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GeForce RTX 5090: Weltweiter Preis liegt 262 Prozent über Empfehlung

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 02:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
GPU-Kosten legten im Oktober um elf Prozent zu; Speicherknappheit und hohe Nachfrage aus KI-Rechenzentren belasten das Angebot.
Eine moderne Reinraum-Umgebung in einer Halbleiterfabrik mit glänzenden Edelstahlanlagen und kühler Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Die Anschaffungskosten für Grafikkarten haben im Oktober 2026 erneut spürbar angezogen. Wie aus einer Marktuntersuchung von TechSpot in zehn Ländern hervorgeht, stiegen die GPU-Preise im Oktober um elf Prozent gegenüber dem Vormonat.

Nach Zuwächsen von 15 Prozent im August und sieben Prozent im September summiert sich der Preisanstieg über einen Zeitraum von drei Monaten auf rund 35 Prozent. Die jeweils niedrigsten verfügbaren Handelspreise lagen im Schnitt 44 Prozent über den unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller, in den Vereinigten Staaten und Kanada sogar 58 Prozent darüber.

Extreme Aufschläge im Spitzen- und Mittelklassesegment

Besonders stark betroffen ist das Spitzenmodell von NVIDIA. Die GeForce RTX 5090 verteuerte sich innerhalb eines Monats um 32 Prozent. Der normalisierte globale Preis kletterte auf 7.240 US-Dollar, was einem Aufschlag von 262 Prozent gegenüber der offiziellen Empfehlung von 1.999 US-Dollar entspricht; Anfang September hatte der Aufschlag noch bei 136 Prozent gelegen.

Auf dem US-Markt lag das günstigste gelistete Angebot der RTX 5090 im Oktober bei 9.400 US-Dollar – nach 6.890 US-Dollar im September –, womit die Karte 370 Prozent über dem regulären Abgabepreis notierte, während viele Händler mehr als 11.000 US-Dollar ansetzten.

Parallel dazu verteuerte sich die RTX 5080 in den USA um 22 Prozent innerhalb eines Monats auf 2.200 US-Dollar, nachdem sie zuvor bei 1.580 US-Dollar gelegen hatte.

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Auch bei Konkurrenzmodellen und Mittelklassekarten zogen die Preise an. Bei AMD stieg die Radeon RX 9060 XT mit 16 Gigabyte um 17 Prozent, während die RX 9070 XT um zwölf Prozent zulegte und sich der Marke von 1.000 US-Dollar annäherte. Für die Intel Arc B580 ergab sich ein Preisplus von rund zehn Prozent.

Wie Auswertungen von Hardware Unboxed für zehn Märkte – darunter Deutschland, Großbritannien und die USA – zeigen, betrug der Anstieg im Oktober ohne Berücksichtigung der RTX 5090 zehn Prozent; das Preisniveau lag ohne dieses Spitzenmodell durchschnittlich 44 Prozent über den Einführungspreisen.

Lieferengpässe und Speicherknappheit treiben den Markt

NVIDIA trat Berichten über ein mögliches Auslaufen der RTX 5090 entgegen und bestätigte, dass das Modell nicht eingestellt sei. Zuvor war über eine Variante der RTX 5080 mit 24 Gigabyte Speicher als Ersatz spekuliert worden, während der Hardware-Experte Der8auer berichtet hatte, dass derzeit keine neuen Bestellungen für den GB202-Grafikprozessor mit 32 Gigabyte GDDR7-Speicher möglich seien.

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Als wesentliche Ursache für die Verteuerung nennt eine Marktanalyse von Compare Empire eine akute Knappheit bei DRAM-Speichern, ausgelöst durch den hohen Bedarf von Rechenzentren für künstliche Intelligenz. Laut diesen Erhebungen kündigte AMD gegenüber Board-Partnern für das Jahr 2026 Preisanhebungen von mindestens zehn Prozent an.

NVIDIA wiederum hatte die Preise bereits im Januar sowie im Mai angehoben und laut Berichten im August weitere Aufschläge von 20 bis 30 Prozent erwogen. Branchenbeobachter raten Kaufinteressenten daher davon ab, auf nennenswerte Preisnachlässe im Rahmen von Rabattaktionen zum Black Friday zu hoffen.

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