Gemini 3.6 Flash: Google spart 17 Prozent Tokens und senkt Preise
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 06:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der KI-Wettlauf beschleunigt sich: Google bringt gleich mehrere neue Modelle an den Start und bestätigt die Entwicklung von Gemini 4.
Google DeepMind hat diese Woche eine Reihe neuer KI-Modelle der Serien Gemini 3.5 und 3.6 veröffentlicht. Der Konzern bestätigte zudem, dass das Pre-Training für die nächste Generation Gemini 4 bereits begonnen hat. Die Ankündigungen fallen in eine Phase intensiven Wettbewerbs mit OpenAI, Meta und anderen Anbietern.
Gemini 3.6 Flash: Effizienter und günstiger
Am 21. Juli 2026 brachte Google Gemini 3.6 Flash auf den Markt. Das Modell punktet vor allem mit verbesserter Token-Effizienz und niedrigeren Kosten. Im Durchschnitt benötigt es 17 Prozent weniger Ausgabe-Tokens als seine Vorgänger. Bei speziellen Workloads wie DeepSWE sinkt der Verbrauch sogar um bis zu 65 Prozent.
Die Preise liegen bei 1,50 Euro pro Million Input-Tokens und 7,50 Euro pro Million Output-Tokens. Damit positioniert sich Google aggressiv im Preiskampf der KI-Branche.
Die Leistungswerte können sich sehen lassen: Gemini 3.6 Flash erreicht 49 Prozent auf dem DeepSWE-Benchmark – ein deutlicher Sprung von 37 Prozent in früheren Versionen. Auf MLE Bench erzielt es 63,9 Prozent, auf OSWorld-Verified 83,0 Prozent. Der Wissensstand des Modells endet im März 2026.
Gemini 3.5 Flash-Lite: Speed für die Massen
Parallel zur 3.6-Serie stellte Google Gemini 3.5 Flash-Lite vor. Dieses Modell ist auf Geschwindigkeit getrimmt und verarbeitet 350 Tokens pro Sekunde. Mit Preisen von 0,30 Euro pro Million Input-Tokens und 2,50 Euro pro Million Output-Tokens soll es eine kostengünstige Alternative bieten. Flash-Lite wird bereits in die Google-Suche integriert.
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Spezialisierte Cybersicherheits-Variante
Ebenfalls neu: Gemini 3.5 Flash Cyber. Diese Spezialversion ist ausschließlich für Regierungsbehörden und vertrauenswürdige Partner zugänglich. Über die Plattform CodeMender soll sie Bedrohungen erkennen und Sicherheitsanalysen durchführen. In ersten Tests identifizierte das Modell 55 Schwachstellen in der V8-Engine.
Verzögerungen beim Pro-Modell
Während die Flash-Modelle allgemein verfügbar sind, bleibt Gemini 3.5 Pro weiterhin in der Partner-Testphase. Ursprünglich für Juni erwartet, hat sich der Start mehrfach verzögert. Branchenbeobachter sehen die Flash-Reihe derzeit als stabilste API-Oberfläche für Entwickler – während das Pro-Flaggschiff auf sich warten lässt.
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Milliarden-Investitionen und Zukunftspläne
In einer Telefonkonferenz am heutigen Donnerstag verteidigte Alphabet-CEO Sundar Pichai die Wettbewerbsposition des Konzerns im KI-Sektor. Er räumte Lücken bei den Programmierfähigkeiten ein und bestätigte, dass das Pre-Training für Gemini 4 läuft. Pichai deutete an, dass Google nach der Fertigstellung von Gemini 4 auf einen monatlichen Veröffentlichungszyklus umschwenken könnte.
Die aggressive Entwicklung wird durch massive Investitionen gestützt. Alphabet hat seine Kapitalausgaben-Prognose auf 195 bis 205 Milliarden Euro angehoben. Die Börse reagierte verhalten: Alphabet-Aktien fielen im nachbörslichen Handel um mehr als drei Prozent. Seit Ende April verzeichnet die Aktie einen Rückgang von rund neun Prozent.
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