Framework 13 Pro: 32-GB-RAM kostet 800 Euro – RAMageddon trifft
Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 00:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die modular aufgebaute Notebook-Schmiede Framework setzt mit dem neuen 13 Pro Maßstäbe in Sachen Reparierbarkeit und Verarbeitung. Doch explodierende Speicherpreise trüben das Gesamtbild.
Das aktualisierte Modell bringt ein deutlich stabileres Gehäuse, einen kräftigeren Akku und ein hochwertigeres Display mit – und bleibt dem modularen Konzept treu, das die Marke berühmt gemacht hat. Tester lobten die Fortschritte, kritisierten jedoch die massiv gestiegenen Kosten für den Arbeitsspeicher.
Hochwertigere Materialien und verbesserte Eingabegeräte
Mit dem Pro-Modell wagt Framework einen großen Schritt nach vorne. Statt des bisherigen Kunststoff- oder Aluminium-Unibody setzt der Hersteller nun auf ein CNC-gefrästes Gehäuse aus 6063er-Aluminium in Graphit-Optik. Die Folge: Das Notebook fühlt sich deutlich steifer und wertiger an als seine Vorgänger.
Auch die Eingabegeräte wurden überarbeitet. Ein neues haptisches Trackpad ersetzt das bisherige mechanische Modell. Die Tastatur bietet weiterhin einen Hub von 1,5 Millimetern – ein Wert, der bei vielen Nutzern hoch im Kurs steht.
Neues Display: Heller, schneller, aber nicht perfekt
Das 13,5-Zoll-IPS-Touchscreen-Display wurde grundlegend erneuert. Mit einer Auflösung von 2880x1920 Pixeln und einer Bildwiederholrate von 120 Hertz liefert es gestochen scharfe Bilder und flüssige Animationen. Tests bestätigten eine Spitzenhelligkeit von 700 Nits und ein Kontrastverhältnis von 1800:1.
Doch nicht alles ist Gold, was glänzt. Einige Tester berichteten von leichtem Ghosting bei schnellen Bewegungen. Zudem fehlt die Option für ein OLED- oder HDR-fähiges Panel – ein Wermutstropfen für Multimedia-Fans.
Panther Lake unter Druck: Leistung trifft auf Hitzeprobleme
Im Herzen des Framework Laptop 13 Pro arbeitet Intels neue Panther-Lake-Architektur – genauer gesagt die Core-Ultra-Serie 3. Die Testgeräte waren meist mit dem Core Ultra X7 358H bestückt, eine DIY-Version startet bereits mit dem Core Ultra 5 325.
Die neuen Prozessoren liefern zwar eine verbesserte Effizienz, doch das Kühlsystem mit nur einem Lüfter gerät unter Volllast schnell an seine Grenzen. Bei Leistungstests wurden Kerntemperaturen von über 90 Grad Celsius gemessen. Die Folge: Der Turbo-Boost drosselt die Leistung. Positiv: Im normalen Betrieb bleibt das Notebook erstaunlich leise.
„RAMageddon“: Speicherpreise explodieren
Der wohl größte Diskussionspunkt in den aktuellen Tests ist der Arbeitsspeicher. Framework setzt auf das LPCAMM2-Format – modular, aufrüstbar und schneller als verlöteter RAM. Doch genau diese Module treiben den Preis massiv in die Höhe.
In der Branche spricht man von einem „RAMageddon“: Die Preise für diese speziellen Speicherriegel haben sich im Juli 2026 nahezu verdoppelt. Ein 32-GB-Modul kostet rund 800 Euro, die 64-GB-Variante schlägt mit etwa 1.600 Euro zu Buche. Framework musste sogar einige Kundenbestellungen anpassen und 32-GB-Module durch 16-GB-Riegel ersetzen.
Die Folgen sind deutlich spürbar. Die DIY-Edition startet bei 1.199 Euro, das vorkonfigurierte Basismodell bei 1.599 Euro. Voll ausgestattete Testgeräte lagen jedoch zwischen 2.900 und 3.272 Euro – ein stolzer Preis für ein 13-Zoll-Notebook.
Akku: Endlich ausdauernd
Einhelliges Lob gab es für den neuen 74,5-Wh-Akku – ein deutlicher Sprung gegenüber den 61 Wh der Vorgängermodelle. Die Laufzeiten können sich sehen lassen: Über zehn Stunden bei hoher Helligkeit und mehr als 18 Stunden bei leichter Büroarbeit sind möglich. Damit ist das Framework 13 Pro endlich auch für Vielfahrer und Langzeit-Nutzer interessant.
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Linux-Freunde kommen auf ihre Kosten
Framework bleibt seiner Linie treu und positioniert das Pro-Modell als „Linux-first“-Gerät. Ubuntu 24.04 LTS ist als vorinstalliertes Betriebssystem erhältlich. Tester berichteten von einer reibungslosen Erfahrung – BIOS-Updates lassen sich bequem über den Linux Vendor Firmware Service (LVFS) einspielen. Auch Fedora und Arch Linux laufen problemlos.
VerfĂĽgbarkeit: Warten auf Batch 18
Die gute Nachricht: Das Framework Laptop 13 Pro ist abwärtskompatibel zu den meisten Komponenten früherer Framework-13-Modelle. Nutzer können ihre vorhandenen Erweiterungskarten und Teile weiterverwenden.
Die schlechte Nachricht: Die Verfügbarkeit ist durch Chargen-Lieferungen begrenzt. Aktuelle Bestellungen fallen in Batch 18, der voraussichtlich erst im November 2026 ausgeliefert wird. Wer also jetzt zuschlägt, braucht Geduld.
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Trotz der hohen Einstiegskosten und der Lieferverzögerungen gilt das Framework Laptop 13 Pro als das bisher ausgereifteste modulare Notebook-Konzept am Markt. Ob sich der Aufpreis lohnt, hängt letztlich davon ab, wie viel einem die Freiheit der Reparierbarkeit wert ist.
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