Gaming-PC: 300-Euro-Einstieg ist endgültig Geschichte
25.06.2026 - 23:31:16 | boerse-global.de
Fehlanzeige. Steigende Kosten für Speicher und Arbeitsspeicher haben das 300-Euro-System für Gamer endgültig unmöglich gemacht.
Komponentenpreise sprengen jedes Budget
Eine aktuelle Analyse von HardwareDealz.com vom 22. Juni zeigt: Wer auf neue Teile setzt, kommt mit 300 Euro nicht mehr hin. Die Rechnung ist ernüchternd. Allein die Kernkomponenten für einen modernen Einsteiger-Rechner übersteigen das Budget – noch vor dem Gehäuse oder der Festplatte.
Die empfohlene Basis: Ein AMD Ryzen 5 5600GT für rund 131,49 Euro, gepaart mit einem ASRock B450M Pro4 R2.0-Mainboard ab 139 Euro. Dazu kommen 16 Gigabyte DDR5-RAM für etwa 133,90 Euro und ein 550-Watt-Netzteil für mindestens 42,89 Euro. Die Zwischensumme? Über 447 Euro.
Zum Vergleich: Der Cinebench R23 bescheinigt dieser Konfiguration eine CPU-Leistung von 7183 Punkten, der 3DMark Steel Nomad kommt auf 210 GPU-Punkte. Doch die Leistungsdaten sind zweitrangig – die Gesamtkosten bleiben die Hürde.
Mini-PCs als Notlösung?
Gibt es Alternativen für 300 Euro? Ja, aber nicht zum Spielen. Der BMAX B9 Plus Mini-PC etwa kostet mit Rabatten umgerechnet rund 300 Euro. Er bietet einen Intel Core i5-1235U mit zehn Kernen, 24 GB RAM und einer 512-GB-SSD inklusive Windows 11. Klingt solide – aber Hardware-Tester sind sich einig: Zum Zocken taugt das Gerät nicht. Es bleibt ein Office- oder Media-Rechner.
Die Zeiten des 300-Euro-Gaming-PCs sind vorbei – doch mit dem richtigen Know-how bauen Sie auch heute noch ein günstiges System. Unser kostenloser Guide zeigt Ihnen die besten Spar-Tricks und welche Komponenten sich lohnen. Jetzt kostenlosen Spar-Guide anfordern
Auch Valve kämpft mit den Preisen
Der Kostendruck trifft selbst die Großen der Branche. Valves offizielle Steam Machine startet bei 1.039 Euro – ein Preis, den das Unternehmen mit explodierenden Speicherkosten in der globalen Lieferkette begründet. Eine Subvention der Hardware, wie in der Konsolenbranche üblich, lehnt Valve ab. Das offene System sei wichtiger als ein künstlich niedriger Einstiegspreis.
Die neue Realität: 1.000 Euro und mehr
Die Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit wird immer größer. Enthusiasten weichen auf teurere Eigenbauten oder Sonderangebote aus. Ein Beispiel: Die sogenannte „Terk Box“ – ein individuell gefertigter PC mit 3D-gedrucktem Gehäuse und RTX 5060 – kostet selbst mit gebrauchten Teilen rund 700 Euro.
Wer heute einen fertigen Gaming-PC kaufen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. Die aktuellen Preisregionen:
Mini-PCs locken mit günstigen Preisen – aber zum Zocken taugen sie nicht. Wer stattdessen auf Eigenbau setzt, spart bares Geld und bekommt echte Gaming-Leistung. Unser Leitfaden verrät, wie Sie mit kleinem Budget den besten PC zusammenstellen. Spar-Guide für Einsteiger-PCs sichern
- Einsteiger (Full HD): Komplettsysteme mit RTX 5060 und Intel Core i5-14400F gibt es ab etwa 1.000 Euro im Angebot.
- Mittelklasse (QHD): Rechner mit RTX 5070 und 32 GB DDR5-RAM liegen bei rund 1.590 Euro.
- Oberklasse (4K): Reine AMD-Konfigurationen mit Ryzen 7 9800X3D und Radeon RX 9070 XT wurden zuletzt für 1.749 Euro gehandelt.
Die Botschaft ist klar: Der 300-Euro-Gaming-PC ist Geschichte. Wer zocken will, muss heute deutlich mehr investieren – oder auf Konsole und Cloud-Gaming ausweichen.
