Psychologie, Erziehung

Weltspieltag: Die Marke kinder ruft mit #PlayBreak zu tÀglichen Spielmomenten auf

09.06.2026 - 10:27:57 | presseportal.de

Frankfurt am Main - Wissenschaft bestÀtigt: Kurze, bewusste Spielpausen stÀrken die Eltern-Kind-Bindung - Lern- und Entwicklungsexperte Prof. Dr. habil. André Frank Zimpel erklÀrt, warum.

Weltspieltag: Die Marke kinder ruft mit #PlayBreak zu tÀglichen Spielmomenten auf - Bild: presseportal.de
Weltspieltag: Die Marke kinder ruft mit #PlayBreak zu tÀglichen Spielmomenten auf - Bild: presseportal.de

AnlĂ€sslich des Weltspieltags (International Day of Play) am 11. Juni 2026 ruft die Marke kinder mit #PlayBreak Familien in Deutschland dazu auf, tĂ€glich bewusste Spielpausen in ihren Alltag zu integrieren. Die Kampagne ist Teil der globalen Initiative "Value of Play", mit der kinder den Wert gemeinsamen Spiels fĂŒr die Eltern-Kind-Beziehung ins Bewusstsein rĂŒckt.

Denn obwohl Spielen zu den elementarsten BedĂŒrfnissen von Kindern zĂ€hlt, gerĂ€t es im modernen Familienalltag zunehmend unter Druck: Volle Terminkalender lassen spontane Spielmomente zu kurz kommen. Dabei zeigt aktuelle Forschung, dass genau diese kurzen, gemeinsamen Momente einen messbaren Einfluss auf die Bindung zwischen Eltern und Kindern haben können.

Wissenschaftliche Basis: Was die Forschung zeigt

Zwei unabhÀngige Studien, die kinder im Rahmen der "Value of Play"-Initiative in Auftrag gegeben hat, liefern die wissenschaftliche Grundlage:

Ein systematischer wissenschaftlicher Review des University College London (Prof. Lynn Ang et al., 2025) wertete 62 internationale Studien aus ĂŒber 9.372 gesichteten Quellen aus. Das Ergebnis: Nicht die Menge oder Art des Spielzeugs, sondern die QualitĂ€t der gemeinsamen Interaktion zwischen Eltern und Kindern ist entscheidend fĂŒr positive Entwicklungseffekte.

Die Pilotstudie der University of East London (Prof. Sam Wass et al., 2025) untersuchte 20 Familien mit Kindern zwischen drei und sechs Jahren mithilfe von Wearable-Technologie im hĂ€uslichen Umfeld. Die Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Herzfrequenz von Eltern und Kindern wĂ€hrend gemeinsamer Spielmomente hĂ€ufiger im Gleichklang war als außerhalb von Spielsituationen - ein mögliches Zeichen fĂŒr geteilte emotionale Erfahrungen und NĂ€he.

Der Experte: Prof. Dr. habil. André Frank Zimpel

Wissenschaftlicher Experte fĂŒr die "Value of Play"-Initiative in Deutschland ist Prof. Dr. habil. AndrĂ© Frank Zimpel, Professor fĂŒr Lernen und Entwicklung an der UniversitĂ€t Hamburg und Leiter des Zentrums fĂŒr NeurodiversitĂ€tsforschung (ZNDF) Hamburg/Eppendorf. Als Diplom-Psychologe, Psychotherapeut und SonderpĂ€dagoge verbindet er entwicklungspsychologische und neurobiologische Perspektiven auf das kindliche Spiel und fasst den aktuellen Wissensstand so zusammen:

"Freies Spiel ist Turbolernen. Kinder beginnen damit gleich nach der Geburt ohne Aufforderung, aus eigenem Antrieb - und aktivieren das Gehirn ganzheitlich. Wenn Kinder spielen, verknĂŒpfen sie Emotionen, Erfahrungen und Gedanken zu stabilen neuronalen Netzwerken. So entstehen nicht nur Wissen, sondern vor allem FĂ€higkeiten wie Fantasie, Empathie, KreativitĂ€t, abstraktes Denken, Frustrationstoleranz, Selbstvertrauen und Problemlösekompetenz, die ein Leben lang tragen."

FĂŒr Eltern, die angesichts des vollen Alltags das GefĂŒhl haben, "nie genug" mit ihren Kindern zu spielen, hat Zimpel eine entlastende Botschaft: Gemeinsames Spielen muss weder geplant noch perfekt sein - wenige bewusst gemeinsam verbrachte Minuten reichen völlig aus.

"GlĂŒckliche Kinder spielen", so Zimpel. "Gemeinsame Spielzeit lebt von SpontaneitĂ€t, Augenhöhe und Improvisation. Ein paar Minuten ungeteilter Aufmerksamkeit, ein Rollenspiel auf dem Wohnzimmerboden oder das gemeinsame Erfinden von Geschichten reichen aus. Wer sich auf die Welt des Kindes einlĂ€sst, hilft ihm, sich um einen Kopf grĂ¶ĂŸer zu fĂŒhlen. Das stĂ€rkt nicht nur die Entwicklung, sondern auch die emotionale Bindung auf nachhaltige Weise."

Die Kampagne #PlayBreak: Kleine, aber wirkungsvolle gemeinsame Alltagsmomente

#PlayBreak ĂŒbersetzt diese wissenschaftlichen Erkenntnisse in den Alltag von Familien. "Die Kampagne gibt bewusst einfache und alltagstaugliche Impulse zum Spielen", erklĂ€rt Thomas Laux, Leiter Marketing von kinder Deutschland. "Bauen Sie vorm FrĂŒhstĂŒck kurz einen Turm mit Ihrem Kind, erfinden Sie spontan eine Geschichte auf dem Weg zum Kindergarten oder verkĂŒrzen Sie die Wartezeit an der Bushaltestelle durch ein Ratespiel. Jede Familie kann ihre eigene PlayBreak finden - kurz, spontan und ohne Perfektionsanspruch. So entstehen viele kleine Momente der NĂ€he im Alltag."

Der Weltspieltag am 11. Juni 2026 markiert dabei den Startschuss und ist gleichzeitig eine Einladung, gemeinsame Spielmomente dauerhaft in den Familienalltag zu integrieren.

Weitere Informationen zur "Value of Play"-Initiative sowie Inspiration und Spielideen fĂŒr Familien gibt es auf kinder.com/de/de/bedeutung-des-spielens

Quellenverzeichnis

Ang, L. et al. (2025) The Power of Play (PoP) Study: Understanding the Role and Value of Play in Supporting Early Learning and Development. Final Report. London: UCL Institute of Education.

Wass, S. et al. (kinder/Ferrero & University of East London) (2025) Kinder Final Research Report: How Play Can Enhance Physical Proximity, Shared Language and Physiological Synchrony. Research Report. London: Kinder/Ferrero; University of East London.

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