Gefäßverkalkung, Vitamin

Gefäßverkalkung: Vitamin K2 verlangsamt Ablagerungen um 25%

Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 17:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein Mangel an Vitamin K begünstigt Gefäßverkalkung und kann das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen deutlich erhöhen. Eine Studie zeigt: K2 bremst die Verkalkung um 25 Prozent.

Vitamin-K-Mangel: Erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall
Stethoskop und frisches grünes Gemüse auf einem Untersuchungstisch als Symbol für die kardiovaskuläre Gesundheit. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Bedeutung von Mikronährstoffen für das menschliche Gefäßsystem rückt zunehmend in den Fokus medizinischer Analysen. Aktuelle Berichte warnen in diesem Zusammenhang vor den spezifischen Gefahren eines Vitamin-K-Mangels für die kardiovaskuläre Gesundheit. Vitamin K spielt eine entscheidende Rolle im Körper, da es Proteine aktiviert, die die Blutgefäße aktiv vor einer Verkalkung schützen. Ein Defizit kann dementsprechend schwerwiegende Folgen für das Herz-Kreislauf-System nach sich ziehen.

Die Rolle von Vitamin K im kardiovaskulären System

In Deutschland werden jährlich rund 500.000 Schlaganfälle und Herzinfarkte auf Arteriosklerose zurückgeführt. Die Mechanismen hinter diesen Erkrankungen sind komplex, doch die Funktion von Vitamin K als Schutzfaktor gilt als belegt. Das Vitamin sorgt für die Aktivierung von Proteinen, welche die Ablagerung von Calcium in den Gefäßwänden verhindern. Fehlt dieser Schutzmechanismus, begünstigt dies die Entstehung von Gefäßsteifigkeit.

Medizinische Experten weisen darauf hin, dass ein ausgeprägter Vitamin-K-Mangel das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen massiv erhöhen kann. Ein Fachmediziner verglich das damit verbundene Risiko sogar mit dem Konsum von zwei Schachteln Zigaretten pro Tag. Neben der Gefäßverkalkung wird ein Mangel auch mit der Entstehung von Herzrhythmusstörungen in Verbindung gebracht. Über den kardiovaskulären Bereich hinaus fördert das Vitamin zudem die allgemeine Elastizität der Arterien und trägt zur Prävention von Osteoporose bei.

Studienergebnisse zur Gefäßverkalkung

Die Wirksamkeit einer gezielten Supplementierung wurde in einer zweijährigen Studie mit 180 Teilnehmern untersucht. Im Zentrum der Untersuchung stand Vitamin K2 in der Form MK-7. Die Ergebnisse verdeutlichen das Potenzial des Nährstoffs: Die Gabe von Vitamin K2 konnte die Verkalkung der Blutgefäße um 25 % verlangsamen.

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Allerdings zeigen die Daten auch die Grenzen der Behandlung auf. Während die fortschreitende Verkalkung signifikant gebremst werden konnte, wurde keine Rückbildung bereits bestehender Kalkablagerungen beobachtet. Dies unterstreicht die Bedeutung einer frühzeitigen Prävention und einer ausreichenden Versorgung, bevor irreparable Schäden an den Gefäßwänden entstehen.

Differenzierung und Quellen in der Ernährung

In der medizinischen Betrachtung wird zwischen Vitamin K1 und Vitamin K2 unterschieden, die in unterschiedlichen Lebensmittelgruppen vorkommen. Vitamin K1 ist primär in grünem Blattgemüse enthalten. Vitamin K2 hingegen findet sich vor allem in fermentierten Lebensmitteln sowie tierischen Produkten. Zu den wichtigen Quellen für K2 zählen:

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  • Natto (fermentierte Sojabohnen) und Tempeh
  • Sauerkraut
  • Eigelb
  • Innereien und Milchprodukte

Trotz der gesundheitlichen Vorteile ist bei der Aufnahme von Vitamin K Vorsicht geboten, wenn gleichzeitig medikamentöse Behandlungen stattfinden. Fachleute betonen, dass insbesondere Personen, die Blutverdünner einnehmen, ihren Konsum einschränken oder die Zufuhr engmaschig mit ihrem behandelnden Arzt abstimmen sollten, da Vitamin K die Wirkung dieser Medikamente beeinflussen kann. Eine unkontrollierte Supplementierung ohne medizinische Rücksprache wird in diesen Fällen kritisch gesehen.

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