Französische, Steuerbehörde

Französische Steuerbehörde gehackt: 678.438 DatensÀtze mit Einkommensdaten

Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 22:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Französische Steuerbehörde bestĂ€tigt Sicherheitsverletzung mit Zugriff auf sensible Daten. Ermittlungen laufen, betroffene BĂŒrger werden informiert.

DGFiP-Datenleck: Millionen Steuerzahler von Cyberangriff betroffen
Ein beleuchteter Computerbildschirm in einem dunklen Serverraum symbolisiert einen Hackerangriff auf eine Behörde. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Die französische Steuerbehörde Direction Générale des Finances Publiques (DGFiP) hat eine schwerwiegende Sicherheitsverletzung in ihren IT-Systemen bestÀtigt. Wie die Behörde Mitte August 2026 mitteilte, erlangten Unbefugte Zugriff auf sensible Informationen zahlreicher Steuerzahler. Der Vorfall löste umgehend Untersuchungen durch das französische Finanzministerium und die Datenschutzbehörde CNIL aus.

Umfang des Datenabflusses

Nach Berichten ĂŒber den Vorfall behauptete ein unter dem Pseudonym „ZeroBytes“ agierender Hacker, die persönlichen Daten von insgesamt zwei Millionen Opfern kompromittiert zu haben. Konkrete Analysen der zum Verkauf angebotenen DatensĂ€tze deuten auf mindestens 678.438 betroffene Datenzeilen hin. Diese umfassen detaillierte Informationen wie Namen, E-Mail-Adressen, Steuer-Identifikationsnummern sowie Angaben zur Familiensituation.

Besonders brisant ist die Offenlegung finanzieller Details. Den vorliegenden Informationen zufolge enthalten die entwendeten Daten auch Angaben zum jeweiligen Einkommen und den geltenden SteuersÀtzen. Unter den betroffenen DatensÀtzen befinden sich demnach Informationen zu 392.867 Privatpersonen und 285.570 BerufstÀtigen.

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Eine detaillierte AufschlĂŒsselung zeigt, dass auch Steuerzahler mit hohen Einkommen betroffen sind: 26.805 Personen mit einem Einkommen von mindestens 100.000 Euro, 386 Personen mit mehr als einer Million Euro sowie acht Personen mit EinkĂŒnften von ĂŒber zehn Millionen Euro.

Hergang und behördliche Reaktion

Erste Ermittlungen ergaben, dass der unbefugte Zugriff bereits Ende Juni 2026 stattfand. Der Angreifer nutzte offenbar eine Kombination aus IdentitĂ€tsdiebstahl und dem Zugang ĂŒber ein Virtual Private Network (VPN), um in die Systeme der DGFiP einzudringen. Das französische Finanzministerium bestĂ€tigte den illegitimen Zugriff und erklĂ€rte, dass sowohl persönliche als auch berufliche Steuerdaten extrahiert wurden.

Die Behörden haben unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls Maßnahmen zur SicherheitsverstĂ€rkung eingeleitet. Die nationale Datenschutzbehörde CNIL wurde offiziell ĂŒber den Vorfall benachrichtigt, zudem kĂŒndigte die Steuerbehörde die Erstattung einer Strafanzeige an. Eine umfassende Untersuchung zur KlĂ€rung des exakten Umfangs und der langfristigen Auswirkungen des Angriffs dauert derzeit noch an.

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Kommunikation mit betroffenen Steuerzahlern

Das Ministerium betöne, dass die Sicherheit der IT-Infrastruktur PrioritÀt habe, bestÀtigte jedoch bisher nicht die vom Hacker genannte Gesamtzahl der Betroffenen. WÀhrend einige Quellen von etwa 680.000 bis 700.000 betroffenen Steuerzahlern ausgehen, steht die BestÀtigung der vollen zwei Millionen Opfer noch aus.

Die DGFiP kĂŒndigte an, alle identifizierten betroffenen Personen direkt zu kontaktieren, um sie ĂŒber den Diebstahl ihrer Daten zu informieren. Experten raten Steuerzahlern in solchen FĂ€llen zur erhöhten Wachsamkeit gegenĂŒber Phishing-Versuchen oder möglichem IdentitĂ€tsmissbrauch, da die Kombination aus Steuer-IDs, E-Mail-Adressen und Einkommensdaten eine hohe QualitĂ€t fĂŒr betrĂŒgerische AktivitĂ€ten bietet.

Die weiteren Ermittlungen sollen nun zeigen, ob die SicherheitslĂŒcke vollstĂ€ndig geschlossen werden konnte und welche zusĂ€tzlichen Protokolle eingefĂŒhrt werden mĂŒssen, um kĂŒnftige Angriffe dieser Art zu verhindern.

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