Gebrauchte Smartphones: Chinas Ministerium warnt vor Spionage und Betrug
Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 04:03 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas Ministerium fĂŒr Industrie und Informationstechnik Chinas hat am 29. Oktober 2026 eine offizielle Warnung vor Sicherheitsrisiken beim Erwerb von GebrauchtgerĂ€ten herausgegeben.
Ăber seinen Kanal auf der Plattform WeChat wies das Ministerium darauf hin, dass Kriminelle gebrauchte Mobiltelefone vor dem Weiterverkauf gezielt mit Schadsoftware infizieren. Die prĂ€parierten GerĂ€te dienen dazu, kĂŒnftige Besitzer unbemerkt auszuspionieren und fĂŒr betrĂŒgerische AktivitĂ€ten zu missbrauchen.
Tiefgreifende Manipulationen im System
Nach Angaben der Behörde greifen die TÀter tief in die GerÀtesoftware ein. HÀufig werde der Bootloader entsperrt, die Firmware verÀndert oder ein Trojaner direkt in das Betriebssystem (ROM) integriert.
Durch diese tiefe Verankerung auf Systemebene greift eine ĂŒbliche SicherheitsmaĂnahme von Verbrauchern nicht mehr: Das Ministerium betonte, dass selbst das ZurĂŒcksetzen auf die Werkseinstellungen die eingeschleuste Malware nicht zuverlĂ€ssig entfernen kann.
Sobald ein KÀufer eine SIM-Karte einsetzt und das Smartphone mit dem Mobilfunknetz oder dem Internet verbindet, aktivieren sich die Schadfunktionen. Die HintermÀnner können die GerÀte aus der Ferne steuern.
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Zu den dokumentierten AktivitĂ€ten zĂ€hlen das eigenstĂ€ndige Versenden von Kurzmitteilungen sowie das unbefugte Erstellen von Benutzerkonten auf diversen Internetplattformen, die wiederum fĂŒr Betrugsdelikte genutzt werden.
Zudem greifen die Spionageprogramme sensible Daten ab, darunter empfangene BestĂ€tigungscodes, SMS-VerlĂ€ufe, Kontaktverzeichnisse sowie Anruflisten. Die abgefangenen Informationen nutzen die Kriminellen anschlieĂend fĂŒr gezielte Betrugsangriffe gegen die Betroffenen und deren Umfeld.
Handlungsempfehlungen fĂŒr Verbraucher
Angesichts dieser Vorgehensweise rÀt das Ministerium zu erhöhter Vorsicht beim Kauf gebrauchter Elektronik. Verbraucher sollten vorzugsweise offizielle VertriebskanÀle und renommierte Handelsplattformen nutzen.
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Beim Erwerb sei stets darauf zu achten, dass ein offizieller PrĂŒfbericht sowie ein entsprechender Kaufbeleg vorliegen. Besondere Skepsis sei geboten, wenn GerĂ€te mit Hinweisen auf eine Entsperrung oder einen offenen Bootloader angeboten werden.
Sollten nach dem Kauf verdĂ€chtige AktivitĂ€ten auftreten, rĂ€t die Behörde zu schnellem Handeln. Typische Warnsignale seien unklare SMS-AktivitĂ€ten, unerwartet stark ansteigende MobilfunkgebĂŒhren, ein hoher Datenverbrauch oder Apps, die sich ohne Zutun der Anwender installieren. In solchen FĂ€llen sollten Nutzer das GerĂ€t unverzĂŒglich von sĂ€mtlichen Netzverbindungen trennen, vorhandene Kauf- und GerĂ€tebelege sichern und die Polizei einschalten.
