichern
Mit dem am 30. September 2026 durch den Gouverneur unterzeichneten Gesetz SB 1246 verschĂ€rft Kalifornien die Anforderungen weiter: Ab dem 1. Juli 2028 mĂŒssen Remote-Fahrer innerhalb der USA stationiert sein und ĂŒber einen im Bundesstaat gĂŒltigen FĂŒhrerschein verfĂŒgen.
Hersteller werden zudem verpflichtet, ausreichende KapazitĂ€ten fĂŒr Fernassistenz sowie lokale Einsatztechniker vorzuhalten, die im Notfall unverzĂŒglich zu blockierten Fahrzeugen entsandt werden mĂŒssen. Bei VerstöĂen drohen Zivilstrafen von bis zu 10.000 US-Dollar je Fahrzeug, wenn dieses nach behördlicher Anforderung RettungskrĂ€fte lĂ€nger als 30 Minuten behindert.
