GefÀhrliche, Plaques

GefÀhrliche Plaques: Protein PCSK9 verrÀt Schlaganfall-Risiko

24.06.2026 - 23:41:59 | boerse-global.de

Studien entschlĂŒsseln Mechanismen der Herzinsuffizienz und identifizieren PCSK9 als Marker fĂŒr gefĂ€hrliche Plaques.

Herz-Kreislauf-Forschung: Neue Erkenntnisse zu Titin, PCSK9 und Bildgebung
GefĂ€hrliche - Nahaufnahme eines transparenten menschlichen Herzmodells mit leuchtenden roten und blauen GefĂ€ĂŸen, die Proteinstrukturen und Plaque zeigen. 24.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Im Fokus stehen molekulare Ursachen der Herzinsuffizienz, die Identifikation gefĂ€hrlicher GefĂ€ĂŸablagerungen sowie neue Technologien in der Diagnostik.

Wenn das Herz an ElastizitÀt verliert

Wissenschaftler der UniversitĂ€t MĂŒnster haben einen zentralen Mechanismus der HerzschwĂ€che entschlĂŒsselt. Ihre Studie, die heute in der Fachzeitschrift Nature Cardiovascular Research erscheint, zeigt: Die Spaltung des Strukturproteins Titin spielt eine SchlĂŒsselrolle.

Eine gestörte Titin-Struktur beeintrĂ€chtigt die elastische RĂŒckstellkraft des Herzmuskels. Die Folge: fehlerhafte HerzfĂŒllung, Vernarbungen und schließlich Herzinsuffizienz. Die Erkenntnisse erklĂ€ren, wie molekulare VerĂ€nderungen die biomechanische Leistung des Organs langfristig schwĂ€chen.

GefÀhrliche Ablagerungen in der Halsschlagader

Ein Forscherteam des Deutschen Zentrums fĂŒr Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) und der Technischen UniversitĂ€t MĂŒnchen hat am Montag eine umfassende Analyse von GefĂ€ĂŸablagerungen veröffentlicht. Die Wissenschaftler untersuchten 112 Patientenproben aus Operationen an der Halsschlagader.

Dabei identifizierten sie fast 4.900 Proteine und arbeiteten Unterschiede zwischen stabilen und instabilen Plaques heraus. Besonders gefĂ€hrdete Ablagerungen zeigen verstĂ€rkte EntzĂŒndungsprozesse, VerĂ€nderungen im Fettstoffwechsel und lokale Verkalkungen. Als entscheidender Marker fĂŒr instabile, leicht reißende Plaques gilt das Protein PCSK9. Die Erkenntnisse könnten kĂŒnftig helfen, das Schlaganfall-Risiko prĂ€ziser einzuschĂ€tzen.

PrĂ€zisere Bildgebung aus dem GefĂ€ĂŸinneren

Neben der Grundlagenforschung gewinnen neue Anwendungstechniken an Bedeutung. Im KMG Klinikum GĂŒstrow kommt seit April ein hochauflösender intravaskulĂ€rer Ultraschall-Katheter (HD-IVUS) zum Einsatz. Die Technik ermöglicht detaillierte Bilder direkt aus dem GefĂ€ĂŸinneren.

Chefarzt Krzysztof Pujdak verweist auf die gesteigerte PrĂ€zision bei der Platzierung von Stents. Das senke das Komplikationsrisiko fĂŒr Patienten.

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Digitale Nachsorge fĂŒr Kunstherz-Patienten

Ein Marburger Herzteam stellte Mitte Juni das Konzept „Integrated LVAD Care“ vor. Es richtet sich speziell an Patienten mit Kunstherzsystemen. Die digitale Dokumentation von Blutdruck, Puls und SauerstoffsĂ€ttigung soll die BrĂŒcke zwischen stationĂ€rer Behandlung und ambulanter Versorgung schließen.

Der Förderverein des UniversitĂ€ren Herzzentrums Marburg unterstĂŒtzt das Projekt mit 12.000 Euro. Die Zuwendung wurde am 16. Juni ĂŒbergeben.

Nierenzentrum bĂŒndelt Expertise

Die KomplexitĂ€t von Herz- und GefĂ€ĂŸerkrankungen erfordert fachĂŒbergreifende Zusammenarbeit. Gestern wurde in Nordrhein-Westfalen das „Center of Excellence in Nephrology“ (CEN) eröffnet. Die UniversitĂ€tsklinika Köln, Aachen und DĂŒsseldorf bĂŒndeln dort ihre Expertise fĂŒr Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen.

Über neun Millionen Menschen in Deutschland leiden an solchen Erkrankungen. Die enge Verzahnung von Forschung und Praxis ist ein zentrales Ziel der Initiative.

Lebensstil und Klima als Faktoren

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Mediziner des Asklepios Westklinikums Hamburg betonen: Moderne Medikamente zur Gewichtsregulation wie GLP-1-Wirkstoffe bieten neue Optionen, mĂŒssen aber in ein ganzheitliches Konzept eingebettet sein.

Die Berliner Vivantes-Kliniken beobachten zudem die unmittelbare Belastung des Herz-Kreislauf-Systems durch Hitze. Vermehrt kommen Patienten mit FlĂŒssigkeitsmangel und Kreislaufproblemen in die Notaufnahme.

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