Frankfurt: Fitness First und Stadtbad schließen am 12. Oktober
Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 18:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Frankfurter Gewerbe- und Freizeitlandschaft steht vor einschneidenden Veränderungen. Mehrere prominente Adressen in der Mainmetropole und im Umland sind von Schließungen und Umbrüchen betroffen.
Im Mittelpunkt stehen dabei behördliche Maßnahmen und internationale Sanktionen gegen den wirtschaftlichen Eigentümer Ali Ansari. Eine Bestandsaufnahme zeigt, welche Standorte im Herbst 2026 schließen müssen und welche weiteren Häuser vor gravierenden Einschnitten stehen.
Schließungen am Eschenheimer Turm und im Stadtbad Mitte
Der traditionsreiche Fitness First Club am Eschenheimer Turm stellt seinen Betrieb am 12.10.2026 dauerhaft ein. Als Grund für die Schließung gelten internationale Sanktionen gegen Ali Ansari, der als wirtschaftlicher Eigentümer gilt. Ansari selbst bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe.
Mit dem Standort am Eschenheimer Turm ist auch die Zukunft des ehemaligen Stadtbads Mitte besiegelt. Der Betrieb des Bades wird ebenfalls eingestellt, die Schließung greift ab dem 12.10.2026. Die Liegenschaft blickt auf eine lange Historie zurück: Das Stadtbad wurde bereits 1995 an einen privaten Investor veräußert.
Eine damals vereinbarte, 30-jährige Verpflichtung zur öffentlichen Zugänglichkeit lief im Jahr 2025 aus. Zuletzt stand die Einrichtung noch an 5 Tagen pro Woche für Besucher offen.
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Kündigungen und Buchungsstopps in der Hotellerie
Die Sanktionen ziehen weitreichende Kreise im Frankfurter Gastgewerbe. So wurde der Pachtvertrag für das Hilton Frankfurt City Centre nach vorliegenden Berichten gekündigt; von Seiten des Hotelunternehmens Hilton liegt hierzu bislang keine Bestätigung vor. Die Konsequenzen für den operativen Ablauf zeichnen sich jedoch bereits ab: Ab dem 1.11.2026 sind in dem zentral gelegenen Haus keine Zimmer mehr buchbar.
Hintergrund dieser Entwicklung sind strenge Regulierungsauflagen. Demnach musste Hilton Transaktionen mit Firmen von Modschtaba Chamenei bis zum 9.8.2026 vollständig abschließen.
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Insolvenz im Hotel Gravenbruch
Neben den Vorfällen im unmittelbaren Stadtgebiet ist auch das nahegelegene Hotel Gravenbruch von einer existenzbedrohenden Schieflage erfasst worden. Das Traditionshaus ist insolvent und befindet sich derzeit in einem Notbetrieb. Von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten und der unklaren Fortführung des Hotelbetriebs sind insgesamt 140 Beschäftigte betroffen.
