GeForce, Nvidia

GeForce 582.78: Nvidia schließt 114 Sicherheitslücken in älteren Karten

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 20:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Treiber beseitigt 114 Schwachstellen; die kritische Lücke betrifft den Linux-vGPU-Manager, nicht den Windows-GeForce-Treiber.

Nvidia veröffentlicht Sicherheitsupdate für ältere GeForce-Grafikkarten
Dunkler Serverraum mit metallischen Server-Racks in kühler, blauer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Nvidia hat den Treiber GeForce Security Update 582.78 veröffentlicht, der sich gezielt an Besitzer älterer Grafikkarten der Maxwell-, Pascal- und Volta-Architektur richtet. Das WHQL-zertifizierte Paket für 64-Bit-Windows-10- und Windows-11-Systeme umfasst 912,74 MB und schließt insgesamt 114 Sicherheitslücken, die im September-Sicherheitsbulletin des Unternehmens identifiziert worden waren.

Betroffene Grafikkarten

Das Update deckt ein breites Spektrum älterer Desktop-Modelle ab, von der GTX 745 über die GTX-950- bis GTX-980-Ti-Reihe bis hin zu den GTX-1050- bis GTX-1080-Ti-Karten sowie den Modellen GT 1030, GT 1010 und den Titan-Varianten Titan V, Titan Xp, Titan X und GeForce GTX Titan X. Auf der mobilen Seite sind die GTX-900M- und GTX-10-Serie sowie die Modelle MX110 bis MX350 betroffen.

Der reguläre Game-Ready-Support für diese produktlinien war bereits im Oktober 2025 ausgelaufen, kritische Sicherheitsupdates will Nvidia jedoch bis Oktober 2028 weiterhin bereitstellen.

Aufschlüsselung der Schwachstellen

Von den 114 behobenen Schwachstellen werden 76 als High, 37 als Medium und eine als Critical eingestuft. Der Großteil entfällt mit 98 Fällen auf den Display-Treiber, während 16 die vGPU-Software betreffen.

Innerhalb der Display-Treiber-Schwachstellen sind 68 unter Windows relevant – davon 18 ausschließlich unter Windows und 50 sowohl unter Windows als auch Linux –, während 30 ausschließlich Linux-Systeme betreffen. Der höchste CVSS-Wert im Display-Treiber liegt bei 7,8 und damit im High-Bereich, etwa bei der Schwachstelle CVE-2026-47489, die laut den Angaben 56 Einzelfälle umfasst.

Anzeige

Wer sich mit der Sicherheit seines Systems befasst, sollte auch das Betriebssystem selbst im Blick behalten. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie typische Fehler unter Windows 11 ohne teure Hilfe selbst beheben können. 5 Windows-Fehler sofort selbst lösen

Die Lücken können je nach Ausprägung Code-Ausführung, Datenkorruption, lokale Rechteausweitung, Datenspionage oder -manipulation, Dienstverweigerung sowie das Auslesen von Informationen ermöglichen.

Kritische Lücke betrifft Linux-vGPU-Manager, nicht Windows

Neue Details zeigen, dass die als Critical eingestufte Schwachstelle CVE-2026-47574 mit einem CVSS-Wert von 9,9 nicht den Windows-GeForce-Treiber betrifft, sondern den Virtual GPU Manager unter Linux.

Die Lücke wird unter CWE-669 als unzulässige Ressourcenübertragung zwischen Schutzbereichen klassifiziert und kann Code-Ausführung, Rechteausweitung, Datenänderung, Dienstverweigerung sowie Informationslecks ermöglichen. Für Windows-Nutzer von GeForce-Grafikkarten besteht durch diese spezifische Schwachstelle demnach kein direktes Risiko.

Weitere dokumentierte Einzelschwachstellen betreffen unter anderem CVE-2026-47505, ein Use-after-free-Problem im Windows-Kernel-Modus, sowie CVE-2026-47500, das sowohl Windows- als auch Linux-Systeme im Kernel-Modus betrifft. CVE-2026-47575 beschreibt einen Integer-Überlauf mit Out-of-Bounds-Schreibzugriff, der von einem lokalen, unprivilegierten Nutzer ausgelöst werden kann.

Anzeige

Nicht nur Treiber-Updates, sondern auch das richtige Setup des Betriebssystems schützt vor unnötigen Systemausfällen. Wie Sie Ihren PC stabil halten und Abstürze verhindern, erfahren Sie in dieser kompakten Experten-Anleitung. Kostenlosen Windows-Ratgeber jetzt herunterladen

Versionsstände und Einordnung

Für Windows gelten als Mindestversionen R615 616.56, R610 610.88 sowie R580 582.78, unter Linux R615 615.71.09, R610 610.57.04, R595 595.91.07 und R580 580.178.04. Für RTX-PRO-, RTX-, Quadro- und Tesla-Produkte liegen unter Windows die Versionen 616.92, 610.88, 596.86 und 582.78 vor, unter Linux entsprechend 615.71.09, 610.57.04, 595.91.07 und 580.178.04.

Nach bisherigem Kenntnisstand gibt es keine Hinweise auf eine aktive Ausnutzung der Schwachstellen; viele der beschriebenen Angriffsszenarien setzen zudem lokalen Zugriff und grundlegende Nutzerrechte voraus. Für Besitzer der betroffenen älteren Grafikkartenarchitekturen wird dennoch empfohlen, die Installation des Sicherheitsupdates nicht aufzuschieben.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70212449 |