Gehirntraining, Spiele

Gehirntraining: Spiele senken Demenzrisiko um 25 Prozent

27.05.2026 - 21:30:25 | boerse-global.de

Studien belegen positive Effekte von Videospielen auf Senioren. Neue Apps und biologische Risikofaktoren rĂŒcken in den Fokus.

Fraport Aktie: Streiks hinterlassen Spuren - Foto: ĂŒber boerse-global.de
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Videospiele, Apps und gezieltes Training sollen kognitiven Abbau verhindern.

Digitale Spiele fĂŒr Senioren

Die Forschung liefert zunehmend Belege fĂŒr die Wirksamkeit von Videospielen bei Ă€lteren Menschen. Eine Meta-Analyse von 47 Studien zeigt: „Silver Gamer“ verbessern durch regelmĂ€ĂŸiges Spielen ihre kognitiven Funktionen, die Verarbeitungsgeschwindigkeit und sogar ihre Depressionswerte.

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Die MemoreBox-Studie mit rund 1.000 Pflegeheimbewohnern bestÀtigt diesen Trend. Die Teilnehmer zeigten messbare Steigerungen ihrer geistigen FÀhigkeiten.

Besonders vielversprechend sind Ergebnisse zum Spiel „Doppelentscheidung“. In einer Langzeitstudie mit rund 3.000 Teilnehmern ĂŒber 65 Jahren sank das Demenzrisiko um 25 Prozent. Professor Marilyn Albert von der Johns Hopkins University erklĂ€rt: Das Spiel fördere die GehirnplastizitĂ€t, weil es mit zunehmender Spieldauer schwieriger werde.

Doch Fachleute warnen: Gehirntraining allein ersetzt keinen gesunden Lebensstil. Bewegung, soziale Kontakte und Blutdruckkontrolle bleiben essenziell.

Neue Apps fĂŒr den Alltag

Nintendo bringt am 28. Mai 2026 die App „Pictonico!“ fĂŒr iOS und Android. Die Anwendung nutzt persönliche Fotos als Spielfiguren in 80 Minispielen. Die Bilddaten bleiben laut Hersteller lokal auf dem GerĂ€t.

Bereits am 26. Mai erschien „Sequvo“ fĂŒr mobile GerĂ€te. Das Spiel verzichtet auf Werbung und In-App-KĂ€ufe und bietet 90 Levels mit musikalischen und logischen Elementen.

Bakterien als Alzheimer-Risiko

Neben dem Training rĂŒcken biologische Risikofaktoren in den Fokus. Eine Studie von Li et al. (2026) identifiziert das Bakterium Porphyromonas gingivalis – einen Zahnfleischerreger – als signifikanten Risikofaktor. Eine Infektion kann das Alzheimer-Risiko um mehr als das Sechsfache erhöhen.

Forscher der UniversitÀt Leipzig meldeten am 25. Mai 2026 einen Durchbruch: Sie identifizierten neue Immunzellen namens HPAM, die sich um Amyloid-Plaques ansammeln.

Statine senken Demenzrisiko

Eine Meta-Analyse mit Daten von 7 Millionen Patienten aus 55 Studien untersuchte den Effekt von Statinen. Die Ergebnisse: Die Medikamente senken das allgemeine Demenzrisiko um 14 Prozent, das Alzheimer-Risiko sogar um 28 Prozent.

Besonders wirksam waren Rosuvastatin (28 Prozent Senkung) und Atorvastatin (11 Prozent Senkung). Bei einer Einnahmedauer von mehr als drei Jahren sank das Risiko um 63 Prozent.

Poesie als Gehirntraining

Ein ungewöhnlicher Forschungszweig untersucht die Wirkung von Literatur. Hirnscan-Studien belegen: Das Lesen von Poesie aktiviert gleichzeitig Sprachregionen, emotionale Netzwerke und das autobiografische GedÀchtnis.

Die UniversitÀt Basel fand heraus: ZÀsuren und Wendungen in Versen wirken als kognitive Stoppsignale und fördern die AmbiguitÀtstoleranz.

Das Unternehmen Thyra Imaging nutzt solche Erkenntnisse bereits fĂŒr die Diagnostik. Adaptive Optik bei Augenscans soll kognitive VerĂ€nderungen frĂŒhzeitig erkennen.

Praxis-Workshops und Screening-Programme

Wissenschaftliche Erkenntnisse finden zunehmend den Weg in den Alltag. In MĂŒnchen findet am 30. Mai 2026 ein Praxis-Workshop der Gehirn-Wissen-Akademie statt. Thema: Die kognitiven Vorteile des Jonglierens.

In Ratingen startet Anfang Juni die Reihe „Frisch gedacht“. Eine zertifizierte GedĂ€chtnistrainerin verbindet Denksport mit körperlicher Fitness fĂŒr Senioren.

Am 31. Mai findet im Chemnitzer KĂŒchwald die Aktion „Chemnitz spielt!“ statt – inklusive Puzzle-Meisterschaft. In Berlin wird bis zum 31. Mai ein Outdoor Escape Game angeboten, das RĂ€tsel mit Bewegung verbindet.

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Ob durch Spiele oder spezielle Screenings – wer frĂŒhzeitig aktiv wird, kann seine kognitive LeistungsfĂ€higkeit bis ins hohe Alter bewahren. Erfahren Sie in diesem Experten-Ratgeber, welche Methoden zur Demenzvorbeugung wirklich wirksam sind und was Sie im Alltag vermeiden sollten. Kostenlosen Ratgeber fĂŒr mentale Fitness hier sichern

International gewinnen standardisierte Screening-Verfahren an Bedeutung. In Vietnam startete die Initiative Long Chau am 16. Mai in Hue ein Programm fĂŒr kostenlose GedĂ€chtnis-Screenings. Personen ab 35 Jahren können ihren kognitiven Status per App ĂŒberprĂŒfen lassen.

Fast die HĂ€lfte bleibt stabil

Die Yale University begleitete ĂŒber 12 Jahre mehr als 11.000 Personen ĂŒber 65 Jahren. Ergebnis: Fast die HĂ€lfte der Teilnehmer behielt ihre kognitive StabilitĂ€t oder verbesserte sie sogar. Ein wesentlicher Faktor: eine bejahende Einstellung zum Älterwerden.

Auch klassische Formate wie „Wer wird MillionĂ€r?“ oder Wettbewerbe wie der „Yoshi and the Mysterious Book“-Grand-Prix in Tetris 99 (Start am 29. Mai 2026) motivieren breite Bevölkerungsschichten zur geistigen Auseinandersetzung.

Ausblick: Personalisierte PrÀvention

Die Zukunft des Gehirntrainings wird von technologischen Innovationen geprĂ€gt sein. Auf der Konferenz re:publica 2026 in Berlin diskutierten Experten ĂŒber souverĂ€ne KĂŒnstliche Intelligenz in Europa. Photonische Prozessoren und digitale SouverĂ€nitĂ€t könnten die Grundlage fĂŒr neue Gesundheitsanwendungen schaffen.

Die Kombination aus biologischer Forschung und digitalen Trainingsplattformen deutet auf eine personalisierte und zugĂ€nglichere Demenz-PrĂ€vention hin. WĂ€hrend pharmazeutische AnsĂ€tze weiter evaluiert werden, bleibt der spielerische und aktive Ansatz eine zentrale SĂ€ule fĂŒr die LebensqualitĂ€t im Alter.

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