Galicien: 1,2 Millionen Euro fĂŒr psychische Gesundheit am Arbeitsplatz
Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 23:01 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Förderung der Gesundheit am Arbeitsplatz gewinnt auf regionalpolitischer Ebene zunehmend an Bedeutung, insbesondere mit Blick auf psychische Belastungen und physische Beschwerden. In der spanischen Region Galicien zeichnet sich eine gezielte strukturelle Weiterentwicklung der arbeitsmedizinischen PrÀvention ab.
Laut Medienberichten vom 17.10.2026 plant die Regionalregierung Xunta de Galicia, dem Instituto de Seguridade e SaĂșde Laboral de Galicia (Issga) im Jahr 2027 zusĂ€tzliche Mittel in Höhe von 1,2 Mio. ⏠bereitzustellen.
Wie Conselleiro JosĂ© GonzĂĄlez in Ourense darlegte, zielt diese finanzielle Aufstockung darauf ab, prĂ€ventive MaĂnahmen und das Wohlbefinden in den Betrieben der Region nachhaltig zu stĂ€rken.
Verankerung im regionalen Sozialdialog
Die zusĂ€tzlichen Finanzmittel sind in eine lĂ€ngerfristige Strategie eingebettet. Die MaĂnahme ist Bestandteil des sogenannten Plan Integral 2026-2029. Diese Rahmenvereinbarung entstand nicht isoliert in der Verwaltung, sondern wurde im Rahmen des institutionalisierten Sozialdialogs (DiĂĄlogo Social) verhandelt und beschlossen.
An diesem Abstimmungsprozess waren neben der Xunta de Galicia der regionale Arbeitgeberverband CEG sowie die Gewerkschaft UGT-Galicia beteiligt. Durch diesen konsensorientierten Ansatz soll sichergestellt werden, dass die geplanten Schritte gleichermaĂen von Unternehmensseite wie auch von den Arbeitnehmervertretungen mitgetragen werden.
Wie unter anderem europapress.es und eldiariopyme.es in Berichten vom 17.10.2026 hervorhoben, genieĂt die Aufstockung um 1,2 Mio. ⏠breite UnterstĂŒtzung unter den beteiligten Tarifpartnern.
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Gezielte UnterstĂŒtzung durch spezifische Programme
Im Zentrum der Initiative steht ein BĂŒndel praktischer Hilfsangebote, das auf zentrale Risikofaktoren im modernen Arbeitsalltag reagiert. Einen wesentlichen Baustein bildet das Programm Coida Peme, welches die Finanzierung einer gezielten psychologischen und muskuloskelettalen Betreuung fĂŒr BeschĂ€ftigte vorsieht. Damit rĂŒcken neben körperlichen Ăberlastungen explizit auch psychosoziale Faktoren in den Fokus der betrieblichen FĂŒrsorge.
Flankierend sind Schulungen fĂŒr FĂŒhrungskrĂ€fte sowie die Ausarbeitung von LeitfĂ€den zur ArbeitszeitflexibilitĂ€t vorgesehen. Damit soll in den Betrieben ein organisatorischer Rahmen geschaffen werden, der Ăberlastungen vorbeugt.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Hilfestellung fĂŒr Kleinstunternehmen und SelbststĂ€ndige bei FĂ€llen von Langzeitkrankschreibungen. ErgĂ€nzt wird dieses Spektrum durch eine Pilotbegleitung fĂŒr die RĂŒckkehr an den Arbeitsplatz, bei der ein freiwilliger Koordinator den Wiedereingliederungsprozess strukturiert begleitet.
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Zentrale Anlaufstelle fĂŒr kleine und mittlere Betriebe
Gerade kleinere Organisationen stehen bei arbeitsmedizinischen und psychologischen Angeboten hĂ€ufig vor organisatorischen und finanziellen HĂŒrden. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, sieht das concept der Xunta de Galicia die Einrichtung einer zentralen Servicestelle vor: der Ventanilla Ănica Gallega de Salud Laboral y Apoyo a la ReincorporaciĂłn Saludable.
Diese Anlaufstelle ist als kostenloser öffentlicher Dienst konzipiert und richtet sich gezielt an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Kleinstbetriebe sowie SelbststĂ€ndige. Sie soll den Zugang zu PrĂ€ventionsangeboten vereinfachen und eine gesunde RĂŒckkehr nach lĂ€ngeren Krankheitsphasen erleichtern. Damit fungiert die geplante Struktur als koordinierende Schnittstelle zwischen Behörden, Betrieben und BeschĂ€ftigten.
