Frauengesundheit, Millionen

Frauengesundheit: 85% der Millionen Betroffenen leiden unter Wechseljahren

31.05.2026 - 11:48:58 | boerse-global.de

Bad Wörishofen verbindet klassische Kneipp-Lehre mit moderner Longevity-Forschung. Politische Initiativen fordern bessere Frauengesundheitsversorgung.

Frauengesundheit: 85% der Millionen Betroffenen leiden unter Wechseljahren - Foto: über boerse-global.de
Frauengesundheit: 85% der Millionen Betroffenen leiden unter Wechseljahren - Foto: über boerse-global.de

Ende Mai 2026 rückt die klassische Kneipp-Lehre in den Fokus des Longevity-Trends. Ein aktuelles Forschungsprojekt untersucht die Anwendung der Naturheilverfahren speziell für die Frauengesundheit.

Die Sebastian-Kneipp-Schule verweist darauf, dass die Therapie angesichts moderner Gesundheitsherausforderungen relevanter denn je sei. Neue Angebote verknüpfen die bewährte Kur mit Ansätzen zur Steigerung der Lebensspanne.

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Summit und Bio-Code für Wohlbefinden

Ergänzend dazu fand im RETTER Bio-Natur-Resort ein Summit mit Fachleuten aus Medizin und Wissenschaft statt. Dort stellten Experten Konzepte wie einen speziellen Bio-Code für ganzjähriges Wohlbefinden vor. Eine Fortsetzung der Initiative ist für Januar 2027 geplant.

Parallel dazu wächst der politische Druck für bessere medizinische Versorgung von Frauen. In Berlin brachte die Opposition Ende Mai einen Antrag für eine verbindliche Frauengesundheitsstrategie ein.

Politische Initiativen für Frauen

Die Initiatoren fordern einen Aktionsplan für die Wechseljahre. Schätzungsweise 85 Prozent der rund neun Millionen betroffenen Frauen in Deutschland leiden unter Beschwerden. Zudem sollen die Hebammenversorgung gestärkt und Schwangerschaftsabbrüche fest im Medizinstudium verankert werden.

Ähnliche Forderungen gibt es in Österreich. Anlässlich des Tages der Frauengesundheit fordern Politiker ein Frauengesundheitszentrum in Graz. Die Versorgungslage ist angespannt: Für rund 300.000 Einwohner stehen nur 15 Kassenstellen für Frauenheilkunde zur Verfügung. Lediglich vier davon sind durch Ärztinnen besetzt.

KI gegen Brustkrebs

In der klinischen Forschung zeichnen sich Durchbrüche ab. Das Bundesforschungsministerium fördert an der Universität Düsseldorf ein Projekt mit rund 1,59 Millionen Euro. Ziel ist die Entwicklung KI-gestützter Wirkstoffe gegen das triple-negative Mammakarzinom, eine besonders aggressive Brustkrebsform.

Auf der ASCO-Jahrestagung in Chicago präsentierten Forscher des University College London zudem vielversprechende Ergebnisse. Spezielle DNA-Tests können die Notwendigkeit einer Chemotherapie präziser bestimmen. Bei rund zwei Dritteln der Studienteilnehmer konnte auf die Behandlung verzichtet werden – die Fünfjahresüberlebensrate blieb mit 93,7 Prozent stabil.

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Raucherquote bei Jugendlichen steigt

Trotz medizinischer Fortschritte zeigen aktuelle Daten neue Risiken. Die AOK informierte über einen Anstieg der Raucherquote bei Jugendlichen. Bis 2025 stieg der Anteil rauchender 12- bis 17-Jähriger auf 9,6 Prozent. 2021 lag er noch bei 6,1 Prozent.

Besonders auffällig: Bei Mädchen liegt die Quote bei 9,3 Prozent. Der Konsum von E-Zigaretten ist bei weiblichen Jugendlichen mit 7,8 Prozent höher als bei ihren männlichen Altersgenossen.

Versicherungen profitieren vom Gesundheitsbewusstsein

Das wachsende Gesundheitsbewusstsein spiegelt sich in den Geschäftszahlen der Versicherer wider. Die Concordia Versicherung meldet für 2025 ein deutliches Wachstum in der Krankenversicherung. Die Beitragseinnahmen stiegen um 14,5 Prozent auf 136,6 Millionen Euro – deutlich über dem Marktdurchschnitt. Die Schadenquote verbesserte sich im gleichen Zeitraum auf rund 60 Prozent.

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