FritzBox, FritzRepeater

FritzBox und FritzRepeater: AVM behebt WLAN-Probleme mit Labor-Updates

30.05.2026 - 01:09:10 | boerse-global.de

AVM veröffentlicht umfangreiche Firmware-Updates für FritzBox und Repeater. Neue Laborversionen beheben WLAN-Probleme und erweitern Smart-Home-Funktionen.

FritzBox und FritzRepeater: AVM behebt WLAN-Probleme mit Labor-Updates - Foto: über boerse-global.de
FritzBox und FritzRepeater: AVM behebt WLAN-Probleme mit Labor-Updates - Foto: über boerse-global.de

Der Berliner Netzwerkspezialist AVM hat zum Monatsende eine breite Update-Welle für seine FritzBox- und FritzRepeater-Produkte gestartet. Die neuen Firmware-Versionen reichen von stabilen Releases bis hin zu experimentellen Labor-Updates – mit Fokus auf WLAN-Stabilität, neue Sicherheitsfeatures und erweiterte Smart-Home-Funktionen.

Labor-Updates beheben hartnäckige WLAN-Probleme

Am 29. Mai 2026 veröffentlichte AVM neue Labor-Updates, die sich gezielt wiederkehrenden Funkproblemen widmen. Betroffen sind zahlreiche Geräte: die FritzRepeater 6000, 3000 AX, 1200 AX, 1700 und 2700, sowie das Outdoor-Modell 1610 und der Mesh Set 1600. Auf der Router-Seite erhielten die FritzBox 6860 5G, 6850 5G und 6850 LTE entsprechende Aktualisierungen.

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Hauptziel der neuen Versionen: die häufigen WLAN-Abbrüche im 2,4-Gigahertz-Band zu beseitigen. Zudem wurden Fehler behoben, die bei der Änderung von SSID-Namen in Hotspot-Konfigurationen auftraten. Einige dieser Router-Updates haben inzwischen den Status „Release Candidate" erreicht – ein Zeichen dafür, dass die stabile Version kurz bevorsteht.

FritzOS 8.25 und neue Beta-Features

Bereits am 28. Mai 2026 brachte AVM das stabile FritzOS 8.25 für die FritzRepeater 3000, 2400 und 1200 auf den Markt. Die Aktualisierung vereinfacht die Einrichtung internationaler Produkte – ein Neustart während der Konfiguration entfällt künftig.

Parallel erweiterte das Unternehmen sein Beta-Programm. Die FritzBox 7590 AX erhielt FritzOS 8.40, das unter anderem UTF-8-Zeichenkodierung unterstützt. Nutzer können damit künftig Sonderzeichen in Routernamen verwenden. Diese Version dient zudem als Vorbereitung für das kommende FritzOS 8.50. Andere Modelle wie die FritzBox 4060 und 7690 bekamen bereits Anfang Mai FritzOS 8.24, während die FritzBox 5690 XGS ihre Laborphase mit derselben Version startete – zur Optimierung der Systemstabilität und WLAN-Interoperabilität.

Das experimentelle FritzOS 8.40 für die 7590 AX bringt mehrere Neuerungen:

  • Sicherheit: Eine neue SOS-Notruffunktion erlaubt die Konfiguration von bis zu vier Notfallkontakten.
  • Smart Home: Integration eines Überlastungsschutzes für smarte Steckdosen.
  • Speicher: Die maximale Anzahl erlaubter NAS-Freigaben steigt von 20 auf 250.
  • Netzwerk: Verbesserungen bei WireGuard-Konfigurationen und mDNS-Unterstützung.

Allerdings warnt die technische Dokumentation zu Version 8.40 vor einem möglichen DHCPv4-Fehler, der in bestimmten Konfigurationen die IPv4-Internetverbindung stören kann.

Hardware-Neuheiten und App-Updates

Auch bei der Hardware gab es Bewegung. Seit dem 29. Mai 2026 ist das FRITZ!Mesh Set 2700 auf dem Schweizer Markt erhältlich. Die Sets gibt es in Konfigurationen mit zwei oder drei Einheiten, nutzen Wi-Fi 7 und erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 5.760 MBit/s im 5-GHz-Band sowie 688 MBit/s im 2,4-GHz-Band. Jede Einheit verfügt über einen 2,5-Gigabit-LAN-Anschluss. Die Preise liegen bei 299 Schweizer Franken für das Zwei-Einheiten-Set und 409 Franken für die Drei-Einheiten-Variante.

Am 28. Mai 2026 aktualisierte AVM zudem seine mobile App-Welt für Android-Nutzer. MyFritzApp Version 2.26.2 behebt VPN-bezogene Probleme, während FritzApp WLAN Version 2.14.5 diverse Detailanpassungen für eine verbesserte Benutzererfahrung erhielt.

Wettbewerb und Marktstimmung

Die Update-Offensive kommt zu einer Zeit des technologischen Wandels. Am 29. Mai 2026 kündigten die Konkurrenten Asus und TP-Link ihre ersten Router auf Basis des vorläufigen Wi-Fi-8-Standards (IEEE 802.11bn) an. Asus präsentierte den ROG Rapture GT-BN98 Pro mit Fokus auf Latenzreduzierung, TP-Link den Archer 8, der deutliche Durchsatzverbesserungen in mehrstöckigen Gebäuden verspricht.

Trotz der neuen Technologien zeigt eine YouGov-Umfrage aus April 2026 mit über 16.000 Teilnehmern aus 14 Ländern eine starke Präferenz für regionale Hersteller. Demnach äußerten 58 Prozent der deutschen Befragten Misstrauen gegenüber chinesischen Router-Herstellern – während nur 11 Prozent europäischen Marken skeptisch gegenüberstehen. Für 55 Prozent der europäischen Verbraucher ist die Herkunft ihrer Netzwerkhardware ein entscheidendes Kaufkriterium.

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